00:00:02: Wir haben schon alles gesehen.
00:00:05: Das handelt sich hier um die Abgründer des Internets.
00:00:09: Wir sprechen von Opfern, die gerade einmal acht Jahre alt sind.
00:00:14: Wir haben gesehen wie Mädchen online sexuelle Handlungen mit verschiedenen Gegenständen vollziehen.
00:00:20: Unter anderem gefährliche Körperverletzung.
00:00:24: Sexuardelikte im Zusammenhang mit Kinderpornografie.
00:00:30: Wir haben gesehen, wie sie Bleichmittel trinken.
00:00:33: Wir haben sehen, wie sich mit Rasierklingen schneiden.
00:00:38: Es betrifft praktisch immer Minderjährige?
00:00:41: Speziell ist hier muss man wohl sagen das die Taten über das Internet im wesentlichen Begang worden sind.
00:00:50: Hier mussten wir leider schon auch beobachten dass Aufforderungen oder auch Austausch von Bildern und Selbstverletzungen zunehmend.
00:01:01: Wir haben gesehen, wie sie Rasierklingen schlucken.
00:01:06: Jeden Tag glauben wir das schlimmste Verbrechen gesehen zu haben doch am nächsten Tag erleben wir eine neue Überraschung.
00:01:23: Selbstverletzungen, Tierquälereien und live gestreamte Morde.
00:01:26: Alles offen zugänglich im Internet.
00:01:29: Angefeuert und gefeiert von einer Internet-Community die zu ganz großen Teilen aus Kindern besteht.
00:01:34: Organisiert von einem globalen Netzwerk.
00:01:37: Von Seiten der österreichischen Behörden möchte man derzeit noch keine Straftat dieser sogenannten Community kurz kaum zuordnen
00:01:44: Aber unsere Gespräche mit Expertinnen und Experten rund um den Globus zeigen das Phänomen Kom ist längst in Österreich angekommen.
00:01:53: Wir haben in Österreich Fälle, sowohl was Opfer als auch Täter betrifft.
00:01:57: Ja!
00:01:59: Wir haben nicht die Fantasie, die diese Kinder haben von noch mehr und noch grausameren Verbrechen.
00:02:06: Ich habe meine Tochter verloren und wir verlieren gerade jetzt hunderte vielleicht tausende von Kindern.
00:02:13: Jedes Verbrech ist möglich in dieser Community.
00:02:16: Es ist wichtig, dass das Phänomen bekannt wird.
00:02:18: Das ist schrecklich und wahrscheinlich würden sich auch manche Leute gar nicht damit befassen.
00:02:22: aber gerade Eltern sollten schon wissen, dass es sowas gibt.
00:02:45: Gerade Eltern sollten schon wissen, dass es sowas gibt.
00:02:48: Mit diesem Grundanliegen begrüßen wir sie zu unserem Pro- und Kontra-Spezial einen wunderschönen guten Abend!
00:02:54: Wir wollen eine Bewusstsein dafür schaffen wie Kinder im Internet erst angeworben, dann erpresst und zur fürchterlichen Taten gezwungen werden.
00:03:02: Unsere Kollegin Magdalena Puntz und Kollege Dominik Schaden haben sich in die dunklen Seiten des Internets recherchiert.
00:03:08: Ich spreche hier im Studio mit Expertinnen und Experten, die uns beim Einordnen und beim Verstehen helfen.
00:03:15: eine Runde, die aufzeigt wie wir alle Kinder vor dieser Gewalt schützen können.
00:03:19: Und wenn Sie sich persönlich angesprochen fühlen?
00:03:21: Sich in einer seelischen Notlage befinden!
00:03:24: Es gibt Hilfe.
00:03:24: es gibt Anlaufstellen für sie.
00:03:26: Wir werden die Kontaktennummern im Laufe der Sendung immer wieder einblenden.
00:03:30: Was ist ein Komm-Netzwerk eigentlich und warum müssen wir uns plötzlich bei jeder Form von Gewalt von Jugendlichen und Kindern fragen ob eine Gruppe von Sadisten aus dem Internet dahinter steckt?
00:03:46: Wir brauchen die Eltern, wir brauchen medizinisches Personal.
00:03:49: Wir brauchen das Gesundheitswesen im Allgemeinen.
00:03:52: Wir brauchen die Schulen!
00:03:53: Wir brauchen alle!
00:03:55: Selbstmord ist nicht mehr nur ein Selbstmords.
00:03:57: Er kann vielmehr bedeuten.
00:03:59: Eine Messerstecherei ist nicht mal nur eine Messerstecherei Sie können vielmeher bedeuten.
00:04:04: Wir können also weiterhin Menschen für diese Verbrechen verurteilen.
00:04:08: Aber wenn wir nicht anfangen, das Netzwerk dahinter zu untersuchen werden wir niemals die Spitze dieses Netzwerks erreichen und deshalb ist es so wichtig darüber zu sprechen.
00:04:18: Es gilt die richtige Balance zu finden einerseits das Bewusstsein zu schärfen und andererseits solche Plattformen nicht zu fördern.
00:04:26: Das ist zwar ein Spagat aber gleichzeitig halten wir es für wichtiger drüber zu sprechen.
00:04:31: Das Phänomen The Com ist in Europa angekommen.
00:04:35: Einer der prominentesten Fälle wird derzeit in Deutschland vor Gericht verhandelt, ein unscheinbarer Nickname in einem Chat – White Tiger.
00:04:44: Dahinter ein junger Mann aus Hamburg, der weltweit Kinder und Jugendliche in den Abkund treibt.
00:04:50: und aber auch
00:04:51: ein vollender
00:04:52: Mord.
00:04:54: Und fünf versuchte Morde, und zwar jeweils in mittelbarer
00:05:09: Täterschaften.".
00:05:11: Unter anderem wird im Cyber-Grooming vorgeworfen.
00:05:14: Sharia J. alias White Tiger ist einer der zentralen Akteure der Online Community seven six vier – eine international agierenden Satistengruppe aus dem Kommennetzwerk das Minderjährige gezielt manipuliert, missbraucht und zur Selbstverletzung Straftaten
00:05:29: und Suizid drängt.
00:05:31: Insgesamt gibt es über dreißig mutmaßliche Opfer, so lautet jedenfalls die Anklage.
00:05:38: Speziell ist hier muss man wohl sagen das die Taten über das Internet im Wesentlichen begangen worden sind.
00:05:46: Es ist so dass bei der ganzem wesentlichen bei den Taten der angeklagte überhaupt gar keinen physischen Kontakt zu denen Opfern gehabt haben soll.
00:05:59: Also nicht selbst Hand angelegt haben soll, sondern eben die Opfer dazu gebracht haben soll sich selbst zu verletzen oder wie in einem Fall sich ihm selbst sogar zulzitieren.
00:06:11: In Deutschland gerade die ersten Fälle vor Gericht verhandelt werden versucht die europäische Polizeibehörde Europol in Den Haag das Geflächthinter KOM und sieben sechs vier sichtbar zu machen.
00:06:25: Sie agieren Plattform und Community übergreifen sowie transnational, also weltweit.
00:06:31: Sie suchen gezielt Kontakt zu gefährdeten Personen und nutzen diese aus um sie zu manipulieren und zu verschiedenen Formen der Erpressung einschließlich sextorschen, also sexueller Erpressungen zu zwingen.
00:06:45: Zudem verbreiten sie eine gewalttätige nihilistische Weltsicht sowie gewalt tätige Inhalte und
00:06:58: das über den gesamten Globus verteilt, wie uns eine Ermittlerin von Europol erzählt die anonym bleiben
00:07:03: muss.
00:07:06: Es gibt in diesem Sinne keine Hotspots.
00:07:09: Was wir derzeit beobachten, ist ein globales Phänomen – es breitet sich überall aus!
00:07:14: Es gibt auch keine geografischen Grenzen.
00:07:16: Ein Opfer kann aus einem europäischen Land stammen während der Täter aus einem Land in Afrika, Asien oder sonst woher kommt.
00:07:23: Wie im Falle der Kanadierin Penelope Sokolowski.
00:07:26: Die sechzehnjährige nimmt sich im Februar zwei tausendfünfundzwanzig ihr Leben.
00:07:31: Meine Tochter
00:07:32: hat mir erzählt,
00:07:33: dass sie in eine
00:07:33: Gruppe für
00:07:34: Selbstverletzungen eingebunden war.
00:07:36: Nachdem Sie sich die Beine aufgeschnitten und ich sie im Badezimmer gefunden hatte.
00:07:41: Ich hatte absolut
00:07:42: keine Ahnung was sie damit meinte
00:07:44: oder wie genau
00:07:44: sie dabei vorgegangen ist.
00:07:46: Penelope ist acht als ihr Konto auf der Spieleplattform Roblox anlegt.
00:07:52: Dort gerät sie in die Fänge eines Täters aus dem Umfeld von sieben sechs vier.
00:07:59: In Chats auf der Plattform Discord wird sie gezwungen sich selbst zu verletzen.
00:08:04: Sie muss den Namen ihres Peinigers in ihre Brust tritzen, Videos und Fotos davon schicken.
00:08:12: Was ich bei der Durchsicht
00:08:13: der Social-Mediaaktivitäten meiner Tochter auf ihrem Laptop entdeckt habe, konkret in einem Discord-Chatraum, indem es um Selbstverletzung ging, war
00:08:22: eine Art
00:08:22: Liste zum Thema Selbstverletzung.
00:08:24: Darin ging es um Fragen
00:08:26: wie bist
00:08:26: du schon mal mit dem Krankenwagen gefahren?
00:08:28: Warst du schon in der Notaufnahme?
00:08:30: Wie lange
00:08:30: warst du in der Psychiatrie?
00:08:32: Wurden bei dir bestimmte Leiden oder psychische Erkrankungen
00:08:35: diagnostiziert?
00:08:36: Die Jugendlichen verhalten sich gezielt so wenn sie bei Ärzten oder im Krankenhaus
00:08:41: um genau
00:08:41: diese Diagnosen und Rezepte zu erhalten, denn das bringt ihnen Cloud ein.
00:08:48: Penelopys-Paniker wird bislang nicht gefasst.
00:08:53: Ich habe meine Tochter
00:08:54: verloren – und wir
00:08:55: verlieren gerade Hunderte von Kindern vielleicht sogar Tausende!
00:08:59: Es gibt zweifellos
00:09:00: Tausender
00:09:00: von Kindern, die derzeit im Internet
00:09:02: mit Tätern in Kontakt
00:09:03: stehen.
00:09:04: Diese manipulieren sie dazu,
00:09:05: die schrecklichsten Dinge zu
00:09:07: tun.".
00:09:13: Was die COM-Community betrifft, so schätzen wir dass diese aus etwa vierzig tausend bis fünfzigtausend Nutzen besteht.
00:09:21: Ich würde sagen das ist ziemlich groß!
00:09:44: Sie stehen für einen neuen Form digitaler Gewalt innerhalb ganzer Communities.
00:09:49: Gestartet hat diese ganze Bewegung in den USA und Kanada?
00:10:11: Also es gibt die Plattform Discord, da halten sich viele der Mitglieder auf.
00:10:19: Die Opfer werden aber auch auf anderen Plattformen rekrutiert zum Beispiel Roblox ist bekannt, Minecraft und es gibt aber auch Fälle in denen in Selbsthilfeforen oder in Foren für Personen die an Suizid denken, die Opfer gefunden worden sind.
00:10:41: Die Täter des Netzwerks suchen sich schon höchst vulnerabler als das junge Opfer aus, die sie stark beeinflussen können.
00:10:51: Also die stark beeinflusbar sind.
00:10:53: Danach beginnt das was Expertinnen Love Bombing nennen.
00:10:58: Am Anfang ist es Love Bombming.
00:11:00: da kommt ganz viel Anerkennung.
00:11:03: So eine Pseudopeziehung wird aufgebaut manchmal auch wie eine Liebesbeziehung oder zumindest eine Freundschaft.
00:11:09: Die Täter bauen eine emotionale Abhängigkeit auf, die Grundlage für alles was danach kommt.
00:11:38: Die Täter geben etwa vor Geschenke schicken zu wollen und sammeln so heimlich Daten, etwa die Adresse ihrer jungen Opfer.
00:11:46: Und locken sie dann in private Chatgruppen.
00:11:49: Und hier geht es dann darum, ich habe deine Adresse.
00:11:52: Ich weiß dass du ein Haustier hast.
00:11:54: mir ist aufgefallen das deine Mutter hier arbeitet oder dass du dort zur Schule gehst.
00:11:59: jetzt musst du mir Sachen schicken denn sonst komme ich zu dir nach Hause ich komm zu deinem haustier ich komme zu deiner Schule und ich werde die Informationen dich gerade von dir erhalten haben weitergeben und gegen dich verwenden.
00:12:10: Nach und nach werden so die Opfer zu Täterinnen gemacht.
00:12:15: Also die ersten Aufgaben sind ja oft noch unter Anführungszeichen harmlos.
00:12:19: Man muss sich vielleicht eben deine Challenge tun müssen, aber Bilder, die ihnen einfach unangenehm werden wenn das Gleichhaltige sehen.
00:12:27: und dann kommt da wie irgendwann ein Material wo sie zum Beispiel im Supermarkt was stehlen sollen oder wirklich Straftaten begehen, Vandalismus
00:12:37: z.B.,
00:12:38: und es steigert sich immer mehr.
00:12:41: Die Täter schicken ihren Opfern gezielt zur genannten Gore-Videos.
00:12:45: Das Ziel, das Senken der Hemmschwelle Der Algorithmus der Plattformen verstärkt den Effekt zusätzlich.
00:12:52: Dann treiben sie ihre Opfer immer weiter Bis hin zu Suizidversuchen oder vollendeten Suizit All das teilweise live gestreamt unter den Augen unzähliger Zuschauer.
00:13:07: Wenn man in einer Gruppe bei einem Computerspiel zuschaut, unterhält man sich ja auch miteinander und sagt mach dies macht das.
00:13:13: Und genau das sehen wir hier.
00:13:15: Wir haben Livestreams gesehen, in denen das Opfer dazu aufgefordert wird also nicht gebeten sondern aufgeforderte sich tiefer zu schneiden.
00:13:24: Sie beschimpfen das Opfern wollen dass sich dieses extrem verletzlich fühlt und er niedrigen ist dazu massiv.
00:13:38: International wird die Ganat gegen diese Netzwerke deutlich verschärft.
00:13:42: In Kanada und den USA wird kommen mittlerweile als terroristische Vereinigung eingestuft.
00:13:47: Dennoch ist es schwierig das Phänomen in seiner Gesamtheit zu erfassen.
00:13:53: Hier lassen sich keine kleinen Grenzen ziehen.
00:13:56: Genau das haben wir auch beobachtet, als wir begonnen haben diese Fälle mit unseren Ermittlungen zu unterstützen und die verschiedenen Rückmeldungen der Mitgliedstaaten zusammenzutragen.
00:14:06: Kriminelle ziehen keine solchen Grenzen.
00:14:08: Sie handeln opportunistisch und nutzen jede bietende Gelegenheit.
00:14:12: Zudem ist dieses Netzwerk stärker von Gewalt geprägt Einer Gewalt, die eher als Ideologie für sich steht anstatt auf einer klaren politischen oder religiösen Welt zur Weltanschauung zu beruhen, wie es bei traditionellen terroristischen Organisationen der Fall ist.
00:14:29: Manche dieser Netzwerke haben dann auch so ein bisschen Ansätze wie Versatzstücke des Saturnismus oder des Rechtsextremismus wobei in den meisten Fällen da geht es um die Ästhetik und dieses Spiel damit.
00:14:46: Die wenigsten haben wirklich eine Idee, was die Ideologie ist und leben nicht wirklich die dahinterlegende Ideologie.
00:14:55: Unser Dismus spielt eine große Rolle Anerkennung spielt eine grosse Rolle.
00:14:59: Es spielt sicherlich auch bei vielen der Täter sexuelle Befriedigung einer Rolle sinnlose Gewalt um der Gewaltwillen, mit der Idee ich zerstöre die Gesellschaft.
00:15:21: Wir sind dem Untergang gewalt.
00:15:23: es geht darum ein System das sowieso bereits dem Verfall irgendwie preisgegeben ist diesen Verfall noch zu beschleunigen weil danach käme irgendeine bessere Ordnung.
00:15:38: Es ist ein tiefes Misstrauen den über den Menschen und der Gesellschaft sowie die Vorstellung den Zusammenbruch der Gesellschaft zu beschneunigen.
00:15:46: Es gibt keine Zukunft.
00:15:47: Sie glauben nicht an die Zukunft.
00:16:04: Die erste Einführung in das Phänomen KOM von Magdalena Puntz und Dominik Schaden.
00:16:09: Und wir wollen jetzt vertiefend besprechen, was genau damit gemeint ist... ...und mit was für einen Phänomänen?
00:16:13: Mit welchen Täter-, Opfer-Beziehungen wir es hier zu tun haben!
00:16:17: Ich bin sehr glücklich dass ich sehr kompetente Gäste dafür heute im Studio habe.
00:16:21: Ich begrüße sehr herzlich Ulrike Schieser.
00:16:24: Wir haben sie auch schon im Beitrag gesehen.
00:16:26: Sie sind Psychologin einer ihrer Schwerpunkte ist Krimiologie.. ..und sie leiten auch die Bundesstelle fürs Sektenfragen.
00:16:32: Danke fürs kommen.
00:16:33: Der SPÖ-Staatssekretär für Staatsschutz und Nachrichtendienst im Innenministerium ist hier Jörg Leichtfried.
00:16:39: Auch Ihnen Danke fürs Kommen!
00:16:40: Gerne.
00:16:41: Thomas Stomper ist Psychiater und forensisch-psychiatrischer Gutachter, das heißt sie liefern Einschätzungen zu besonders gefährlichen Straftäterinnen und Straftätern.
00:16:50: Danke fürs kommen.
00:16:52: Und heute auch zu Gast Strafverteidigerin Astrid Wagner.
00:16:55: Sie vertreten TäterInnen und Täter bei denen zumindest der Verdacht besteht dass sie mit einem COM Netzwerk in Verbindung stehen könnten.
00:17:03: Frau Schießer, ich beginne bei Ihnen.
00:17:05: Wir haben jetzt gehört, Täterinnen in diesen Netzwerken verlangen unsagbares von ihren Opfern.
00:17:12: Es beginnt oft bei Vandalismus hier ein Autoscheiben-Einschlag etwas anzünden geht aber dann hin zu Haustiere töten die eigenen Geschwister gewählen bis hin so sich selbst oder andere ermorden.
00:17:26: warum können Jugendliche wenn sie in diese Fänge geraten dieser Netzwerke nicht einfach Zu einem Erwachsenen gehen und sich melden.
00:17:34: Warum suchen sich so weniger Hilfe?
00:17:37: Da ist vorher meine Beziehung aufgebaut worden, meistens beginnt das damit, dass jemand Freundschaft vortäuscht anbietet.
00:17:46: Die haben eine ambivalente Beziehungen zu der Person, die sie erpresst und quält.
00:17:52: Auf der einen Seite spüren Sie genau, was nicht gut ist.
00:17:56: Und haben auch Angst und merken, das stimmt was nicht.
00:18:00: Aber auf der anderen Seite haben sie diese Person auch als hilfreiches Freund erlebt.
00:18:06: Manchmal ist es doch meistens jemand, der ein bisschen älter ist.
00:18:10: Es ist jetzt vielleicht für zwölfjährige ... Schmeichelhaft, dass da ein sechzehnjähriger sich für sie interessiert und mit ihr chatt.
00:18:18: Also da ist schon so eine.
00:18:20: diese Machtbeziehung, diese Abhängigkeitsbeziehungen die da aufgebaut worden ist wirkt noch nach.
00:18:26: und dazu kommt das ich diese Kinder- und Jugendliche auch schämen für das was Sie getan haben.
00:18:32: Sie haben zum Teil, sind sie auch getränkt worden etwas zu machen wie zum Beispiel ein Ladendiebstahl.
00:18:36: Das heißt die haben Angst vor den Konsequenzen.
00:18:39: Die haben auch große Angst dass sie vor der Öffentlichkeit von ihren Freunden beschämt werden das diese Bilder veröffentlicht werden und sie sehen es auch eher dass die Erwachsenen dass das etwas ist was man sich untereinander ausmacht Und die Erwachsenen oft gar nicht so kompetent in dem Sinn, was sie da tun.
00:18:58: Die verstehen oft gar nichts, in welchen Welten sie sich begeben und manchmal sind es ja gerade Kinder, die vorher schon zu wenig Aufmerksamkeit ... Geborgenheit vielleicht oder Kontakt erlebt haben.
00:19:14: Wir haben ja nicht irgendeine zufällige Kinder und Jugendliche Gruppe, sondern die sind oft schon die Außenseiter und die vorher schon so kurz gekommen sind.
00:19:21: Und die haben dann auch nicht das Netzwerk wo sie sich hinwenden können?
00:19:27: Infos austauschen, wie man besonders vulnerable Kinder ansprechen kann und wie man mit denen in Kontakt treten muss damit diese Beziehung entsteht.
00:19:35: Ein weiteres Erpressungsmittel ist ja dieses sogenannte Swatting nicht?
00:19:39: Also dass der Täter, der Erpressende sein Opfer damit bedroht.
00:19:43: wenn du nicht ausführst was ich dir sage dann passiert etwas.
00:19:47: Wie glaubwürdig kann das sein wenn die Täter zum Teil am anderen Ende der Welt zu Hause sind?
00:19:53: Zum einen muss man sagen, dass es Kinder und Jugendliche sind die zum Teil auch ein bisschen naiver sind.
00:19:58: Also wenn Sie jetzt an zwölfjährigen sagen Wenn du das nicht tust Tötig deine Familie ist es natürlich ein Unterschied ob ich das als Erwachsener höher und einschätzen kann Und es kommt aber auch noch dazu Das betrifft jetzt auch Erwachsene Dass wir total überschätzen Die Macht von dieser Person Und es ist auch nicht ganz ausgeschlossen, weil die haben ja oft ein ganzes Netzwerk an Personen, denen sie irgendwas anschaffen können.
00:20:21: Da kann schon sein, dass die sagen geht zu dieser Adresse und zündet dort den Gartenschuppen an.
00:20:27: Also die kontaktieren ein anderes Opfer?
00:20:28: Die haben ja mehr als eines und sagen... Genau!
00:20:31: Vorher versuchen Sie natürlich möglich für herauszufinden über einen Opfer zum Beispiel das sie sagen ah du hast der Baldgeburtstag was ist denn deine Adresse?
00:20:38: ich schick dir ein Geschenk und dann wissen sie die Adresse die ihre Netzwerke dort hinschicken.
00:20:46: Und das als Mutprobe, wir haben keine Ahnung, warum sie genau in diesem Haus was tun sollen?
00:20:53: Aber es ist nicht ganz von der Hand zu weisen und wenn man weiß wie extrem und gewalttätig dieses Netzwerk ist und wie wenig Wert das Leben da hat, nehmen die das schon auch ernst.
00:21:06: Herr Stompe, Sie begutachten besonders gefährliche Menschen.
00:21:09: Wer sind diese Täter?
00:21:11: Kann man da ein Psychogramm erstellen von Menschen, die zu so etwas weg sind?
00:21:15: Die vor allem auch Kinder und Jugendliche nehmen, obwohl sie selber zum Teil noch minderjährig sind.
00:21:21: Ja das ist eine komplexe Frage, weil ja sehr viele spätere Täter früher mal Opfer waren.
00:21:29: Die befinden sich meistens schon in diesen Netzwerken als Opfern und werden dann letztens wie eine Art Aufstieg in dieser Hierarchie letztens zu Tätern.
00:21:41: Ob sie sich immer als Täter halten, ist die Frage, weil auch jeder Täter dort kann jederzeit wieder Opfer werden?
00:21:51: Weil Sie müssen sich vorstellen... Das sind Bilder teilweise, also von sexuellen Handungen an sich selber oder von selbstverletzenden die innerhalb dieser Netzwerke ja dezentral kursieren.
00:22:02: Also man weiß nie wer jetzt gerade das Material übereinen hat und dass sie jederzeit man sich wieder erpressbar macht, weil dieses Material ist nicht aus dem Netz herauszubekommen.
00:22:16: Ich bin dann immer bedroht, wenn ich die Position habe, dass ich Täter werden kann, dann ist das auch eine gewisse Entlastung, weil ich nicht so gefährdet bin, damit ich zum Opfer werde, obwohl es nicht ausgeschlossen ist.
00:22:30: Ich interessiere mich für die Psychostruktur, die dahinter steht.
00:22:34: Wenn man sich einlässt in dieser Täter oder Opfer ... Es verschwimmt ja tatsächlich, die Rollen verschwimmen hier und ändern sich auch ständig wie sie gerade ausgeführt haben.
00:22:44: Aber dann liest man zum Beispiel das Netzwerk Seven Six Four.
00:22:48: Das hat so viel Angst und Schrecken verbreitet dass USA, Kanada oder Neuseeland es sogar als Terrororganisation eingestuft haben.
00:22:55: Gegründet wurde er es, zwanzig-zwanzig von einem fünfzehnjährigen.
00:22:59: Was muss man mit einem Menschen machen?
00:23:01: Dass ein skrupelloser Sadist daraus wird der zu so etwas weg ist
00:23:07: Wo sie zwei Dinge unterscheiden.
00:23:08: Wie wachs ich in so ein Netzwerk hinein und wie wäre die Gründerpersönlichkeit?
00:23:14: Die Gründerversönlichkeit würde ich mal vorsichtig sagen, ist wahrscheinlich eher so nazistisch-anti-sozial.
00:23:23: bei den Opfern oder späteren Täter muss das jetzt nicht der Fall sein.
00:23:29: hier handelt es eher um Desensibilisierungsprozesse.
00:23:32: Meistens ist der Einstieg, dass es ein Beziehungsangebot gibt.
00:23:38: Letztes Beziehung von den Tätern benutzt wird um zum Beispiel an Nacktbilder zu bekommen Oder Videos, weil wichtig in dieser ganzen Community ist die Dokumentation.
00:23:50: Also die Tat alleine, dass man sich schneidet oder sich so als Fels verletzt oder jemand anderen verletzst, ist der eine Punkt.
00:23:58: Der andere Punkt ist, dass das immer ein paar Video dokumentiert wird.
00:24:02: Das heißt es kommt dann wieder in diese Netzwerke was einerseits bedingt, dass dort mehr Renommee bekommt aber andererseits auch wieder erpressbar macht.
00:24:14: Man hat gesehen, es gibt ja noch relativ wenig untersuchen, nachdem es ein relativ neues Phänomen ist.
00:24:20: dass ich hier doch die viel vulnerabe Jugendliche, die der LWN-Divergenz sind.
00:24:25: Also über sich ADHS oder halt jetzt spätere Persönlichkeitsentwicklungsstörungen haben, die früher mal gemobbt worden sind und wenig sozial eingebettet sind.
00:24:35: Wobei man natürlich momentan noch nichts Sichereres sagen kann, weil es noch keine größeren Studien gibt.
00:24:41: Das sind jetzt Materialsammlungen, wo man jetzt keine Vergleichsgruppen hat Leute nur beurteilen kann, die tatsächlich gefasst worden sind.
00:24:52: Jetzt
00:24:52: haben Sie mir ein wichtiger Stichwort geliefert nämlich der Stichwart Desensibilisierung.
00:24:55: Wir haben gerade in der DOKO gehört Frau Schieser Dass sie in diesen Gruppen es völlig normal ist Einander mit sogenannten Gore-Videos zu überschwemmen.
00:25:05: geradezu Gore-videos das sind Darstellungen von extremen Gewalttaten.
00:25:10: Sie werden in dieser Sendung nach Ermittlerinnen und Ermittlern hören Die sagen so viel Fantasie Kann man gar nicht haben wie das was man dazu Gesicht bekommt.
00:25:17: Was macht das mit dem Gehirn von Heranwachsenden, wenn Sie so etwas sehen?
00:25:22: Das hat natürlich eine ganz massive Auswirkung.
00:25:25: Speziell je jünger das Kind ist desto problematischer weil ja auch grundsätzlich Moralvorstellungen erst angelegt werden.
00:25:34: was ist richtig, was ist falsch und für Kinder ist es am Anfang vielleicht faszinierend schon gruselig.
00:25:40: also sie finden das schon oft beängstigend.
00:25:44: Aber sie haben den Eindruck, das ist wie eine Mutprobe.
00:25:47: Sie sind neugierig und dann beginnt es eine Abstumpfung.
00:25:52: Je mehr man davon sieht, desto normaler wird das.
00:25:56: Dann muss es immer extremer werden.
00:25:57: Und sie werden ganz bewusst von den Tätern ... darf mit diesem Material gefüttert und langsam daran gewöhnt, dass es immer schlimmer wird.
00:26:11: Es entsteht dann auch ... Sie sind ein Stück weit abgeschottet in ihrer Gruppe.
00:26:14: Sie haben oft weniger Kontakt zu anderen Kindern.
00:26:17: Und das wird so normalisiert.
00:26:20: In dieser Gruppe ist das was ganz Normales.
00:26:22: In der Peer-Gruppe gehört man dazu.
00:26:25: Man muss das aushalten und einen Begrund umso mehr ... Wertschätzung geärgerma selber ist.
00:26:31: Ist es möglicher Stompe einem Menschen, wenn man ihn besonders jung erwischt tatsächlich Empathiefähigkeit abzutrainieren oder dafür zu sorgen dass sie sich erst gar nicht entwickelt?
00:26:42: Wir können genug geschichtlicher Phänomene das beeltern durch was auch möglich ist aber natürlich in jüngeren Jahren ist das sicherlich noch leichter Fallen.
00:26:52: die Täter wissen ja genau wo sie vulnerablen Opfer finden also im Vorhinein Selbsthilfe vorhin bei Kindern die sozialen Netzwerken posten, was sie mit drauf schließen lassen.
00:27:04: Dass das halt das Kind eine gewisse Wunderabilität hat.
00:27:08: Das heißt es geht da letztens zum Kinder der mehr geisoliert sind durch die Zuwendung, in den letzten Endes auch Stabilisierung bekommen, die vielleicht das erste Mal eine Beziehung erleben wollen, wenn jemand positiv gegenübersteht und dann kommen letztendlich die Forderungen die aber immer wieder gemischt sind, mit positiver Zuwendung.
00:27:29: Das sozusagen das, was man sich intermitierende Verstärkung nennen würde.
00:27:33: Aber
00:27:33: wenn jetzt so wie zum Beispiel bei dem Fall aus den Fallen des Jahr-Zwanzig, ein siebzehnjähriger in Rumänien eine völlig unbekannte Pensionistin niederschaftlich, dann wird er gefragt warum hast du das gemacht?
00:27:42: und der sagt ich wollte Content produzieren?
00:27:45: Dann meint er das so!
00:27:46: Dann hat er sonst keine weitere Empfindungen dazu.
00:27:50: Naja, das ist oft schwierig zu sagen.
00:27:52: Das müssen wir sich genau in der Begutachtung anschauen.
00:27:55: Das kann es sich um Schutzbemerkungen handeln und dass man sich halt trotzdem schämt.
00:28:00: Es kann sich um das Phänomen des moralischen Desensibilisierungs handeln.
00:28:05: also da sieht man jetzt nur eine Aussage.
00:28:08: Da muss man jetzt genau hinschauen was eigentlich hinter dieser Aussage steht.
00:28:12: Das FBI hat zum ersten Mal am XXIII.
00:28:15: Juli.
00:28:19: gewarnt.
00:28:20: Es ist aber noch gar nicht so lange her, das Phänomen ist aber längst auch in Österreich angelangt und beschäftigt der Mitarbeiterinnen und Ermittler.
00:28:26: Da
00:28:36: kommen solche Phänomene mit einer gewissen Verzögerung in Österreich an was ich gut ist weil wir Vorbereitungszeit haben, aber es geht davon aus dass das eben einerseits schon passiert und andererseits wahrscheinlich einen größeren Stil noch passieren wird.
00:28:53: In Österreich hat man der KOM spätestens seit März, zwanzundzechzig zumindest am Schirm.
00:28:59: Denn
00:28:59: da gründet das Bundeskriminalamt eine eigene Arbeitsgruppe.
00:29:03: Im Mai, zweitausendzechsundzwanzig entscheidet sich das BKA gemeinsam mit der Direktion Staatsschutz- und Nachrichtendienst aber offensiv dazu Präventionsunterlagen an sämtliche Schulen in Österreich zu verschicken um über das Phänomen der Komm aufzuklären.
00:29:17: Das ist eine Online-Community bestehen, dass ganz unterschiedlichsten Gruppen vor Bewegungen.
00:29:23: Jugendlichen werden dort eben radikalisiert und zu Gewalt und auch zu Straftaten angestiftet zum Beispiel auf offener Straße jemanden zu verletzen.
00:29:34: Also wie sieht es nun in Österreich wirklich aus wenn man die Decke hebt?
00:29:39: Kein Land ist ausgenommen.
00:29:41: Ja wir haben in Österreich Fälle.
00:29:43: sowohl was Opfer als auch Täter betrifft mussten wir leider schon auch beobachten, dass auch diese Social-Media Anbahnungen in die Richtung von Aufforderungen oder Austausch von Bildern und Selbstverletzungen zunehmend Thema wird.
00:30:07: Konkrete Erfahrungen, also dass ein Jugendlicher im Behandlung gewesen wäre der konkret in einem dieser Netzwerke aktiv war haben wir einmal gemacht.
00:30:16: Auch international wird Österreich als eines von dreiunddreißig Ländern weltweit in einem Forschungsbericht mit kommbezogenen Festnahmen gelistet.
00:30:26: Die Bundesstelle für Sektenfragen dokumentiert ebenso einen Fall aus Österreich, in ihrem Tätigkeitsbericht.
00:30:32: zwei tausendfünfundzwanzig Eine aufmerksame Lehrerin vermutet hinter dem gewalttätigen Verhalten einer Schülerin einen Erpresser aus dem Komm-Umfeld.
00:30:42: Er soll das Mädchen über das Internet mit Nacktbildern und Videos von sexuellen Handlungen erpresst haben.
00:30:48: Es besteht der Verdacht, dass sie ihre jüngeren Geschwister misshandelt habe.
00:30:53: Zu anderen Fällen und den damit verbundenen Straftaten gibt man sich bedeckt.
00:31:01: Ich möchte nicht mehr darauf eingehen, es sind einfach besonders sensible Fälle.
00:31:06: Die Zurückhaltung hat mehrere Gründe.
00:31:08: Es betrifft praktisch immer Minderjährige und es betrifgt ganz schnell Straftaten die sehr heikel sind Und es ist oft auch der Übergang zwischen Täter- und Opfer ganz schwierig.
00:31:24: Wenn sie Täter sind waren sie vorher meistens auch Opfer.
00:31:27: Andererseits ist das Wissen über aktuelle Online-Entwicklungen auch in Fachkreisen wenig ausgeprägt.
00:31:56: das ein bisschen auch interessant für viele mehr Menschen zu machen, als eigentlich erreicht worden wären.
00:32:02: Aber auf der anderen Seite muss man die Karten auf den Tisch legen und die Dinge beim Namen nennen um mit ihnen arbeiten zu
00:32:08: können.".
00:32:09: Wichtig ist etwa Hinweise auf mögliche Zusammenhänge in diesen Netzwerken zu erkennen.
00:32:15: Also ein sehr klarer Hinweis wäre, wenn beim Ritzen sich jemand einen Namen einritzt.
00:32:21: Ein bestimmtes Symbol einritzten.
00:32:23: Das wäre schon ein deutlicher Hinweise, dass dahinter eine Gruppe oder eine Person in der Presse
00:32:31: steckt.".
00:32:32: Gemeint ist das sogenannte Cut-Signing.
00:32:35: Dabei ritzen sich die Opfer, die Namen der Täter in die Haut mit dem Zusatz ums Mie ein.
00:32:40: Also besitzt mich und schicken dem Täter Fotos davon.
00:32:44: Je mehr dieser davon hat, desto höher sein Ansehen im Sadisten-Netzwerk.
00:32:48: Im Zuge unserer Recherchen kommen solche Fälle auch in Österreich unter.
00:32:52: Etwa im Umfeld einer vierzehnjährigen Mörderin, die auf einem Wiener Friedhof im Februar eine sixty-Jährige Frau mit mehr als achtzig Messerstichen tötet.
00:33:01: Ja da ist es auch im Akt ... Ein anderes Mädchen hat sich den Vornamen in den Oberschenkel geritzt.
00:33:15: Was natürlich dafür spricht, dass man sich gegenseitig heroisiert hat.
00:33:23: Im Juni, es wird das Mädchen zu acht Jahren Haft und zur Einweisung in ein forensisch-therapeutisches Zentrum verurteilt.
00:33:31: Ihr Prozess offenbart die Lebenswelt der Vierzehnjährigen.
00:33:35: Ein Kind fremduntergebracht in einer WG der Kinder- und Jugendhilfe fasziniert von einer dunklen Online-Welt.
00:33:42: Das Verfahren hat natürlich ergeben – die Auswertung des Mobiltelefons, der Jet Nachrichten dass dieses Mädchen hier verkehrte in einschlägigen Vorrennen, Stichwort True Crime.
00:33:59: Aber nicht so was wir kennen aus YouTube, sondern wirklich mit
00:34:04: Hardcore-Version.".
00:34:06: Gemeins sind sogenannte Gore-Videos – diese zeigen brutale Bilder von Straftaten oder Suiziden.
00:34:13: All diese Videos sind frei zugänglich im Internet für jeden abrufbar!
00:34:18: Wenn aber Jugendlicher das ständig sieht und immer mehr sieht, wenn es was der suchtortiges verhalten wird, dann wird's wirklich gefährlich.
00:34:25: Weil dies desensibilisieren
00:34:26: sich.".
00:34:27: Darüber hinaus teilt die Täterin Fotos ihrer Tat.
00:34:30: Informiert Bekannte darüber sowohl vor als auch nach dem Mord.
00:34:35: Unter anderem telefoniert sie mit einer spanischen Nummer.
00:34:39: Na ja da weiß man auch nur dass er eben angerufen hat weil sie eben ihm das Bild geschickt hat von Ein Umstand, der im Teilweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindenden Prozess offenbar keine Rolle spielt.
00:34:58: Weiteres wurde einfach nicht recherchiert aber meines Erachtens wäre es schon wert das ja auszuheben weil es ist schon zu vermuten dass es da wirklich sehr viele dunkle Kreise gibt, wo eben junge Menschen hineingeraten und offensichtlich nicht mehr herausfinden.
00:35:19: Könnte hinter diesem Fall also mehr stecken als nur eine isolierte Tat?
00:35:24: Wir legen unsere Recherchen einem der führenden US-Experten für gewaltbereiten Extremismus und Terrorismus vor.
00:35:31: Matthew Kreiner informiert regelmäßig Nachrichtendienst und Strafverfolgungsbehörden aus Kanada, Neuseeland Großbritannien und den USA über aufkommende terroristische Bedrohungen.
00:35:43: Für mich deutet das ziemlich eindeutig auf einen dieser Fälle von Manipulation und Nötigung hin, bei denen jemand eine andere
00:35:49: Person dazu anstiftet
00:35:51: Gewalt anzuwenden
00:35:52: oder sich selbst zu verletzen.
00:35:54: Solche Szenarien
00:35:55: haben wir weltweit
00:35:56: schon erlebt.
00:35:57: Ich habe in den letzten Jahren Onlineberichte
00:35:59: untersucht und dabei unzählige
00:36:01: Fälle vom Personen gesehen
00:36:02: die damit prallen genau
00:36:03: so etwas zu tun.
00:36:05: Ich würde also sagen, dass dieser Mord
00:36:06: auf dem Friedhof in Wien die
00:36:08: typischen Merkmale
00:36:09: einer manipulierten Aufmerksamkeit abzielenden Komm-Gewalttat
00:36:14: aufweist.
00:36:15: Wie unsere Recherchen ergeben wird in diesem Fall nun Anklage gegen eine gute Freundin der vierzehnjährigen Erhoben.
00:36:21: Der Vorwurf beitragt zum Mord.
00:36:23: Sie soll die Täterin mit Chat Nachrichten zur Tat motiviert haben.
00:36:27: Es gilt die Umschuldsvermutung.
00:36:30: An der Spitze stehen die schlimmsten Übeltäter.
00:36:33: Wir sprechen hier von
00:36:34: denen, die die Plattformen schaffen,
00:36:36: die am aktivsten
00:36:37: daran beteiligt sind weltweit Erpressung und Swatting-Aktivitäten im Ausland zu fördern – von Personen,
00:36:43: die zum Selbstmord
00:36:44: anstiften und
00:36:45: die Menschen
00:36:46: zu willkürlichen
00:36:47: Angriffen auf der Straße
00:36:48: zu drängen.
00:36:49: das Ziel Messerstechereien,
00:36:50: Morde und
00:36:51: Armogläufe an Schulen.
00:36:56: Graz, Juni.
00:36:58: Es ist der schlimmste Amoklauf an einer Schule in der Geschichte Österreichs – elf Menschen sterben!
00:37:04: Unter den Tuten ist auch der einundzwanzigjährige Amokläufer selbst.
00:37:08: Das Profil des Täters, Ein-Einzelgänger psychisch belastet, fasziniert von Schulmassackern und Ego-Shooter spielen.
00:37:16: Unsere Recherchen zeigen, Der einund zwanzigjährige konsumiert in der Nacht vor dem Amoklauf brutale Gore-Videos.
00:37:24: Was den Armoklauf von Graz betrifft, würde ich sagen.
00:37:27: Eine Person die stark darauf
00:37:28: aus ist gezielt einen Armoklauff an einer Schule zu verüben, konsumiert Gore-Videos in dem Umfang, den wir bei ihm vermuten
00:37:35: und wird im Nachhinein
00:37:36: so schnell und tief in die Onlinekultur der Verherrlichung von Massenmördern
00:37:40: im Rahmen von True
00:37:41: Crime Inhalten verstrickt
00:37:43: Da ist es fast unmöglich
00:37:44: diese Person
00:37:45: vor ihrem Angriff nicht als
00:37:46: Teil dieser Szene zu betrachten.
00:37:49: Das Netz ist voll von Bildern und Animationen, die den Amokläufer regelrecht glorifizieren.
00:37:55: Die sogenannte True Crime Community feiert den einundzwanzigjährigen – eine verstörende Beobachtung.
00:38:02: Fakt ist der Amokläufer handelt am zehnten Juni-Zweißnfünfundzwanzigerlein.
00:38:07: das ergeben die Ermittlungen.
00:38:08: Dennoch kommt es direkt nach dem Amoklauf zu unzähligen Swattingfällen also Bomptendrohungen etwa gegen Schulen.
00:38:15: In Graz sind es alleine dreißig in der Woche nach dem Armoklauf.
00:38:19: Ein Fünfzehnjähriger wird festgenommen.
00:38:21: Zum Motiv gibt der fünfzehnjährige an, dass ein weiterer Jugendlicher ihn angestiftet hätte.
00:38:28: Wir stellen
00:38:28: fest das sich Netzwerke die sich der gesellschaftlichen Destabilisierung
00:38:32: oder dem Zusammenbruch verschrieben haben erkennen was dies ein sehr wirksames
00:38:36: Mittel ist
00:38:37: um die Gesellschaft
00:38:38: weiter zu destabilisieren
00:38:40: sobald eine akute Krise eingetreten ist.
00:38:42: Eine
00:38:42: Krise die sie vielleicht selbst ausgelöst haben oder die sie einfach nur befürworten
00:38:48: und
00:38:48: bejubeln.
00:38:49: Und diese Destabilisierung geht auch einige Monate nach
00:38:52: der Tat
00:38:53: weiter.
00:38:54: Angehörige der Opfer bekommen Briefe zugeschickt, angeblich von der Medizinischen Universität Graz.
00:39:00: In diesen Briefen wird behauptet es gäbe schwere Fehler bei der Obduktion des getöteten Amokläufers – die Brieffe sind eine Fälschung!
00:39:09: Es ist sehr wahrscheinlich,
00:39:10: dass diese Aktionen
00:39:11: mit derselben
00:39:12: Art von Crawling in der Community und gesellschaftlicher Destabilisierung
00:39:16: zusammenhängen wie sie bei den Swatting-Angriffen
00:39:19: nach dem Armuklauf zu beobachten waren.
00:39:21: Die Tatsache, das Sie sich gegen die Opfer und deren Familien richten lässt vermuten, dass sie Teil eines Versuchs sind – den Schmerz und die Verunsicherung, die durch den Armuklauf ausgelöst wurden noch zu
00:39:32: verstärken.".
00:39:33: Die Verfasser der Briefe konnten nicht ausgeforscht werden.
00:39:36: Die Ermittlungen wurden an die Wiener Staatsanwaltschaft übergeben und sind aktuell abgebrochen.
00:39:42: In diesem Fall
00:39:43: würde ich angesichts der überwältigenden
00:39:45: Beweislage hinsichtlich des Amoklaufs
00:39:47: und der Reaktionen
00:39:48: sowohl aus der Community
00:39:50: als auch aus Online-Schollnetzwerken sagen, dass es wahrscheinlich
00:39:54: ist das dies mit den COM Netzwerken zusammenhängt.
00:39:57: Was das bedeutet?
00:39:59: Nicht viel!
00:39:59: Denn genau das ist im Grunde
00:40:01: genommen ihre Vorgangsweise
00:40:03: Sie stürzen sich auf traumatische Ereignisse und besonders akute Momente der Not
00:40:08: Und verschlimmern
00:40:09: die Situation noch
00:40:11: Heute leider einfach
00:40:12: ein Teil des Internets.
00:40:16: Ende Mai, in Wien Bezirk-Landstrasse Ein damals zwanzigjähriger und eine vierzehnjährige Schleichen In einem mehrparteien Wohnhaus.
00:40:23: herum Einer Hausbewohnerin kommen die zwei hausfremden Jugendlichen komisch vor.
00:40:29: Sie sehen schlecht aus Und haben ein Seil dabei.
00:40:32: Um einundzwanzig Uhr fünfunddreißig Verständigt sie die Polizei.
00:40:36: Sie hat Angst dass etwas geplant sein könnte Zurecht.
00:40:41: Einsatzkräfte der Polizei und Berufsrettung Wien konnten die Jugendliche reanimieren.
00:40:46: Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht, liegt im künstlichen Tiefschlaf.
00:40:50: In der Vernehmung zeigte sich der zwanzigjährige geständig das Seil für den Suizidversuch besorgt zu haben nachdem ein vorhergehender Suizideversuch der Jugendlichen gescheitert sein soll.
00:41:00: Gegen den Schweden dessen Name der Redaktion bekannt ist und über den die Untersuchungshaft verhängt wurde wird nun wegen möglicher Mitwirkungen an der Selbsttötung ermittelt Ein Straftatbestand, der laut Präventionsmaterial des Bundeskriminalamtes typisch für kombizogene Verbrechen ist.
00:41:18: Darüber hinaus wird wegen schweren sexuellen Missbrauchs ermittelt.
00:41:22: Kennengelernt haben sich der bislang in Schweden unbescholtene Mann und das Mädchen bereits vor über zwei Jahren auf einer Online-Spielerplattform.
00:41:30: Die vierzehnjährige war zum Zeitpunkt des Vorfalls in einer WG fremd untergebracht – und in der Obhurt der Kinder und Jugendhilfe.
00:41:38: Wir kannten diesem Mann davor nicht.
00:41:41: Wir sind jetzt ganz stark bei dem Kind im Krankenhaus und schauen, dass wenn es entlassungsfähig wird das wir hier auch wieder einen guten Wohnplatz aufstellen wo sich das Kind dann gut erholen kann.
00:41:54: Ein psychisch vorbelastetes Kind ein möglicher sexueller Missbrauch Und eine Internetbekanntschaft die extra aus dem Ausland anreist um ein Kind beim Suizid zu unterstützen.
00:42:06: Das zusammengenommen wäre für mich ein starkes Signal dafür, dass die Strafverfolgungsbehörden beider
00:42:11: Länder dies weiter untersuchen
00:42:13: sollen.
00:42:14: Ob sie das tun oder nicht ist wiederum eine Frage
00:42:16: offener Ermittlungen über die Sie vielleicht
00:42:18: nicht immer sprechen
00:42:19: aber ich denke in diesem
00:42:21: Fall würde ich definitiv
00:42:22: die Möglichkeit im Betracht ziehen, dass dies möglicherweise mitkommen in Verbindung steht.
00:42:27: Was
00:42:27: mir in diesem Fall
00:42:28: Sorgen bereiten würde, ist dass dieser zwanzigjährige aus Schweden dies möglicherweise
00:42:33: auch anderen Personen
00:42:34: angetan hat oder an weiteren Selbstmorden beteiligt war.
00:42:38: Etwas worüber die Strafverfolgungsbehörden offenbar auch besorgt sind.
00:42:43: der Grund für die Verhängung der Untersuchungshaft ist nämlich eine mögliche Tatbegehungsgefahr.
00:42:49: Ob in diesem Fall des vierzehnjährigen Mädchens tatsächlich ein Bezug zu einem COM-Netzwerk besteht, das müssen die noch immer laufenden Ermittlungen zeigen.
00:42:58: Auch wenn das Gesamtbild
00:42:59: der Aktivitäten hier mit dem COM
00:43:01: übereinstimmt können wir ohne Hinweise
00:43:04: aus seinen sozialen
00:43:05: Medien oder Onlineaktivitäten
00:43:07: diese Zuordnung
00:43:08: untermauern nur sagen dass es so
00:43:10: aussieht als würde es passen.
00:43:12: aber wir haben keine Anhaltspunkte
00:43:14: um zu behaupten dass es tatsächlich so ist.
00:43:18: Seitens des Bundeskriminalamtes werden aktuell noch keine Fälle mit der Kommbezug offiziell bestätigt.
00:43:23: Derzeit wird bundesweit ein Lagebild angefertigt und es werden Bezüge zu der Komm überprüft.
00:43:29: Die Dunkelsiefer könnte laut Expertinnen jedenfalls hoch sein.
00:43:32: Wir nehmen sie nur immer zu wenig wahr, wenn sie passieren.
00:43:36: Sie werden dann schneller abgedannt.
00:43:39: Da reden sich vielleicht ein paar Jugendliche und hetzen sich da gegenseitig auf, und da ist der Blick darauf erst relativ neu, dass wir das Wahrnehmen dort hinsehen.
00:43:50: Deswegen glaube ich, dass viele Fälle bisher noch gar nicht erkannt
00:43:53: haben.".
00:44:03: Wie groß ist dieses Problem in Österreich?
00:44:05: Was können Eltern machen?
00:44:06: Was könnten wir als Gesellschaft machen um unsere Kinder davor zu schützen?
00:44:10: Das besprechen wir nach einer kurzen Pause.
00:44:14: Willkommen zurück bei unserem Pro- und Kontra-Spezial heute zum Thema internationales sadistische Netzwerke, die im Internet Kinder und Jugendliche anwerben, manipulieren.
00:44:32: Sie dann erpressen und zu grausamsten Straftaten zwingen.
00:44:36: Wie können wir unsere Kinder da verschützen?
00:44:38: Das besprechen wir gleich.
00:44:39: aber ich darf heute auch mit einer Frau sprechen, die zum Teil solche jugendlicher Strafverteidigerin vertritt Astrid Wagner.
00:44:47: sie hatten als Mandantin die Friedhofsmörderinnen Diese sogenannte Friedhofsmörderin, eine Vierzehnjährige, die auf einem Friedhof auf einer ihr völlig unbekannten Pensionistin achtzigmal eingestochen hat.
00:44:58: Wir haben es vorhin in unserer Reportage gehört.
00:45:00: Sie haben Heuer auch einen siebzehn-Jährigen vertreten der in der Steiermark in das Haus eines älteren Ehepaares eingebrochen ist.
00:45:09: Er hat auf beide Eingestochen, auf das Ältere Ehepau, auf beide Menschen eingestochten.
00:45:14: Der Mann ist noch am Ort verstorben.
00:45:17: Also später einvernommen wurde, hat er gesagt Es habe sich dabei einfach um Mordlust gehandelt.
00:45:22: Er habe als Motiv Mordlos genannt.
00:45:25: Welche Parallel sehen Sie zwischen diesen beiden Fällen?
00:45:29: Na ja, also im Prinzip die Parallele in beiden Fällen ist eben dieses unbegreifliche.
00:45:36: Wir haben jetzt kein eigentliches Motiv nicht wie bei Straftaten wo es eben um Raub geht und irgendein weitesten sind nachvollziehbares Motiv sondern sie sind tatsächlich der Ausdruck gefallen eben diese Lust am Töten.
00:45:55: Die Frage ist natürlich, woher kommt das?
00:45:58: Da muss ich schon sagen ... Es sind Parallelen.
00:46:02: Aber es sind trotzdem wieder ganz andere Fälle nicht.
00:46:05: Wir haben ja das vierzehnjährige Mädel jetzt auch gesehen im Beitrag, die er
00:46:10: fremd
00:46:11: untergebracht war.
00:46:13: Das sind also schon biografische Brüche, sag' ich mal vorhanden und die auch eingebettet waren.
00:46:20: Auch das ist irgendwie zu Sprache gekommen.
00:46:25: Nicht, also ein Dom ... Entschuldigung.
00:46:27: Konnitzwerk ja, konnte hier... ist nicht hervorgekommen.
00:46:33: Es wurden sämtliche Händedaten alles ausgewertet, aber auf jeden Fall hat es sich ausgetauscht.
00:46:42: Es war eine Gruppendynamik.
00:46:45: Sie war in einer Gruppe, wo man sich gegenseitig angestackt hatte?
00:46:49: Das ist ja gerade bei Jugendlichen immer so wesentlich.
00:46:54: diese Gruppendynamik und im weiteren Folge ist sie jetzt vorgekommen... Zum Zeitpunkt der Verhandlung war nur ihr Fall anhängig, aber es hat die Staatsanwaltschaft dann tatsächlich weiter ermittelt und ist jetzt so einer weiteren Anklage auch gegen ein vierzehnjähriges Mädchen gekommen.
00:47:12: Beide Blutjungen, ein vierzenjähriges Mädchen soll sie psychologisch dabei unterstützt haben dieser Taten zu begehen?
00:47:19: Deshalb weiß ich in der Ver Handlung vor einigen Wochen hergesagt hat bestärkt gefühlt hätte.
00:47:28: Aber das wird natürlich zu hinterfragen sein, weil der psychologische Tatbeitrag sehr streng geprüft
00:47:34: wird.".
00:47:54: zeigt die jetzt irgendein Schulbewusstsein ist?
00:47:56: Hat er einen Koppelung stattgefunden und sagt, oh mein Gott was habe ich getan?
00:48:00: oder ist es sehr schwer hier Reue herauszulocken bei diesen Jugendlichen.
00:48:05: Dieses Mädchen ist so verletzt sage ich jetzt einmal ja Sie wollte sich auch mehrfach selbst töten, nicht?
00:48:12: Also wie ich sie das erste Mal gesehen habe muss ich ehrlich sagen.
00:48:15: Das war wirklich ein fast erschreckender Anblick, weil es ist ja dann auch in einer Spezialzelle untergebracht gewesen, streng beobachtet und sie ist also wirklich eine ganze Körperwahl geritzt, die Oberschenkel.
00:48:28: D.h.,
00:48:29: das Medaille ist wirklich so mit sich selbst noch beschäftigt.
00:48:33: Es ist ja auch sehr ehrlich natürlich... schon langsam.
00:48:38: Sie bekommt jetzt eine Therapie und sie setzt sich natürlich damit auseinander, auch das siebzehnjährige, dass es ja Menschen waren die sie da gedötet haben, die ihr leben wollten, die auch eben eine Zukunft für sich noch gesehen haben.
00:48:53: Das wird schon langsam.
00:48:55: aber das Problem ist, dass diese ganz jungen Menschen noch sehr mit sich selbst beschäftigt sind Und das natürlich nicht von heute auf morgen geht, es wird eine langjährige Therapie hererfordern.
00:49:07: Herr Leichtfried jetzt haben wir in unseren Beiträgen mehrere internationale Expertinnen und Experten gehört die sagen bei einigen Fällen ist ziemlich eindeutig dass da einen Kommen-Netzwerk oder etwas Verwandtes mit einem Kommen Netzwerk im Hintergrund steht.
00:49:20: können Sie uns das von Seiten von Behörden Seite bestätigen dass es solche Fälle in Österreich gibt?
00:49:26: Ich möchte zuerst vielleicht generell sagen, wir leben in Österreich schon länger.
00:49:31: Angriffe auf unsere Kinder und Jugendlichen.
00:49:36: Insbesondere auf Menschen die in möglicherweise schwierigeren Lebensumstände sind Und das ist ein Phänomen.
00:49:45: Das hat an sich begonnen mit den bereits bekannten Extremismusströmungen Rechtsextremismus, Islamistische Extremismus.
00:49:55: Da wurden gezielte Kinder bei uns in Österreich in ihren Kinderzimmern über das Internet des Formuliers so global angegriffen und zu Versuch zur Extremisten zu erziehen.
00:50:09: Das war sehr erfolgreich Leider sehr erfolgreich muss man sagen.
00:50:13: Die Menschen die radikalisiert werden In diesem Bereich werden immer jünger.
00:50:21: Man sitzt zum Beispiel bei der Zahl der Hochrisikogefährder, beim Altersdurchschnitt der Hochriskogefärder.
00:50:27: Es ist von ungefähr dreißig auf knapp über zwanzig zurückgegangen.
00:50:31: D.h.,
00:50:32: es werden elf zwölfjährige Kinder radikalisiert und zu extremistischen Handlungen gebracht am Ende.
00:50:40: Das ist ein Phänomen, das gibt schon länger.
00:50:44: Dann ist dazugekommen auch ... Bissle neu, aber nicht mehr so neu eine Welle von Frauenhass im Internet wo insbesondere Frauen in der Öffentlichkeit angegriffen werden mit dem Ziel sie Mund tot zu machen.
00:51:00: Journalistinnen und Politikerinnen auch Sportlerinnen.
00:51:04: Und inzwischen ist relativ klar dass das auch eine extremistische Strömung ist weil es auch ein Angriff auf die Demokratie, auf die Pressefreiheit ist.
00:51:12: Das Phänomen, über das wir jetzt sprechen ist für die Behörden nicht mehr so neu.
00:51:18: Aber doch noch relativ neu und ist etwas, was natürlich vor neuen Herausforderungen stellt... Gibt
00:51:27: es bestehende Fälle?
00:51:28: Wo Sie sagen, dass hat eine Zusammenhang mit kommenden Netzwerken?
00:51:32: Weil auch sehr oft Einzelpersönlichkeiten dahinterstehen, die vielleicht doch vernetzt sind aber nicht mehr diesen Organisationsrahmen haben wie klassische Ideologien.
00:51:42: Es ist auch die Ideologie weg.
00:51:44: Es geht nur mehr um pure Gewaltausübung, teilweise um Burensatismus.
00:51:50: Ob es diese Fälle in Österreich schon behördlich erfasst gibt, möchte ich nicht kommentieren.
00:51:57: Weil das natürlich auch Auswirkungen auf laufende Ermittlungen haben kann.
00:52:01: Können Sie eine Größenordnung nennen, wie groß das Problem in Österreich ist?
00:52:04: Ich frage sie auch deshalb weil sie sich ja entschlossen haben oder weil österreichische Behörden sich entschlossen habe einen Brief an alle Eltern von Schulkindern in Österreich zu verschicken wo aufgeklärt wird über diese Netzwerke wo Handlungsanleitungen drinnen stehen über die wir übrigens in der Sendung noch genau sprechen werden Wie man Kindertau verschützen kann wie man sich als Elternteil Das scheint, das deutet schon ein bisschen darauf hin.
00:52:30: Dass Sie eine Gefahrenlage hier sehen können?
00:52:33: Eine Größenordnung nennen für Österreich?
00:52:35: Was ich sagen kann ist dass sowohl der Verfassungsschutz als auch des Bundeskriminalamts gemeinsam eine Arbeitsgruppe zu diesem Thema, es ist auch im Beitrag vorgekommen gegründet haben.
00:52:46: Das Phänomen ist sowohl den Bundeskliminalamt und der DSN sehr bewusst.
00:52:54: Es gibt auch Erhebungen in diesem Bereich.
00:52:57: Genaue Zahlen möchte ich aber nicht nennen, sondern es ist wichtig darauf zu reagieren und das ist einerseits Reaktion der Behörde.
00:53:06: Das kann bis zur robusten Behördenmaßnahmen führen.
00:53:10: Das Zweite, was auch ganz wichtig ist und das ist auch mit dieser Aussendung passiert, ist Prävention.
00:53:17: Dass sowohl Kinder als auch Eltern, Lehrer, Freundinnen und Freunde sensibler mit der Situation umgehen.
00:53:24: Je früher erkennt, dass da etwas passiert, desto wichtiger ist es.
00:53:29: Und dass auch das Bewusstsein da ist, dass jedes Suchen nach Hilfe die Situation nur verbessern kann.
00:53:37: Es ist auch ganz, ganz wichtig.
00:53:39: Wer immer betroffen ist, hilft versuchen.
00:53:41: Das hilft auf jeden Fall.
00:53:43: und das Dritte ist ... Und es hat auch Frau Doktor angesprochen die Frage was ist nachher?
00:53:50: Wie kommt man da wieder heraus wenn man in so einer Situation ist?
00:53:54: und auch das ist etwas ganz ganz wichtiges.
00:53:59: Derorismus-Bereich, die Theoretikalisierung und in diesem Bereich wird es wahrscheinlich eine große Anzahl von anderen Maßnahmen brauchen.
00:54:06: Jetzt haben wir hier, weil Sie gerade gemeint hat, die Bewusstseinsbildung sei so wichtig ist.
00:54:10: Wir sind aber echt in einer Zwickmühle!
00:54:11: Denn es geht ja bei diesen Taten – sie haben es jetzt gerade beide ganz gut erklärt – um keine Ideologie, um kein ... Glauben, den man damit verteidigen will.
00:54:22: Es geht um keine Emotionen wie Rache!
00:54:25: Es geht nicht um Geldgier.
00:54:26: beide Täterinnen über die wir gesprochen haben.
00:54:29: Haben weder irgendeine Handtasche mitgehen lassen von ihren Opfern oder irgendwas aus den Wohnungen entwendet?
00:54:34: Es geht wirklich um die Gewalt und der Gewaltwillen aber es geht auch um Anerkennung in der Gruppe.
00:54:40: Wenn wir da jetzt so groß und breit darüber sprechen ist das ja wieder Punkt für mögliche TäterInnen und Täter.
00:54:48: Wir haben lange überlegt, wann ist der Punkt um ein Warnen zu sollen.
00:54:51: Ich glaube trotzdem das es wichtiger ist dass wir darüber sprechen, dass es das Phänomen gibt weil die Gefahr ist, dass man das nicht wahrnimmt.
00:54:58: Wir sind noch viel zu sehr in dieser Unterscheidung.
00:55:02: das richtige Leben, aber für Jugendliche und Kinder ist ganz viel Sozialleben bereits online.
00:55:08: Und dieses Wahrnehmen mit was kommen die in Kontakt?
00:55:12: Wir würden unsere Kinder ja gerne schützen und haben den Blick immer noch sehr stark.
00:55:16: wenn sie hinausgehen müssen wir sie schützen, wenn sie Fahrrad fahren müssen wir sich schützen.
00:55:20: Aber Internet das ist der wilde Westen.
00:55:24: also da ist alles möglich.
00:55:25: Da ist derzeit auch noch Kaum irgendein Schutz da.
00:55:29: Und wir haben nur das Bewusstsein für die Gefahren, die da sind.
00:55:33: Wir sind noch geschweige denn die Schutzmaßnahmen und das ist jetzt sehr wichtig darauf hinzuweisen Eltern darauf hin zu weisen und auch Kinder und Jugendlichen so sagen du bist vielleicht nicht alleine Das passiert auch anderen.
00:55:44: ganz viele Kinder werden da vielleicht angeschrieben und pass auf wenn dich irgendjemand anredet und die meinen das vielleicht anscheinend gut mit dir.
00:55:51: dass Klingt am Anfang gut, aber sobald du dich nicht wohlfühlst, geht es um Erwachsenen.
00:55:57: Noch genauer wird Kundula Geigen das in Kürze in dieser Sendung besprechen, wie man Kinder genau davor schützen kann.
00:56:04: Jetzt schauen wir uns erst einmal an, wie ermittelt man solche Fälle?
00:56:07: Wie kommt man denn in solche Netzwerke rein?
00:56:11: Magdalena Puntz und Dominik Schaden sind zu den obersten Ermittlern Europas gefahren.
00:56:22: Den Haag Niederlande.
00:56:23: Hier sitzt Europas zentrale Polizeidrehscheibe im Kampf gegen Terrorismus, das European Counter-Terrorism Center kurz ECTC.
00:56:33: Von hier aus laufen im Kampf ging eines der gefährlichsten Online-Netzwerke der Gegenwart die Fäden zusammen.
00:56:40: Ermittlerinnen arbeiten hier an Fällen, die oft als einzelne scheinbeisulierte Taten beginnen – ein Suizidversuch eine Sachbeschädigung Tierquillereien.
00:56:50: Doch dahinter verstecken sich immer öfter Verbrechen, angeleitet durch der Komm.
00:56:56: Hier treffe ich Annas Jöberg.
00:56:57: Sie leitet bei Europol die Abteilung für Terrorismusbekämpfung.
00:57:01: Das Zentrum unterstützt Polizeibehörden in ganz Europa verbindet Informationen koordinierter Mittlungen über Ländergrenzen hinweg.
00:57:11: Im Grunde hat alles im Jahr zwentzwanzig begonnen, als wir von den Mitgliedstaaten Fälle zu dieser Art von Aktivitäten erhalten haben.
00:57:19: Seither verzeichnen wie ein wachsendes Aufkommen an Meldungen aus verschiedenen Mitglied Staaten innerhalb Europas aber auch von außerhalb.
00:57:26: Hier bei Europa nimmt man das Phänomen Kom sehr ernst.
00:57:32: Es ist gefährlich.
00:57:33: es ist äußerst besorgniserregend weil diese Gruppen gezielt auf schutzbedürftige Menschen in unsere Gesellschaft abzielen.
00:57:40: Das Bestreden, den gesellschaftlichen Zusammenbruch zu beschleunigen stellt ein Risiko für unsere Gesellschaft und die öffentliche Sicherheit dar.
00:57:51: Diese Gruppierungen sind zudem in verschiedenste kriminelle Aktivitäten verwickelt, seien es willkürliche Messerangriffe, Amokläufe an Schulen oder andere Straftaten, Im Netzwerk COM geht es um Macht und Anerkennung.
00:58:11: Die Täter sprechen hier von Cloud, also Room & Status.
00:58:15: Wer besonders viele Opfer kontrolliert oder besonders grausame Taten dokumentiert
00:58:20: steigt
00:58:21: in der Hierarchie auf.
00:58:22: Ich will wissen wer sind die Täter?
00:58:28: Es ist schwierig, ein genaues Profil der Täter zu erstellen.
00:58:31: Wir beobachten dass sich einige dieser Jugendlichen sozial zurückziehen.
00:58:35: sie haben im echten Leben nur wenige Freunde.
00:58:38: tatsächlich bewegt sich diese Generation jedoch vorwiegend im Internet.
00:58:42: daher lässt sich kaum sagen das es ein spezifisches Profil für die Jugendlichen gibt die dieses Straftaten begehen.
00:58:49: wir stellen seit einigen Jahren fest dass die meisten täter zwischen zwölf und acht zehn Jahre alt sind wobei einige auch älter sind und dass es sich überwiegend um männliche Jugendliche handelt.
00:59:00: Mehr lässt sich über das Profil zum jetzigen Zeitpunkt kaum
00:59:03: sagen.".
00:59:06: Die Taten bleiben nicht zwingend online, denn kommen fast laut Europol drei miteinander verbundene Bereiche.
00:59:13: Da ist zunächst die Cyberkriminalität – klassisches Hacking der Einsatz von Erpressersoftware oder der Diebstahl personenbezogener Daten.
00:59:23: Diese Informationen können dann genutzt werden, um Menschen zu erpressen.
00:59:27: Etwa zur Herstellung von Kindesmissbrauchsmaterial für Sextorschen, zur Selbstverletzung bis hin zum Suizidz aber auch zur Tierkühlerei und Ähnlichem.
00:59:42: Und schließlich gibt es noch die Offline-Aktivitäten.
00:59:45: Angriffe in der realen Welt, Amokläufe an Schulen, willkürliche Übergriffe auf Passanten auf der Straße und andere Formen kriminellen Verhaltens.
00:59:58: Europol beschreibt dieses Prinzip als Gamification.
01:00:01: Gewalt wird behandelt wie ein Spiel.
01:00:04: Wer Teil einer Kommgruppe sein will, muss sich mit Straf- oder Gewalttaten beweisen Wie diese Liste aus dem Forschungsbericht des Deutschen Zemas Instituts belegt.
01:00:14: Aber auch Opfer werden zu kriminellen Handlungen gezwungen müssen davon Fotos und Videos anfertigen Und an ihre Peiniger schicken.
01:00:22: Diese sammeln sie wie Trophäen erzählt uns eine Ermittlerin.
01:00:26: Sie muss anonym bleiben.
01:00:29: Sie wollen ihren Allias so groß wie möglich aufbauen, mit so vielen Opfern und so vielen damit verknüpften Straftaten wie nur irgend möglich.
01:00:37: Ihr oberstes Ziel ist es der Beste in der Community zu sein – derjenige dem die grausamsten Taten zugeschrieben
01:00:44: werden.".
01:00:45: Von welchen Straftatten sprechen wir?
01:00:48: Das Spektrum reicht vom Aufschneidende Handgelenke oder dem Einritzen des Namens, des eigenen Groomers in den Körper.
01:00:55: Aber auch über sexuelle Handlungen im Internet oder im Livestream vor den Augen einer bestimmten Gruppe bis hin zu Straftaten im echten Leben.
01:01:03: Etwa Reifen zerstechen das Einwerfen von Fensterscheiben mit Ziegelsteinen, Brandstiftung, Graffiti... Das Töten von Katzen oder das Quellen von Tieren in einem Livestream bis hin zum Suizid, Tötungsdilikten und Messerangreifen in der Realität.
01:01:22: In dieser Community ist also jeder erdenkliche Straftat
01:01:25: möglich.".
01:01:29: Die Täter agieren über Ländergrenzen hinaus und um genau diese Verbindungen sichtbar zu machen, hat Europol das Projekt KOMPAS gestartet.
01:01:38: Ermittlerinnen und Ermittlers aus verschiedenen Ländern bringen Fälle, Namen, Accounts und digitale Spuren zusammen Das Ziel, Opfer so früh wie möglich zu schützen und Täter zu identifizieren bevor es zu spät ist.
01:01:52: Wie schnell das gehen muss, zeigt ein Fall der von Europol bearbeitet wurde.
01:01:56: Während eines gemeinsamen Datenaustauschs mit mehreren Staaten wird Europol über einen live gestreamten Suizidversuch informiert.
01:02:07: Ich habe ein Beispiel von einem Feuerwehrmann mit dem wir in Kontakt standen um Aufklärungsschulungen durchzuführen.
01:02:13: Er kam zu einem Einsatzort an dem ein minderjähriger Versuch der Suizide zu begehen.
01:02:19: Er erkannte, dass der Jugendliche gerade mit seinem Groomer telefonierte, der ihn zu diesem Suizidversuch gedrängt hatte.
01:02:26: Als der Feuerwehrmann begriff, das ein Zusammenhang mit der Komm-Community bestand, konnte er auf den Jugendlichen einwirken und ihm davon überzeugen, den Suizide nicht zu begehen.
01:02:38: Bei Europol sieht man, dass Opfer und Täter immer jünger werden Und wir sprechen hier zum Teil von Opfern, die erst acht Jahre alt sind und in dieser Community aktiv sind.
01:02:49: Manche Täter sind teilweise noch nicht einmal strafmündig.
01:02:53: Es zeigt sich auch Die Grenze zwischen Opfer und Täter verschwimmt.
01:02:57: Wer zuerst manipuliert wird kann später gezwungen werden selbst neue Opfer zu suchen.
01:03:06: Opfern wurde eingetrichtert was Gewalt ist und was als Norm beziehungsweise als Gewalt gilt.
01:03:12: Daher erwarten sie dieses Verhalten oft auch von ihren Freunden und werden so selbst zu Tätern.
01:03:18: Manchmal müssen Sie sich zudem Opfer suchen, um Ihrem Groomer zu beweisen dass sie das gute Opfer sind.
01:03:25: Die Ermittlerinnen arbeiten tief in der Materie.
01:03:27: Sie recherchieren innerhalb der Gruppen und sehen hier Bilder und Videos die kaum aushaltbar sind.
01:03:33: Es sind auf Verbrechen an Kindern Begangen von Kindern.
01:03:38: Wir haben Mädchen gesehen, die Online-Sexuelle Handlungen mit verschiedenen Gegenständen vollziehen.
01:03:43: Wir haben gesehen wie sie Bleichmittel trinken.
01:03:46: wir haben gesehen Wie Sie sich mit Rasierklingen Schnittverletzungen zufügen?
01:03:50: Wir Haben gesehen, wie sie Rassierklingeln schlucken.
01:03:53: Ich kann mir das alles eigentlich gar nicht vorstellen aber genau das sind Die Dinge die wir in der Datenbank sehen.
01:03:59: Der Mittlerin gibt tiefe Einblicke in ihre Arbeit.
01:04:02: Begleitet wird diese von speziellen Psychologinnen denn schnell wird klar In diesem Job muss man viel aushalten.
01:04:12: Ja, es ist hart das mit anzusehen aber wir müssen im Livestream bleiben um so viele Details wie möglich von allen Beteiligten zu erfassen Um jeden einzelnen zu identifizieren und zu lokalisieren.
01:04:23: Wir müssen also weiter zusehen.
01:04:26: Normalerweise heißt es, man soll sich solche Aufnahmen beim ersten Mal nur klein in schwarz-weiß und ohne Ton ansehen.
01:04:32: Aber bei einem Livestream geht das nicht!
01:04:36: Man muss auf jedes Detail achten – deshalb sind wir hier wirklich aufeinander angewiesen Und wir wechseln uns manchmal ab um kurz durch zu atmen und frische Luft zu schnappen.
01:04:46: Dass diese Bilder selbst für erfahrene Ermittlerinnen schwer auszuhalten sind, sprengt meine Vorstellungskraft.
01:04:52: Was diese Bilder erst bei Kindern und Jugendlichen auslösen müssen.
01:04:56: Nach meinen Gesprächen bei Europol kontaktiere ich meinen Recherche-Kollegen Dominik.
01:05:00: Hallo Dominic!
01:05:02: Was wir hier gehört haben verändert den Blick auf scheinbar isolierte Taten.
01:05:07: Nicht jeder Suizidversuch nicht jede Gewalt tat Und nicht jeder Übergriff ist bloß ein Einzelfall.
01:05:13: Dahinter kann ein digitales Netzwerk stehen dass Minderjährige gezielt sucht, manipuliert und in die Gewalt hineinzieht.
01:05:21: Die von uns recherchierten Fälle in Österreich zeigen jedenfalls Hinweise darauf das ein Netzwerk im Hintergrund die Fäden ziehen könnte.
01:05:30: Auch Österreich ist Teil des Projekts Kompass und arbeitet mit Europol rund um die Komm eng zusammen.
01:05:36: Auf die Einzelheiten der Fälle kann ich zwar nicht eingehen, aber die Zusammenarbeit mit Österreich ist sehr gut.
01:05:42: Wir waren dafür sehr dankbar, aber wie bereits erwähnt es handelt sich um ein globales Phänomen von dem kein Land ausgenommen
01:05:49: ist.".
01:05:50: Der KOM ist schwer zu fassen weil die Gruppen, die Plattformen und auch die Täter ständig ihre Identitäten wechseln.
01:05:57: doch man konnte mit dem Projekt Kompass schon Erfolge verzeichnen.
01:06:04: In weniger als einem Jahr haben wir gemeinsam mit den Mitgliedstaaten fast hundred-achtzig Täter identifiziert, was zu rund dreißig Festnahmen führte.
01:06:14: Zudem haben wir mindestens neun Opfer vor einer unmittelbaren Lebensgefahr bewahrt.
01:06:19: Das alles ist wie gesagt in weniger als einem Jahr geschehen.
01:06:23: Es gibt noch viel zu tun.
01:06:27: Für Europol ist klar, Polizeiarbeit allein reicht nicht.
01:06:31: Es braucht Plattformen, Schulen Eltern und mehr digitale Aufklärung damit aus dem nächsten Chat nicht das nächste Opfer wird.
01:06:41: Eltern können so besser verstehen in welche Situation ihre Kinder online hineingezogen werden könnten und wo sie Hilfe finden.
01:06:48: Auch im Hinblick auf die digitale Kompetenz ist es wichtig, Widerstandsfähigkeit zu fördern.
01:06:53: Etwa indem man vermittelt wie man sich verhalten sollte wenn man online auf solche Plattformen oder Kontaktversuche stößt oder wie Algorithmen zur Verstärkung von Inhalten funktionieren.
01:07:07: All
01:07:08: das ist von großer Bedeutung, deshalb halten wir es für wichtig über dieses Thema zu reden und das Bewusstsein dafür zu schärfen.
01:07:18: Wir müssen sicherstellen dass alle Informationen die richtigen Personen erreichen.
01:07:23: als Strafverfolgungsbehörde können wir das nicht allein bewältigen Herr Staatssekretär, ein wesentliches Problem haben wir da jetzt aufgezeigt bekommen von den Ermittlerinnen
01:07:44: die
01:07:44: Anwerbung von Opfern für diese kommenden Netzwerke.
01:07:47: Die findet mehr oder weniger im offenen Internet-Start auf Roblox, auf dieser Gaming-Plattform, auf Social Media-Platformen aber dann werden die Kinder und Jugendlichen ja eingeladen auf verschlüsselte Kanäle – auf Discord und Co.
01:08:01: Was bedeutet das für die Ermittlerninnen?
01:08:04: Wie kommt man dann ran an diese Netzwerken?
01:08:07: Wie bei all diesen Fällen ist einmal die internationale und die zwischenbehördliche Zusammenarbeit ganz, ganz wesentlich.
01:08:15: So können Informationen in diesem Bereich gesammelt und konzentriert werden.
01:08:19: wie schon vorher erwähnt gibt es jetzt in Österreich eine gemeinsame Arbeitsgruppe zwischen der DSN und dem Bundespolizei in diesem Fall Und das ist einmal das erste, was zu geschehen hat.
01:08:36: Dann braucht es die internationale Kooperation weil viele dieser Informationen kommen auch aus internationalen Quellen und Aufgabe in Österreich der Behörden ist es dann diese Dinge zusammenzuführen und aufgrund dieser Informationen mit Ermittlungen zu beginnen.
01:08:53: Diese Ermittlung finden dann selbstverständlich im Internet statt.
01:08:59: Das beginnt mit O-Send Informationen, also die frei verfügbar sind.
01:09:04: Hier wird schon ständig geschaut was passiert hier und natürlich dann auch mit konkreten Ermittlungen von Personen, von Beamtinnen und Beamten auf Internet Ebene um hier zu weiteren Informationen zu kommen.
01:09:22: Wichtig dabei ist das gilt für alle Ermittlungen auf dieser Ebene, dass sich österreichische Polizistinnen und Polizisten selbstverständlich an österreichischen Gesetze zu halten haben bei diesen Ermittlungen.
01:09:35: Haben Sie dazu wenig rechtliche Handhabe?
01:09:38: Man kann ja in dieser Netze nicht so einfach
01:09:41: einsteigen.
01:09:42: Die rechtliche handhaber betrifft ist es immer eine schwierige Balance.
01:09:46: Wir haben diese Diskussion bei der Gefährderüberwachung-Debatte erlebt wo sie jetzt eine Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof gibt und ich davon ausgehe, dass es hier bald ein Urteil des Verfassungsgerichtshofs gibt.
01:09:59: Da geht's darum das die DSN in Zukunft in der Lage sein soll, in verschlüsselte Kommunikation hinein hören zu können und mitlesen zu können.
01:10:10: Nämlich
01:10:11: bevor etwas passiert ist.
01:10:13: Es
01:10:13: ist ein wesentlicher Bestandteil da.
01:10:15: Antiterrormittlungen wird es sein um einzugreifen bevor was passiert.
01:10:23: Das hakt ich jetzt in diesem Fall an die Terror-Ermittlungen für wesentlich und richtig.
01:10:28: Jetzt muss man dann einmal schauen, was der Verfassungsgericht so oft dazu sagt.
01:10:32: Und dann muss man die Situation beurteilen.
01:10:35: Aber ich glaube das, was jetzt schon geschehen kann, dass geschieht auch.
01:10:41: Wie gesagt ein wesentlicher Bestandteil ist die internationale Zusammenarbeit.
01:10:45: wo viele Informationen kommen hilft schon sehr.
01:10:49: Aber, wenn ich auch was dazu fühle ... Man muss natürlich auch da wieder in der Prävention denken und es ist schon so, dass sehr viele Erstkontakte in diesem Bereich über die sogenannten sozialen Medien stattfinden.
01:11:04: Und das, was gerade geschieht diese Altersgrenze im Bereich sozialer Medien, die wird jetzt festgelegt, hilft das sicher sehr.
01:11:12: Der nächste Schritt müsste sein, dass es sowas wie demokratische Kontrolle von Algorithmen gibt.
01:11:17: Okay, dazu kommen wir noch in der Sendung.
01:11:19: Aber ich bleibe jetzt mal kurz auf der Ermittler-Ebene nicht weil die Netzwerke existieren.
01:11:24: es werden dazu auch immer neu hin angeworben egal wie viel wir aufklären und man kann ja als Ermittlerin sich also nicht einfach als Informantin einschleusen weil's da ja Aufnahmetests gibt oder?
01:11:34: Also man kann nicht einfach sagen Hallo!
01:11:36: Auch ich interessiere mich für Gewalt Ich bitte nimm' dich an ein Komnetzwerk auf sondern man muss ja in Vorlage gehen.
01:11:42: Frau Schiessner Genau diese Netzwerken, die Gruppen kommen nur hinein wenn man selber Weiltaten hoch lädt.
01:11:47: Man kriegt irgendeine Aufgabe, das kann jetzt auch Wanderlismus sein ein Autofenster einzuschlagen und es muss immer gefilmt und draufgeladen werden.
01:11:56: Dadurch sind einerseits die Personen, die drinnen sind natürlich wieder erpressbar aber es ist auch schwierig da verdeckt zu ermitteln weil eben immer auch irgendwie... Es gibt als ein Punktesystem sogar was man da einbringt und innerhalb der Gruppe wird man dann danach beurteilt wie schlimm die Taten sind.
01:12:15: Aber ohne das kommt man nicht hinein.
01:12:18: Wie geht man also mittlerhin
01:12:19: damit um?
01:12:20: Mit dieser Tatsache, dass man sich nicht glaubwürdig einschleusen kann in so ein Netzwerk.
01:12:25: Dieses Hochkommaproblem gibt es ja bei allen digitalen Ermittlungen, sei's im Rechtsextremismus-Bereich oder im islamistischen Bereich... Frauenhass und eben auch unsere Ermittlerinnen haben schon Möglichkeiten, damit umzugehen.
01:12:43: Im Rahmen unserer Rechtsordnung.
01:12:44: selbstverständlich möchte ich jetzt aber nicht erzählen.
01:12:49: Was können wir eigentlich tun?
01:12:52: Unsere Kinder, unsere Patenkindre unsern Nichten und Neffen zu schützen vor diesen Gefahren.
01:12:57: Gundola Geigeinger begrüßt gleich ihr Expertinnen-Pendl den Aufschlag machen davor wie der Magdalena Punz und Dominic Schaden an meine Gäste hier im Studio sage ich danke für ihre Expertise Danke fürs Bewusstmachen dieses Problems Dankeschön dass sie heute hier waren.
01:13:12: jetzt ist wieder Dominik Schaden am Wort gemeinsam mit Magdalina Punz.
01:13:18: ehrlich gesagt Dass er noch hier ist, ist ein absolutes Wunder.
01:13:21: Und viele andere Eltern hatten nicht so viel Glück.
01:13:27: Kinder und Jugendliche wachsen heute online auf Die Grenzen zur realen Welt verschwimmen.
01:13:32: Wir sehen da auch das Problem, dass Freundschaften der Zugang dazu verändert wird in meiner Wahrnehmung Also dass ich eben zum Beispiel sage Freund, den ich auf Insta-Kennen gelernt habe.
01:13:49: Das wird dann gleichgesetzt mit jemanden aus der Schule
01:13:52: kenne.".
01:13:54: Selbstschmierereien auf Spielplätzen haben Onlinebezug – sie dienen mittlerweile als Werbeflächen für Account im Internet.
01:14:02: Die Folgen des Ausgibigen online Konsums für die Psyche sind messbar.
01:14:16: Mehrstündiger und den Konsum am Tag doch deutlich mit verschiedenen psychiatrischen Erkrankungen korreliert.
01:14:22: Doch nicht jedes Kind ist gleich gefährdet, in die Fänge radikaler Online-Satisten-Netzwerke zu gelangen.
01:14:28: Manche Jugendliche sind für Täter ihnen schwerer zu erreichen als andere.
01:14:34: Also jemand der im Sportverein ist, gleichzeitig ein Musikinstrument spielt in einer Band und wird in der Regel nicht abfahrt von solchen Geschichten.
01:14:44: Es ist, dass über ein normales Maß hinausgehende
01:14:50: Fehlen
01:14:50: einer Ich-Identität.
01:14:52: Die so
01:14:52: gar nicht wissen
01:14:54: wer sie sind.
01:14:55: und das sind grundsätzlich die Wundererwelten.
01:14:58: Einer dieser Kinder ist Ari.
01:15:00: Dana Grooser musste miterleben wie ihr Sohn als vierzehnjähriger in die Fänge der Komgruppe seven six four gelangt.
01:15:13: Er wandelte sich von einem fröhlichen, albernen und ziemlich extrovertierten Kind mit vielen verschiedenen Interessen.
01:15:19: Und machte eine völlige Kehrtwende.
01:15:24: Er war
01:15:24: sehr düster drauf, hatte eine sehr düstere Weltsicht und war extrem depressiv in den letzten drei bis vier Monaten sogar so schwer das Suizidgedanken im Spiel waren.
01:15:36: Als sie ein Messer beim Finder, zieht sie die Reißleine und bringt ihn ins Krankenhaus.
01:15:44: Als ich ihn ins Krankenhaus brachte wusste ich nicht in welchem Ausmaß er sich selbst Verletzungen zugefügt
01:15:49: hatte.
01:15:50: Im medizinischen Bericht wurde jedoch vermerkt dass er am gesamten Oberkörper sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite zahlreiche Schnittverletzung aufwäs.
01:15:58: Zudem wurde festgehalten, dass einige dieser Schnittwunden die bleibenden
01:16:02: Narben
01:16:02: hinterlassen.
01:16:03: Die Form von Anarchiesymbolen hatten.
01:16:06: Vom FBI erfährt sie Ari ist seit Monaten Opfer des Kommennetzwerkes.
01:16:12: Genau wie im Fall von Ari finden die Täter ihre Opfer vermeintlich unbedenklich in Plattformen Wo Eltern oft Das Gefühl haben, dem Kind kann nichts passieren.
01:16:22: Weil es sich ab Drehanfall gegeben.
01:16:24: Dass ich da im Jet aber oft kriminelle Kräfte herumtreiben, das fehlt uns noch ein bisschen im Verständnis.
01:16:30: Gerade Eltern, die sehr bemüht sind versuchen vielleicht ihre Kinder zu schützen indem sie spezielle Kinder WhatsApp und ähnliche Sachen installieren.
01:16:38: keine gute Idee.
01:16:39: wie gesagt Täter und Täterinnen sind immer schneller dort wo Kinder sind als
01:16:45: andere Erwachsene.
01:16:47: Wichtig ist bereits, früh den Online-Konsum seiner Kinder zu reglementieren.
01:16:51: Auch das kann eine abschreckende Wirkung haben!
01:16:54: Nicht immer steckt hinter einer Veränderung im Verhalten der Kinder und Jugendlichen gleich ein Online-Satisten-Netzwerk.
01:17:00: Dennoch gibt es Anzeichen...
01:17:02: Es ist natürlich wahnsinnig schwer zu beurteilen nicht gerade für Eltern weil Jugendliche ja sowieso rein als Entwicklungsaufgabe sich abwenden von den Eltern und sowieso sich ein bisschen abschotten müssen zuwenden.
01:17:19: Es ist bei
01:17:19: Jugendlichen, die
01:17:21: so etwas hineinkippen dann meistens noch etwas sehr Geheimnisvolles dabei.
01:17:25: also da wird auch was versteckt Wenn irgendwelche Anzeichen von Selbstverletzung sichtbar sind wenn es sehr stark der Freundeskreis sich aber ändert Grundsätzlich auch generell wenn Geschwisterkinder oder Haustiere Angst vor dem Kind
01:17:42: haben.
01:17:43: Je tiefer die Kinder in dieses System geraten, desto schwieriger wird der Ausstieg.
01:17:48: Die Scham wird zur Waffe der Täter
01:17:53: erinnern.".
01:18:11: Was sind das für Leute?
01:18:13: Ich lade dich mal ein.
01:18:14: Und wenn es nicht möglich ist, oder ich sage, ich treff die immer nur online, dann setze ich mich mal zum Computerspiel
01:18:19: dazu.".
01:18:20: Wir würden ja unsere Kinder auch nicht in der Stadt hinaus schicken und sagen, hab Spaß, komm am Abend wieder!
01:18:26: Sondern wir würden da aussehen mit wem haben die Kontakt?
01:18:29: was tun die
01:18:29: da?!
01:18:30: Und das tun wir aber ganz selten, was das Online-Leben betrifft.
01:18:34: Das heißt wirklich sie hinzusetzen und sagen was schaust du dir da
01:18:36: an?".
01:18:39: Entscheidend ist dabei vor allem eins das Kind darf keine Angst vor Konsequenzen haben.
01:18:49: Wir waren also in diesem Zimmer einer stationären Einrichtung und ich sagte zu ihm, hör zu.
01:18:54: Das ist nicht deine Schuld!
01:18:55: Du hast keinen Ärger zu befürchten Aber womöglich bist du online etwas verwickelt das wirklich gefährlich ist Und wir müssen sicherstellen dass du in Sicherheit bist.
01:19:03: Wenn du mir irgendetwas sagen möchtest Ich bin für dich da, wir kriegen das gemeinsam hin.
01:19:08: Du hast kein Ärger zum Befürchten.
01:19:10: Wir sind hier um zu helfen.
01:19:13: Besteht ein konkreter Verdachtraten Polizei- und Beratungsstellen zu klaren Schritten.
01:19:18: Ich werde Beweise sichern, also ich werde Screenshots machen von Chatverläufen.
01:19:23: Ich werde Protokoll vielleicht sogar mitschreiben wann was wo passiert ist damit ich Beweise habe und kann mit diesen Beweisen dann die ich gespeichert habe zur nächsten Polizeiinspektion gehen.
01:19:32: Auf gesamten gesellschaftlicher Ebene ist es natürlich ganz wichtig dass wir die sozialen Plattformen in eine Verantwortung bringen.
01:19:42: Dass das nicht der wilde Westen ist, wo alles passieren kann sondern dass wir versuchen dort auch sichere Orte schaffen, dass wir auf einer
01:19:52: ja
01:19:52: auch policyebene Plattformen dazu zwingen diese Sicherheit mehr zu gewährleisten.
01:20:00: Er
01:20:00: hat also nie eine Nachricht direkt an irgendjemanden geschickt.
01:20:03: Allein das Betrachten dieser Inhalte und die Interaktion im Kommentarbereich reichten aus, um ihn dazu zu bringen nach Anleitungen zu suchen wie man sich erhängt und wie man seinen Suizid per Livestream überträgt.
01:20:27: Das müssen wir das Gesellschaft besser tun, als wir es im Moment machen.
01:20:33: Kriegen wir einfach nicht gut hin?
01:20:35: Vor allem wenn ich jetzt an Kinder in der Fremdunterbringung denke, dann machen wir zu wenig und da wird auch grad
01:20:41: gespart.".
01:20:42: Auch wenn es ein langer Weg ist – gerade Kinder die zu Tätern manipuliert werden, müssen ihre Vergangenheit abstreifen können.
01:20:49: Ich höre da viel zu oft dass das letzten Endes auch in solchen Situationen die Opfer beschämt werden oder gesagt werden du hast was falsch gemacht.
01:20:59: Die Schule liegt sich hier auf einer ganz anderen Seite.
01:21:02: Die Scham
01:21:03: darf keine Waffe sein, nur so ist ein Ausstieg aus diesem Albtraum möglich.
01:21:08: Online wie offline.
01:21:11: Indem ich ihm sein Smartphone weggenommen habe, habe ich ihm ein ganz neues Leben geschenkt.
01:21:16: Im steht jetzt eine ganze neue Welt
01:21:17: offen.
01:21:19: Ist
01:21:23: es die einzige Lösung, das Smartphone ganz wegzunehmen oder schaffen wir einen Umgang damit in dem unsere Kinder sicher aufwachsen können?
01:21:31: Das besprechen wir gleich mit einer Runde aus Expertinnen Eltern und Politik.
01:21:35: Wir sehen gleich für Sie zurück!
01:21:45: Wir kommen zurück zu unserer Imponkontra Spezial im Visier servistischer Netzwerke, wo wir nun klären wollen wer ist verantwortlich für den Schutz unserer Kinder.
01:21:54: Konzerne Politik Eltern oder Schulen?
01:21:57: und wie können wir die digitale Welt unserer Kinder sicher machen?
01:22:00: Das diskutiere ich jetzt mit Jörg Leichtfried dem Staatssekretär für Staatsschutz- und Nachrichtendienstem Bundesministerium für Inneres.
01:22:07: von der SPÖ war ja schon bei uns im ersten Teil der Sendung.
01:22:10: außerdem begrüße Ich Stefanie Blase, Gründerin des Vereins Smartphone Freie Kindheit Österreich.
01:22:16: Rebecca Raschoun, Gaming-Influencerin bekannt unter dem Namen Just Becky und Ehrenbeauftragte für Kinderschutz und Kinderrechte bei UNICEF Österreich.
01:22:25: Und Barbara Buchhecker, Medienpädagogin von SEFA Internet AT.
01:22:29: Herzlich willkommen!
01:22:31: Frau Woschun, ich möchte mit Ihnen jetzt beginnen.
01:22:33: Sie haben als Gaming-Influencerin eine große Community.
01:22:37: Eine große Gruppe von Jugendlichen die Ihnen folgt, die auch Social Media intensiv nutzt.
01:22:42: Wir haben am Ende des letzten Beitrags gesehen Die Mutter des vierzehnjährigen Kom Opfers Ari, die sagt In dem ich ihm sein Smartphone weggenommen habe, habe ich ihm seinen Leben zurückgegeben.
01:22:53: Ist das angesichts dessen, was wir hier gesehen haben?
01:22:57: Was Kinder in ihrer digitalen Welt erleben.
01:23:00: Die einzige Lösung, dass wir den Kindern die Smartphones schlicht wieder wegnehmen.
01:23:04: Ich denke nicht, dass das Verbot oder ihnen das Smartphone wegzunehmen die einzige Lösung sein sollte.
01:23:10: Sondern vielmehr, dass man sich mit dem Kind gemeinsam hinsetzt und interessiert was konsumiert mein Kinder?
01:23:15: Was möchte es spielen?
01:23:17: Was schaut es sich an auf Social Media und einfach präsenter zu sein für die Themen, die mein Kind auch... beschäftigen oder einfach mal ganz schlicht nachfragen und sagen so hey ich habe gehört dass und das passiert gerade hast du das auch schon gesehen?
01:23:33: und einfach nicht verbieten weil das macht das ganze irgendwie noch interessanter.
01:23:37: also ich weiß es irgendwie so aus meiner kindheit noch wenn was verboten ist dann möchte man's eher machen oder man hat dann eh den einen oder anderen freund der dir das dann zuspielt oder zukommen lässt und man schneidet die Kinder ja dann doch auch irgendwo ein bisschen so vom sozialen leben.
01:23:53: Frau Blase, Sie machen genau das.
01:23:57: Nicht jetzt im negativen Sinn, aber Sie organisieren mit Ihrem voraus Smartphone freie Kindheit das ganze Schulklassen auf das Handy, auf das Smartphone verzichten und dass eben nicht nur im schulischen Umfeld sondern auch zu Hause und zwar nicht nur in der Volksschule, sondern bis hin zum Alter von vierzehn Jahren.
01:24:18: Was sagen Sie nun zu dem Porf, dass man dadurch den Kindern das Smartphone wegnimmt?
01:24:22: Sie eben auch ein Stück weit von ihrem sozialen Umfeld abschneidet.
01:24:27: Ja, also wir haben natürlich ein präventives Modell.
01:24:30: Also wir nehmen den Kindern dann nicht die Smartphones wieder weg sondern wir schauen einfach... Wir organisieren Klassenverbände oder wir klären massiv auf dass die Anzahl der Kinder, die nicht automatisch zum Schulübertritt ein Smartphone bekommt das die immer größer wird.
01:24:44: Das passiert automatisch und wir haben ja auch gesehen es gibt große Risiken in diesen Videos die heute schon gelaufen sind.
01:24:51: Wir erleben nicht, dass das Kinder sind die sozial isoliert sind auch bei Klassen wo wir sagen haben halbe Klassen mit halbe ohne.
01:24:59: Das ist ein Miteinander das wird gelernt okay?
01:25:01: Die haben Simpel vor uns ja die kann ich anrufen.
01:25:03: die Kinder brauchen eine gewisse Autonomie.
01:25:05: sie sind in einem gewissen Alter wo ihre Bewegungsradien größer werden und die telefonieren und texten und letztendlich haben die Kinder auch andere Möglichkeiten miteinander in Kontakt zu treten also über die Schule über Teams, also es gibt ja manigfaltige Möglichkeiten.
01:25:22: Und es muss nicht das Smartphone
01:25:24: sein?
01:25:24: Es muss nicht der Smartphone!
01:25:26: Vorwochegein Ihrer Organisation seh für Internet dieses auch so dass sie sich grundsätzlich weniger für Verbote aussprechen sondern stärker für eine Medienkompetenz oder eine Vermittlung von Medienkompatenzen.
01:25:39: Ist es nicht trotzdem die sichere und einfache Variante, den Weg zu gehen?
01:25:44: Den Frau Blase beschreibt nicht, dass man sagt, man gibt diesen Kindern einfach noch keine Geräte.
01:25:49: Es sind zwei unterschiedliche Themen.
01:25:52: Wenn eine ganze Klasse es miteinander in einem guten Prozess aushandelt wie die Kinder, die kein Smartphone haben, trotzdem integriert sind, trotzdem wissen wo wird Fußball gespielt?
01:26:02: wann gehen wir jetzt spontan irgendwo hin und diese Kinder auch einbinden dann wird das super funktionieren.
01:26:08: Aber das braucht Rahmenbedingungen, wenn es ein Kind in der Klasse ist vergisst man meistens auf dieses Kind und dieses Kind wird nach und nach unter Umständen isoliert oder es ist total glücklich darüber weil jetzt gibt ja auch die Kinder, Kinder sind hier nicht gleich, das dürfen wir nicht vergessen.
01:26:24: es ist auch nicht nur eine Lösung für alle Die Kinder, von denen wir in den Komm-Netzwerken gehört haben.
01:26:31: Da sind die isolierten Kinder.
01:26:33: Das sind die Kinder, die unter Umständen in der Klasse den Anschluss nicht finden auf die vergessen wurde, die gemobbt wurden, die vielleicht aus vielfältigen Gründen in ganz außergewöhnlichen psychisch belasteten Situationen leben?
01:26:48: Ich glaube, wir müssen diese beiden Themen auseinanderhalten.
01:26:51: Ja, die brauchen etwas anderes als ... die Kinder, die miteinander in der Klasse ein gutes Miteinander haben und dann auf.
01:27:00: Manche auch nicht vergessen, wenn spontane etwas gemacht wird.
01:27:04: Es ist ja das Thema der Ausgrenzung es ist das Thema des Miteinanders.
01:27:08: Deshalb funktionieren, wenn die ganze Klasse es macht und das heißt nicht dass dann alle das Smartphone haben oder nicht haben sondern es ist eine gemeinsame Anstrengung deshalb funktioniert das da auch sehr gut und da haben die Kinder auch nicht das Gefühl sie verpassen etwas.
01:27:24: Das Schlimmste in diesem Alter ist, ich krieg nicht mit was die anderen machen.
01:27:28: Ich bin ausgeschlossen, ich bin draußen und das ist egal in welcher Generation – das war schon in meiner analogen Jugend so!
01:27:37: Es ist immer eigentlich etwas ganz Wichtiges für Kinder- und Jugendliche, die Freunde im Überblick zu haben, zu wissen, was sie tun dazu zu gehören, mitzumachen.
01:27:46: Wenn das mal ein bisschen zweifelhafte Dinge sind, dann wird dein Zweifelfall unter Umständen auch mitgetan.
01:27:54: Weil es ums Miteinander geht.
01:27:56: Dieses Miteinander sehen Sie durch das Entfernen des Smartphones aber nicht gefährdet in Ihrer?
01:28:02: Nein und ich würde auch widersprechen dass ist wirklich so eine große Menge an Nichts Smartphone-Kindern braucht.
01:28:09: Wir empfehlen das auch für Kleingruppen oder mal zuversuchen.
01:28:16: Ich kenne Kinder, die sind allein und zweit in der Klasse.
01:28:20: Das kommt auf das Kind an.
01:28:23: Wie gut ist das Kind aufgeklärt?
01:28:25: Das kommt meistens aus dem Elternhaus.
01:28:28: Wenn die Eltern gut informiert sind oder gute Argumente haben mit ihnen besprechen, können sie es als Stärke empfinden.
01:28:38: Jedes Kind ist verschieden, das kann man nicht pauschal sagen.
01:28:43: Ein Weg, auf den sich die Politik jetzt in vielen Ländern verständigt hat ist nicht zu sagen wir verbannen das Smartphone generell sondern wir schaffen ein Social-Media-Verbot um der Smartphone für Kinder und Jugendliche sicherer zu machen erleichtert.
01:28:56: Und da ist auch Österreich mit dabei.
01:28:58: es ist im Moment einen Gesetzentwurf in Begutachtung der ein Social Media Verbot für unter vierzehnjährige vorsieht.
01:29:04: Das Ziel soll einerseits die Suchtprävention sein weil man mittlerweile ja weiß dass die Algorithmen von sozialen Medien sucht, fördern und Abhängigkeiten erzeugen.
01:29:14: Aber eben auch der Schutz vor Gewalt und Manipulation also genau vor dem was diese Komm-Netzwerke machen.
01:29:21: Wie soll das von Ihnen nun in Begut Achtung geschickte Gesetz denn vor diesen Komm Netzwerken konkret schützen?
01:29:28: Ja ich war einer der ersten der nicht die erste aber eine der Ersten der in Österreich diese Altersgrenzen für Social Media Plattformen thematisiert hat.
01:29:39: aus einem ganz klaren Grund, warum befasst sich auch der Verfassungsschutz mit diesem Thema.
01:29:46: Weil wir feststellen konnten dass Radikalisierung im Internet insbesondere Rechtsextremismus und islamistische Extremismus immer jünger ansetzt.
01:29:55: also es werden inzwischen elf zwölfjährige Kinder in Österreich ich sage bewusst angegriffen radikalisiert und wir können feststellen das sich so auswirkt.
01:30:07: Spätestens die ersten Tathandlungen folgen.
01:30:10: Das können durchaus sehr gefährliche Tathandlung sein und die Frage war, wie kann man das verhindern?
01:30:18: Und es gilt jetzt auch für den neuen Phänomen Bereiche wie Frauenhass und wie auch das, was wir vorher diskutiert haben uns jetzt angesprochen haben.
01:30:27: Wir haben uns das österreichische Rechtssystem angeschaut.
01:30:30: Das österreichliche Rechtssystem kennt das System Schutz für minderjährige, Schutz für Jugendliche in sehr vielen Bereichen, sei es Alkohol oder Filme, Nikotin und andere Dinge.
01:30:44: Das war dann nur konsequent des österreichischen Rechtssystems, dass jetzt gibt dafür dieses Phänomen weiterzutenken und zu sagen wir möchten Kinder bis vierzehn vor diesen Dingen schützen.
01:30:55: Mir geht es konkret darum, wenn wir uns angesehen haben was in diesem Beitrag zu sehen war dann waren die Hauptplattformen die betroffen waren Roblox Minecraft wurde da genannt oder auch Discord das heißt dass sie in Erseline Gaming Plattformen sind aber von dem Social Media Verbot so wie Sie jetzt vorgesehen ist ja nicht erfasst.
01:31:12: Es sind auch Social Media Plattform mit dabei und ich sehe das eigentlich jetzt am ersten Schritt den Schutz für unsere Kinder auszuweiten, dann der nächste Schritt wird sein Algorithmen generell.
01:31:26: einer gewissen Art von demokratischen Kontrolle zu unterstellen und da muss man sich auch andere Dinge anschauen, wo auch kommuniziert wird.
01:31:34: Es ist klar es wird auch nicht ausschließlich mit Altersgrenzen gehen, es braucht wenn's in Richtung Gewaltelikte geht natürlich auch die entsprechenden Ermittlungen, auch Online-Ermittlungen.
01:31:49: Unglaublich viel Prävention, was Sie angesprochen haben ist ja der Idealfall eigentlich.
01:31:55: Wenn Eltern das auffällt und sie diskutieren dann drüber und man einigt sich auf gewisse Dinge, das ist eh das, was gut ist.
01:32:02: aber es ist halt auch grad so dass bei diesen Dingen oft Kinder angesprochen werden die dieses Netz nicht haben, die vielleicht keinen Freundeskreis haben wo mit den Eltern nicht diskutiert wird darüber und da braucht's im Schutz Prävention, Aufklärung und man muss für das sensibel werden.
01:32:23: Das ist ganz wichtig!
01:32:24: Ich
01:32:24: möchte auf die Prävenzion gleich noch zu sprechen kommen vielleicht kurz noch auf dieses geplante Gesetzverblase.
01:32:28: Ist es ein Schritt wo Sie sagen ja damit erfassen wir schon viel?
01:32:31: Damit kriegen wir schon viele der Probleme die uns die sozialen Netzwerke jetzt bringen in Griff unter Kontrolle?
01:32:38: Also es waren ganz wichtiger Bausteinen diese Social Media Altersgrenze Und wir wurden da auch ganz früh schon gehört und ins Ministerium eingeladen.
01:32:46: also danke dafür.
01:32:48: Aber es schafft nicht, was wir uns wünschen nämlich ein sicheres Internet.
01:32:54: Wir müssen jetzt daran arbeiten dass der Digital Service Act auch durchgesetzt wird.
01:32:59: das ist eine ganz wichtige Geschichte.
01:33:01: Also die Regulierung?
01:33:03: Ja weil wir haben eigentlich die Regeln und sogar die Leitlinien und das interessiert mich natürlich wie lang wird das dauern bis die Plattformen einfach so sicher sind?
01:33:12: ja das ist ja auch nur der Grund warum wir sagen Wir möchten, dass die Kinder später einsteigen damit wir Medienkompetenz aufbauen können.
01:33:19: Damit sie überhaupt klar kommen mit diesen Risiken.
01:33:22: Aber auf jeden Fall war die Social Media Altersgrenze ein super wichtiger Baustein aber wir haben uns klar für die Sechzehn ausgesprochen Weil ab einem gewissen Alter wird es ja immer schwieriger.
01:33:31: Social Media ist nicht nur die digitale Teilhabe Es wird's schwieriger das man auch mit den Kindern eben spricht oder kontrolliert weil die werden ja unabhängiger.
01:33:41: Ich hab's auch gehört bei der Sechzehn.
01:33:45: Ja, ich bin dann eine Altersgrenze und verstehe schon den Sinn dahinter.
01:33:49: Ich fand das Beispiel gut mit dem Alkohol.
01:33:52: Alkohl darf man ja ab Sechzen konsumieren und hindert aber nicht davon, dass Leute alkoholiker werden also wenn sie später anfangen zu trinken.
01:34:00: Und ich denke mir halt, dass es einfach wichtig ist, dass man durchgängig wirklich dafür sorgt... Kinder, beziehungsweise dass man aufgeklärt ist.
01:34:08: Dass man einfach weiß welche Gefahren da mit sich kommen.
01:34:11: und ich sehe eigentlich die Verantwortung auch viel mehr bei den Plattformen, die halt die Sachen ausspielen wie sie ausspielen.
01:34:18: weil es hat immer wie ich jung war... Da hießen die Plattform halt nur an.
01:34:21: also weil ich halt auf fortschaunrotten.com und habe dort Gore-Videos konsumiert und gesehen oder man hat's irgendwie über Infrarot verschickt oder sowas.
01:34:30: Also es gab immer irgendwie die Möglichkeit ja daran zu kommen, aber es hat halt niemand diese Plattformen reguliert und darauf geschaut was die Leute dort machen.
01:34:40: Und ich sehe einfach halt viel mehr dass die Verantwortung halt dort irgendwo auch liegt das man sagt okay die Kinder werden nicht abhängig gemacht dass sie das eben schauen weil es sind ja nicht nur Kinder.
01:34:50: wir reden wir hören von Frauenhaus Nicht Kinder hassen Frauen, Männer hassten Frauen.
01:34:54: Erwachsene Männer und die konsumieren Social Media auch.
01:34:57: Also die Verantwortung der Plattformen ist ein riesiges Thema auf das Kommen wir gleich.
01:35:02: Ich würde noch von Frau Buchhälke auch noch kurz einen Statement einholen wollen zu dem Social-Media-Verbot.
01:35:07: Braucht's das jetzt?
01:35:09: Und sind die vierzehn oder unter vierzehnt, die jetzt angesetzt sind, das richtige Alter wo man sagt okay und ab da kann man sie dann auf die Plattforme loslassen
01:35:17: In diesem Umfeld des Kommennetzes, ja verschiedene Strömungen.
01:35:22: Und dieses Thema der Skol-Shootings, der Goa-Videos, dieser Faszination mit Gewalt – das ist natürlich etwas wo der Einstieg in diesen klassischen Kurzvideoplattformen passieren kann.
01:35:35: In diese Richtung ist der Social Media Verbot sehr hilfreich weil das zieht ja genau auf diese Kurzvideo-Plattformen ab.
01:35:44: Also für diese Gruppe würde es vielleicht etwas helfen, wenn die Kinder sich wegnebelassen.
01:35:50: Das ist eine andere Frage.
01:35:52: Es hilft aber nichts dort wo es um den direkten Kontakt der Kinder geht und die angesprochen werden, die einsam sind Die Anschlusssuchungen, die jemanden sucht, der sie anerkennt.
01:36:06: Dort wird der Social Media-Verbot nichts helfen, weil das passiert auf den Kommunikationsplattformen.
01:36:12: Da braucht es andere Maßnahmen.
01:36:13: aber ich glaube das wurde ja schon angedeutet dass man in diese Richtung nachdenkt.
01:36:18: die Altersgrenze vierzehn sechzehn da würde ich noch gern dazu sagen wir dürfen nicht vergessen Wir haben in Österreich eine sehr besondere Situation die kaum woanders herrscht!
01:36:28: Wir haben ein Wahlalter von sechszehn Jahren auf allen Ebenen.
01:36:33: Das gibt es, meines Wissens nach in anderen europäischen Ländern in dieser Form nicht.
01:36:39: Da gibt es fallweise manche Wahlen die mit ein sechzehn schon gemacht werden können.
01:36:43: bei uns ins alle Wir wissen das jugendliche politische Alltags relevante Informationen aus den Netzwerken die wir Social Media Plattformen benennen beziehen und nirgendwo andersher.
01:36:59: Wenn wir also eine funktionierende Demokratie haben wollen, müssen wir auch schauen dass sie Informationen beziehen können.
01:37:06: das heißt aber auch dass diese Plattformen so gemacht sein müssen dass dort brauchbare Informationen für Sie sind.
01:37:14: ja das heißt nicht dieser jetzt Situation die wir im Moment haben wo die Algorithmen einfach andere Bestrebungen haben, als unsere Gesellschaft das haben müsste.
01:37:25: Und hier ist es absolut notwendig dass sich etwas ändert und hier müssen wir die Plattformen auch in die Pflicht nehmen bessere Angebote zu setzen.
01:37:36: Ja, da möchte ich einhaken.
01:37:37: Da sind wir eben noch nicht!
01:37:39: Deswegen finde ich es sehr kritisch und dieses Argument habe ich auch aus politischen Reihen gehört oder wurde uns zugespielt diese Meinungsbildung über Social Media und dann muss ich sagen algorithmisch als Ausgeliefert.
01:37:57: Das ist ja keine Meinungsfreiheit mit Shorts.
01:38:00: Ich hab mich sehr gefragt, da gibt's sehr seriösere Wege und die müssen geschaffen werden, nur weil das jetzt so ist.
01:38:08: müssen da andere Informationsquellen geschaffen werden.
01:38:11: Und zwar
01:38:11: ganz dringend für uns alle,
01:38:13: das betrifft nicht nur
01:38:14: diese Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen?
01:38:16: Genau.
01:38:16: aber deshalb gilt einfach Prävention und wir haben heute ein Brief an Ursula von der Leyen geschickt genau zu diesem Thema also alles Smartphone Free Childhood Organisationen EU dass wir sagen es ist ein Produkt das noch nicht den Sicherheitsstandards entspricht die wir für unsere Kinder wünschen.
01:38:31: und deshalb gilt ein präventiver Ansatz nämlich die sechzehn weil es bei allen anderen auch so, die nämlich vom Markt bis sie die Kriterien erfüllen und dann setzt sich sie wieder ein.
01:38:43: Und dieses Sicherheitsstandards ist jetzt auch.
01:38:45: Herr Leichbretler möchte ja mit Ihnen darüber sprechen.
01:38:47: Es ist so dass in den USA jetzt ein riesiger Vergleich getroffen wurde von Meta dem Konzern der zu dem Facebook und Instagram gehören vielen US-amerikanischen Bundesstaaten, die geklagt haben weil sie gesagt haben es gibt herzüchtigmachende Algorithmen.
01:39:03: Es wurde ein Vergleich abgeschlossen der rund Man sagt, es ist kein Schulteingeständnis.
01:39:13: Aber man kann jeder interpretieren, wer will.
01:39:17: Und
01:39:18: die Konsequenz sind auch strengere Jugendschutzrichtlinien, nämlich ein tägliches Zeitlimit von zwei Stunden für Jugendliche eine nächtliche Nutzungssperre und generell strengeren Alters- und Inhaltskontrollen.
01:39:29: Jetzt sind das Kriterien, In den EU-Gesetz schon drinstehen, dass die eingehalten werden müssen.
01:39:37: Warum gelingt den USA mit einer Klage das durchzubringen bei den Konzernen und der Europäischen Union?
01:39:43: Obwohl sie die Gesetze hat nicht das einzufordern.
01:39:47: Ja man muss schon sagen, dass hinter diesen ganzen Fragen auch ein gewisser Weltpolitischer Konflikt dahinter steht wo es ganz massiv um wirtschaftliche Einflussnahme geht die Gewinnspannen dieser Unternehmen möglichst groß zu halten.
01:40:08: Und das sind nicht nur rein wirtschaftliche Interessen, sondern auch geopolitische Interessen dahinterstecken.
01:40:13: und da ist es natürlich für die Europäische Union etwas schwieriger sich in diesen Fragen durchzusetzen als wenn das intern innerhalb der feinigten Staaten passiert.
01:40:23: aber ich bin sehr froh über dieses Urteil muss ich sagen weil Das Mindeste müsste jetzt sein, dass diese Standards genauso auf europäischer Ebene in Zukunft zu gelten haben.
01:40:33: Deshalb warte ich auch von der Europäischen Kommission hier dahingehend tätig zu sein und das Ganze umzusetzen.
01:40:41: Es braucht aber auch, meines Erachtens wichtige andere Dinge nämlich die... einzelne Staaten in Zukunft in die Lage versetzen, Algorithmen zu kontrollieren.
01:40:53: Weil was passiert da derzeit?
01:40:54: Das ist ja nicht Informationsfreiheit.
01:40:56: Was passiert durch diese Algorithme?
01:40:59: sondern dass organisierte Gruppierungen Algorithmen nutzen, die so eingestellt sind wie sie eingestätzt sind Menschen zu radikalisieren zur Gewalt anzustiften und das ganze halbt sich ja gegenseitig die ganze Zeit nicht.
01:41:12: Und dagegen muss vorgegangen werden.
01:41:14: da braucht es wahrscheinlich auch mehr innerstaatliche Gesetzgebung in Österreich um das tun zu können weil bis jetzt ganz europäische Union beziehungsweise den Fall des Land wo die Server für diese Plattformen stehen und ich bin der Meinung, das müssen wir in Österreich auch können.
01:41:32: Aber was
01:41:32: konkret würden Sie kontrollieren oder ändern wollen?
01:41:34: Die Funktionsweise dieser Algorithmen demokratisch zu kontrollieren.
01:41:39: Und am Ende Algorithmen zu gestarten, die im Wesentlichen nicht so funktionieren wie die jetzt funktionieren dass sie Hass und Gewalt zusammenführen.
01:41:49: Sondern Sie würden sich wünschen und auch trauen dann einzelne Plattformen in Österreich zu sperren wenn sie diese Kriterien?
01:41:58: Die Algorithme zu sperrten und dafür zu sorgen das vernünftige Art von Kommunikation an der Stadt findet.
01:42:06: Das ist durchaus möglich.
01:42:10: Man muss es nur umsetzen, man muss sie auch durchsetzen.
01:42:12: dann am Ende und darf ja noch einen Punkt sagen bei das Thema Alkohol angesprochen oder im Alkohlverbot.
01:42:20: Wenn man jetzt Altersgrenzen hat und das wird auch immer vorgehalten gibt's natürlich versucht werden das zum Gehen.
01:42:26: Es gibt ja bei anderen Jugendschutzmaßnahmen auch der Fall aber Das ist, das passiert.
01:42:32: Aber ich glaube wenn es einmal Rechtssicherheit gibt dass etwas verboten ist ändert sich auch der gesellschaftspolitischen Diskurs.
01:42:39: Eltern haben's leichter gegen wirk'n Kindern.
01:42:42: Und was man nie mitdenkt ist, weil wir über diesen Metaprozess gesprochen haben.
01:42:48: Wenn hier Verbote seitens dieser Plattformen übertreten werden dann ist natürlich auch die Möglichkeit civilrechtliche Schadensersatz-Vordragen zu stellen eine viel viel höhere und wird diese Plattform an auch einschränken?
01:43:01: Ich würde da gerne noch einhalten bei diesem einen Punkt Eltern haben es leichter ihre Kinder einzuschränken und wir haben's leichter Eltern darauf aufmerksam zu machen, dass die Zweijährigen auch unter dieses Social Media-Verbot fallen.
01:43:15: Weil was wir ja heute haben ist die Situation das die ganz Kleinen vor die Geräte abgestellt werden und zwar ganz
01:43:24: häufig
01:43:25: mit ganz gravierenden Folgen.
01:43:28: Und wenn diese Social Media Verbot kommt, können wir darauf aufmerksam machen, das gilt jetzt nicht nur für die Dreizehnjährigen, es geht für die Einjährigen und Zwei-Jährigen, die Drei-Järgen, die Vier-Jergen, den Fünfjährigen.
01:43:40: Wobei sagen wird nicht ihre Kinder einzuschränken sondern ihre Kinder zu schützen?
01:43:45: Aber das bin ich halt auch so spannend, weil da ist es ja noch okay wenn ich dem Kind das Tablet vorsetze.
01:43:50: Weil da hilft's mir ja auch, dass es so digitaler Babysitter, ja?
01:43:53: Ich kann das Kinder vorsetzen und dann zieht man die Kinder irgendwo damit auf und dann nimmt man sie dann auf einmal wieder weg.
01:44:00: also diesen Aspekt fand ich immer ein bisschen ... Ja
01:44:03: aber ich finde es nicht okay...
01:44:05: Nein ich auch nicht!
01:44:06: Ich bin da auch voll der Meinung, aber ich sage nur Das ist halt auf der einen Seite, dass man sagt okay mal nutzt das als digitalen Babysitter so ein bisschen und gibt den Kind.
01:44:15: Also man zieht die Kinder heutzutage quasi schon damit auf auch irgendwo und dann auf einmal sagt man ja ich bin noch trotzdem für ein Verbot aber will halt nicht vorher.
01:44:26: Aber ich glaube, hier ist man sich ja einig, dass dieses davor auch nicht stattfinden sollte.
01:44:30: Ja, ja.
01:44:30: Ich wollte das halt... Dass es in der Realität oft anders aussieht!
01:44:33: Richtig
01:44:34: und das Problem ist, dass dieser Moment, also es gibt tatsächlich diese Situation, dass diesen Moment da über Forderungen dann mit den Jugendlichen Kindern diese große Emotion des Wegnehmens mit sich bringt aber da bringt's nix mehr.
01:44:49: Das ist zu spät.
01:44:52: Frau Buge, ich würde gerne ganz auf die Praxis runterbrechen.
01:44:56: Während die Politik Lösungen sucht, Plattformen in die Pflicht zu nehmen oder Social-Mediaverbote zu stricken, ist es de facto so, dass Kinder im Moment dieser Gefahr ausgesetzt sind.
01:45:08: Wenn wir uns als Eltern vornehmen wollen ... Die Geräte unserer Kindes sicherer zu machen.
01:45:13: Was kann ich tun, was kann ich an den Einstellungen verändern?
01:45:17: Damit das Smartphone meines Kindes so sicher macht wie möglich.
01:45:22: Ich schaue mir mal an, wie alt ist mein Kind und dann ... Treibt sich es herum.
01:45:29: Und dann, was sind die Einstellungen, die mein Kind dort hat?
01:45:34: Was sind die Anstellungen in TikTok und Instagram?
01:45:38: Wenn mein Kind zwölf ist, ist es zu jung um diese Tools zu nutzen.
01:45:42: Es hat auch sein falsches Alter angegeben.
01:45:45: Das habe ich entweder als Elternteil unterstützt oder mitgemacht und habe dafür gesorgt, dass es trotzdem minderjährig ist Weil wir dürfen nicht vergessen, wir haben einen Social Media-Verbot heute.
01:45:56: Die Plattformen erlauben ja nicht dass ich unter dreizehn einsteig.
01:46:01: Es wird nur umgangen es wird nicht kontrolliert und auch hier sind oft Eltern dabei aber Egal.
01:46:07: Was kann ich tun?
01:46:08: Ich kann zum Beispiel einstellen, dass die Kinder nicht von Fremden angeschrieben werden können.
01:46:14: Ich kann z.B.
01:46:15: einstellen das bestimmte Begriff nicht vorkommen dürfen, dass bestimmte Inhalte rausgefiltert werden und es ist ganz wichtig was für Plattformen geht.
01:46:27: denn und weil er alt ist mein Kind, ist TikTok für ein achtjähriges Kind in Ordnung?
01:46:32: Nein, ganz sicher nicht.
01:46:33: Weil diese Inhalte sind überfordernd!
01:46:36: Wir wissen alle ganz genau auch wenn ich alle Einstellungen und alles sperren und
01:46:40: alles mache
01:46:41: wird das trotzdem auf extreme Inhaltes stoßen weil so sind die Algorithmen der Plattform.
01:46:47: also werde ich vielleicht da drachten und das hoffentlich auch durchsetzen können dass TikTok nicht in der Verwendung der Kinder ist.
01:46:58: Sie haben ein bisschen die Luft angehalten.
01:47:00: Ja, aber man hört ja schon... Also wir uns Eltern, ich spreche jetzt mal, ich sehe mich als Elternvertretung wird ja zugemutet dass wir pro App diese fünfzehn Einstellungen machen um diese Apps sicherzubekommen.
01:47:15: und das ist tatsächlich also Ich bin gut informierte Mutter.
01:47:19: ich würde es mir teilweise selber nicht zutrauen Aber das sage ich solange wir Eltern uns das zugemutet wird, weil wir es nicht schaffen.
01:47:27: Dass wir diese Apps in den Grundeinstellungen schon sicher machen brauchen wir da Unterstützung.
01:47:35: und das ist tatsächlich auch was ich bei Smartphone Freie Kindheit eben merke bei den Vorträgen im Austausch dass die Eltern maßlos überfordert sind.
01:47:45: Vielleicht können sich viele die Zeit nicht nehmen ja genau aber es bräuchte Eine digitale Elternberatungsplattform nicht.
01:47:55: Die Projüre X, Y und Zellverinternet hat alles.
01:47:58: Das ganze Wissen ist da.
01:47:59: Es bräuchte wie ein Chatbot.
01:48:01: Ich komme mit meinem Problem.
01:48:03: Mein Sohn wird erpresst.
01:48:04: Und dann habe ich einen Leitfaden.
01:48:07: Wie gehe ich mit dem Kind um?
01:48:08: Was darf ich rechtlich machen?
01:48:09: Darf ich das Bild sichern?
01:48:12: Unsere Eltern werden sehr viel zugemutet.
01:48:14: Fehlt ja auch eine süßes Systematik.
01:48:18: Vergessen wir eines nicht!
01:48:19: Wir reden heute von Kommenetzwerken.
01:48:21: Das ist zum Glück nicht etwas, was all unsere Kinder betrifft jedes einzelne der Kinder.
01:48:27: wir müssen wirklich diese Unterscheidung machen zwischen Kindern die in einer guten Umgebung gut unterstützt mit einem gesunden Selbstbewusstsein, mit einem guten Beziehungsnetzwerk.
01:48:41: Mit Eltern an dieser sich wenden können auch in schwierigen Situationen.
01:48:46: Das sind weniger die technische Voraussetzungen als das Problem, als die psychologischen oder ... Richtig!
01:48:55: Es
01:48:55: ist ganz das Allem Wichtigste was Eltern tun können und dass Weder eine zeitliche noch sonst irgendeine Überforderung technischer Natur ist in Beziehung treten.
01:49:06: Eine Beziehungen zum Kind haben, dem Kind zeigen das es einfach ein wertvoller Bestandteil des eigenen Lebens ist dass man sich auch begeistern kann für die Dinge die das kind interessiert und spannend findet weil die Kinder die fühlen sich zurückgesetzt.
01:49:21: wenn mich Minecraft nicht interessiert weil ich null Bock drauf habe hat das Kind das Gefühl dass ich das Kind nicht liebe weil es so sehr von Mein Graf begeistert ist.
01:49:33: Es nimmt's persönlich und diese Beziehung zu unseren Kindern, das kann jeder von uns tun egal ob wir Eltern, Tanten Großeltern Nachbarn wer auch immer sind.
01:49:45: wenn wir einem Kind zeigen wirklich ich bin begeisterd von dem was du tust.
01:49:51: Wenn wir diesem einen kind Wertschätzung zeigen haben wir ein Kind dass weniger wahrscheinlich in diese Kommnetzwerke hineingeraten muss, weil dort wird mit der Anerkennung agiert.
01:50:04: Und ich würde das gerne auseinanderhalten dieses wirklich
01:50:07: ganz
01:50:08: belassende schreckliche Thema, indem manche Kinder hineingeratmen und die ganz vielen Kindern dem gegenüber schon johi habe ich ihr gekriegt und
01:50:19: ignoriert.
01:50:21: Ich musste halt voll zustimmen, weil das ist halt so eine Sache.
01:50:23: Ich habe halt vieles überlegt bevor ich in die Sendung gekommen bin wie es halt für mich war als Jugendliche und gerade eben diese Anerkennung bzw dass sich meine Eltern dafür interessiert haben was für Videospiele ich spiele oder wie ich spiele oder sei es auch die Medien die ich konsumiert hab, dass ich animäst geschauder wurde.
01:50:41: Und wenn meine Mutter dann gefragt hat na und was ist in der letzten Folge passiert?
01:50:45: Da freut man sich, dann denkt man sich ja meine Eltern interessieren sich für meine Hobbys.
01:50:49: Die finden das nicht blöd weil wenn die mir mein Handy wegnehmen oder Computerverbot oder die nicht checken warum ich halt eigentlich gerne in dieser Welt mich bewege oder warum ich die Geschichte so faszinierend finde Man fühlt sich zurückgewiesen und fühlt es sich einfach ein bisschen weniger geliebt wertlos.
01:51:05: bin ich falsch, mache ich irgendwas nicht richtig?
01:51:07: Wenn meine Eltern finden das ja augenblödlich oder augenscheinlich sehr schlecht.
01:51:12: Und deswegen... Ich bin da auch großer Befürworter in den Dialog zu gehen und dafür braucht man die ganzen Plattformen auch ihm nicht zu kennen oder jetzt da irgendwie tausend Sachen einzustellen weil ich habe immer gewusst wenn ich irgendwie Blödsinn im Internet baue oder wenn ich jetzt was mache dann kann ich zu meinen Eltern gehen und sagen Mama Papa mir ist da etwas Blödes passiert.
01:51:30: Können wir das?
01:51:30: Und ich, ist mal ein ganz blödes Beispiel.
01:51:32: Ich habe mal so ganz viel superahnenforschung wollte ich mal machen und hab da irgendwelche Daten von mir eingegeben und dann haben die mir so eine siebenhundert Euro Rechnung nach Hause geschickt.
01:51:40: Und ich hab ultra schiss gehabt, oh Gott ja bin jetzt mein Eltern, mein Papa egal gehen wir also machen wir schon Ja und dieses Vertrauen muss halt auch irgendwo da sein und deswegen stimme ich da einfach sehr zu.
01:51:54: Herr Leifried, ich möchte von Ihnen trotzdem das sind letztens auch Tipps an Eltern die Sie jetzt geben.
01:51:59: Und meine Frage ist schon haben wir die Eltern hier ein bisschen zu sehr aus dem Fokus verloren was nämlich genau den Umgang mit solchen Themen auch betrifft?
01:52:06: braucht es für die auch noch konkretere Hilfestellung konkrete Ansprache und konkrete Unterstützung?
01:52:11: Also ich muss mir bestimmt vollkommen zu was sie beide gesagt haben.
01:52:16: dieses Verhältnis ist extrem wichtig Und ist etwas, was essenziell für Kinder ist.
01:52:25: Vielleicht in Situationen gelangen, wo sie sich sehr unwohl füllen und dann wieder rauswollen.
01:52:30: Das ist auch
01:52:32: mein
01:52:32: Credo.
01:52:33: Jede Bitte um Hilfe hilft seit langmaß nicht isoliert mit diesen Dingen, damit niemand mehr spricht.
01:52:41: außerhalb einer gewissen Plase, die wir heute erinnern haben ... Da kann nur der Verfassungsschutz wenig helfen, muss ich ganz offen sagen.
01:52:49: Sondern das ist eine gesamtgesellschaftspolitische Herausforderung von den Gesellschaften stehen.
01:52:53: Aber
01:52:53: es ist jetzt noch als politischer Vertreter der Regierung bei
01:52:56: uns nicht nur in ihrer Funktion?
01:52:57: Ja.
01:52:57: Darum würde ich meinen, dass die Gesamtpolitischen Aufgabe hier Dinge zu erleichtern und zu helfen.
01:53:04: Das können wir dann über Kinderbetreuung diskutieren und andere Dinge, die da wesentlich mitspielen.
01:53:11: Was ich vielleicht aus meinem Ressort heraus noch dazu sagen kann, ist was der Verfassungsschutz schon macht.
01:53:17: Ist Prävention.
01:53:18: Insbesondere Präventionsarbeit an Schulen.
01:53:21: Präensionsarbeit auch anders wo viele junge Menschen, viele Jugendliche, viele Kinder zusammenkommen weil denke es ist auch ganz wichtig dass diese Menschen dann auch Ansprechpartner haben.
01:53:33: wenn Lehrerinnen zum Beispiel auffällt da stimmt jetzt irgendwas nicht verhält sie plötzlich an, also wenn es Freundinnen und Freunde auffällt.
01:53:44: Und da ist die schulische Prävention, die der Verfassungsschutz macht – also die TSN und die Landesämter für Staatsschutz- und Extremismusbekämpfung, ganz wichtig!
01:53:54: Da werden Ansprechpartner geschaffen und es wird einem erklärt, wie man mit so sensiblen Situationen am besten umgeht.
01:54:01: Und dann gibt's auch noch sehr viele NGOs, die dort tätig
01:54:04: sind."
01:54:06: im Bereich Extremismusprävention, im Bereich Antidiskriminierung.
01:54:10: Und das alles gemeinsam ist ein Netzwerk, dass das schon hilft und es aber auch staatlich verstärkt werden muss.
01:54:16: Also ihr seht zum Beispiel nicht ein wenn meinen Heimatbundesland die Antidiskriminierungsstelle seitens der Landesregierung keine Unterstützung mehr bekommt dann das sind Dinge die kontraproduktiv sein.
01:54:28: das muss man auch ganz offen sagen.
01:54:30: Gut, aber das heißt die Anlaufstellen sind da.
01:54:32: Die sind geschaffen.
01:54:33: wir haben auch noch einmal vielleicht können wir jetzt nochmal einblenden Anlaufstellen gesammelt wenn es Fragen von Seiten von Jugendlichen gibt Aber eben auch von Eltern denen Dinge auffallt.
01:54:43: Das wichtigste was wir jetzt vielleicht mitnehmen ist im Dialog bleiben und genau hinschauen Was die Kinder und Jugendlichen tun.
01:54:50: sie können Die ganze Sendung, aber auch die gesamte Dokumentation nochmal auf Join nachschauen falls Sie später hier eingestiegen sind.
01:54:57: Ich bedanke mich bei Ihnen fürs Gespräch und möchte auch noch darauf hinweisen dass wir ab nächster Woche im Breaking Media regelmäßig Themen aufgreifen werden, die sich mit verschiedenen Trends und Gefahren im Social-Media Bereich beschäftigen in unserer Breaking Media Kompass Reihe.
01:55:10: bis dahin alle Steven einen schönen Abend!