Pro und Contra

Pro und Contra

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00:00:06: Medienmanager Gerhard

00:00:06: Seiler will Andreas

00:00:07: Babler an der Spitze der SPÖ

00:00:09: ablösen.

00:00:10: Ermöglicht

00:00:11: er damit seiner Partei einen bitter nötigen Neustart oder beschleunigt er nur ihren Weg nach unten?

00:00:16: Und was will er überhaupt anders machen, als der bislang glücklose Babler?

00:00:20: Das diskutieren wir gleich in großer Runde!

00:00:23: Davor steht aber noch der Herausforderer selbst.

00:00:25: Rede und Antwort bei Corinna Mellborn.

00:00:29: Gerhard Seiler, Sie haben letzten Freitag in der Kronenseitung verkündet, dass sie SPÖ-Chef werden wollen und bereits sind.

00:00:35: Jetzt sind ein paar Tage vergangen?

00:00:36: Wollen Sie es immer noch?

00:00:38: Selbstverständlich!

00:00:39: Das macht man ja nicht aus Jux und Tolerai.

00:00:42: Das überlegt man sich ja vorher.

00:00:43: Und ich habe mal das sehr intensiv überlegt und auch mit vielen darüber geredet.

00:00:48: Ja, ich will es nach wie vor.

00:00:51: Ich hab mir dir den zehntausendneinzehnmalen Interview gemacht.

00:00:54: Ich glaube, wie bei jedem Interview die Frage gestellt.

00:00:56: Wollen Sie in die SPÖ zurückkehren?

00:00:58: In die Politik zurückkehen?

00:00:59: und da haben sie Folgendes gesagt.

00:01:00: Schauen wir uns das mal an.

00:01:02: Das hatte jetzt darum ... Die SPÖ in der Opposition, weil ich nicht davon ausgehe, dass die SPö an einer Regierung beteiligt sein wird, eine inhaltliche neue Positionierungsphase zu führen und auch einen personellen Neuanfang zu starten.

00:01:17: Und da bin ich der Fasche!

00:01:20: Wir brauchen auch in der SPÖ ein Generationswechsel.

00:01:25: Was haben Sie gesagt?

00:01:26: Wir brauchen einen Generationswechsel.

00:01:28: Jetzt ist es sieben Jahre später, warum sind Sie jetzt da?

00:01:31: Aus mehreren Gründen.

00:01:32: erstens die SPÖ war damals in einer ganz anderen Position.

00:01:38: Sie hat bis zur Hälfte mehr Stimmen gehabt wenn man sich die Umfragen anschaut.

00:01:47: Die SPÖ ist heute in einer Situation wo sie vor der Gefahr steht irrelevant zu werden von den Grünen überholt zu werden mit der Zweistelligkeit zur Kämpfer.

00:01:59: Zweitens, es ist nach wie vor meine Absicht sollte ich erst werden dass man nach einer gewissen Zeit diesen Generationswechsel vornimmt das sich an die nächste Generation übergebe.

00:02:12: aber

00:02:13: es gibt derzeit niemanden anderen der den Kurs von Andreas Baerbler infrage stellt und ich bin hundertprozentig überzeugt, dass sich die SPÖ nur dann erholen wird.

00:02:24: Und die Sozialdemokratie nur dann einstarken wird wenn es einen Kurswechsel gibt.

00:02:28: und insofern bin ich heute aus meiner Sicht der Richtige.

00:02:32: Ich würde das gerne mit Ihnen in drei Punkten besprechen.

00:02:35: Erst mal die Strategie, wie Sie es angehen und angegangen sind die letzten Tage, zweitens Ihre Personen und drittens die Themen also was dieser Kurswechsel bedeuten würde.

00:02:43: Beginnen wir einmal mit der Strategie.

00:02:45: Es sieht so ein bisschen nach einem Rohrkrepierer aus.

00:02:48: man würde erwarten dass wenn jemand rausgeht und sagt ich will SPÖ-Chef werden der so lange in der Partei ist wie sie dass er so vorbereitet ist dass da zumindest drei vier Landeschefs und Chefs und Teilorganisationen aufstehen und sagen ja ich stehe hinter Das ist alles nicht geschehen, bis er hat sich kein aktiver SPÖ-Politiker oder SPÖ Politikerin zu Ihnen bekannt.

00:03:10: Hatten Sie das anders geplant?

00:03:12: Sind Sie enttäuscht, dass so gelaufen ist?

00:03:15: Weder hatte ich es anders geplannt noch bin ich enttäuscht.

00:03:18: nur hatte ich als Anders erwartet was sie missverstehen und was viele Journalisten miss verstehen Dass hinter dieser Wortmeldung eine Kampagne

00:03:28: steht

00:03:30: Was Ich gemacht

00:03:31: habe

00:03:32: nach vielen, vielen Gesprächen mit einfachen Funktionären und mit auch spitzen Funktionärern.

00:03:39: Die eigentlich seit Monaten laufen.

00:03:42: Mir zu überlegen ... die mich gebeten haben, getränkt haben.

00:03:49: Gerhard macht es doch!

00:03:50: So kann's nicht weitergehen.

00:03:51: Es gibt niemand anderen der das jetzt machen würde.

00:03:56: Dass ich mir überlegt habe, kann ich das?

00:03:59: Bin ich der Richtige?

00:04:00: für heute habe ich die Kraft dazu und natürlich auch spielt meine Familie mit.

00:04:06: Und wenn mich das beantwortet habe, habe ich gesagt ja, ich mache es!

00:04:11: Ich stehe zur Verfügung.

00:04:13: Ich musste es auch öffentlich machen weil das passiert sonst nicht, wenn man's nicht öffentlich macht.

00:04:19: Jetzt ist die Partei dran.

00:04:21: da war keine Kampagne dazwischen.

00:04:23: Was sollte

00:04:23: denn nicht eine Kampanne dazWischen sein?

00:04:27: Nein, das geht ja nicht ums Professionelle.

00:04:29: Das ist wirklich das Missverständnis.

00:04:33: Ich sage, ich stehe zur Verfügung.

00:04:35: Es ist eine klare Entscheidung die die Partei zu treffen hat und nicht ich werde sie treffen und nicht eine Kampagne wird sie treffen.

00:04:44: es wird die SPÖ treffen.

00:04:45: Es werden die entscheidenden Leute treffen, die sagen ja wohl machen wir einen Sonderparteitag, machen wir keinen Sonderparteitag?

00:04:54: Und da bin ich sehr geduldig!

00:05:00: habe es mir abgewöhnt, mich über Dinge aufzuregen oder zu ärgern.

00:05:04: Oder ein Talsch zu sein, die ich nicht kontrollieren

00:05:07: kann.".

00:05:08: Das ist zumindest ein guter Start in dieses

00:05:11: Unterfangen!

00:05:12: Ich stehe zur Verfügung mit all meiner Seele und all meiner Kraft.

00:05:16: Und die Partei muss sich entscheiden.

00:05:18: Hätte ich geglaubt da steht niemand hinter mir?

00:05:21: Da stehen auch wesentliche Organisationen hinter mir.

00:05:25: Ich mache keine Harakiri, da hätte ich es auch nicht gemacht.

00:05:28: Welche wesentlichen Organisationen stehen hinter Ihnen, Klamse?

00:05:31: Ich glaube schon, dass einige Landesorganisationen und andere hinter mir stehen.

00:05:35: Aber noch einmal ... Es ist müßig darüber zu spekulieren, es wird diese Entscheidung geben.

00:05:43: Es werden sich auch Politiker, Spitzenpolitiker der SPÖ entscheiden müssen und damit bekennen müssen, welchen Weg sie angehen wollen mit der SPO.

00:05:56: Darauf kommt es

00:05:57: an

00:05:58: und dann werden Sie's wissen.

00:05:59: Da ist auch die Duld nicht der

00:06:01: Schlechteste.".

00:06:02: Jetzt ist die Frage, warum sollten sie das entscheiden?

00:06:05: Sie haben bisher gesagt ihr Kurs ist ein anderer als der von Andreas Babler.

00:06:10: Zu links sind wir in der Mitte.

00:06:12: Ich möchte Ihnen darüber sprechen.

00:06:13: was bedeutet das?

00:06:15: Was am Kurs von Andreas Baba stört sich so sehr dass sie sagen er muss weg.

00:06:21: Es geht nicht um Stören Und es geht auch nicht darum, dass ich sage er muss weg.

00:06:28: Es geht darum, das die SPÖ heute in einer Situation war wie sie seit dem Zweiten Weltgebiet noch nie war.

00:06:37: Fünfzehn Prozent!

00:06:39: Was hätte der Dreiß-Kirchener Bürgermeister Andreas Babler den Parteivorsitzenden egal wie er oder sie heißt ausgerichtet wenn die SP Ö bei fünfzehn prozent wäre?

00:06:52: Das hat ja einen Grund.

00:06:54: Ich bin der hundertprozentige Überzeugung, dass die überwältigende Mehrheit der Funktionäre und auch da Mitglieder sagt so kann es ja bitte nicht weitergehen.

00:07:03: das ist ja kein Angriff auf den Andreas Babler!

00:07:06: Das ist wie viele Fußballterinnen ich weiß ich bringe immer diesen Vergleich, die es gut meinen, die auch vielleicht gut begonnen haben aber in den letzten zehn Monaten oder sechs Monaten nicht viel gewonnen haben.

00:07:21: Manchmal muss man auch einen Weg ändern.

00:07:24: Und insofern ist es nicht nur Andreas Babler, sondern es ist auch der Kurs!

00:07:30: Der Kurs des Andreas-Bablers, das wissen Sie genauso wie ich, ist ein sehr linker und ... Ich bin kein Maxist.

00:07:40: Das unterscheidet mich schon einmal von Andreas Bablar.

00:07:43: Ich bin jemand, der in der Zeit von Bruno Greiske die immer gesagt haben, Anton Bernier war das.

00:07:53: Die Kuh, die Milch gibt, die schlachtet man nicht.

00:07:56: Die muss man auch füttern.

00:07:58: und wenn sich heute ... Das ist die Wirtschaftssituation

00:08:01: gemeint?

00:08:01: Wenn Sie heute die Wirtschafts-Situation ansehen, dann ist nicht alles Haus gemacht.

00:08:07: Das ist klar!

00:08:08: Wenn der amerikanische Präsident und der russische Präsident Kriege anfangen, dann leidet die gesamte Welt darunter.

00:08:15: aber Es ist hausgemacht, dass wir eines der Schlusslichten sind in Europa.

00:08:20: Wenn nicht das Schlusslicht!

00:08:22: Und genau die Wirtschaft zu entlasten,

00:08:25: damit

00:08:26: wir einen Wirtschaftswach zum bekommen, damit wird die Produktivität erhöhen können Sie von dieser unglaublichen Bürokratie befreien, die wir haben in Österreich.

00:08:39: Wir werden sie auch entlastet wo ihnen Dinge

00:08:44: auf

00:08:46: die eigentlich aus dem Budget finanziert werden könnte.

00:08:50: Das sind alles Dinge, die wir heute anders machen müssen weil noch einmal ein weiter so.

00:08:56: das wird nicht funktionieren.

00:08:58: Ich habe mir jetzt durchgesehen, was in den letzten Tagen gesagt haben zu Wirtschaftentlastung, Invasion und so weiter.

00:09:04: Und ich habe kaum etwas gefunden das nicht schon im Regierungsprogramm steht.

00:09:07: Bürokratieabbau es gibt sogar einen eigenen Staatssekretär stehen im Regierungsprogramm.

00:09:11: Es gibt eine Industriestrategie für die Wirtschaft usw.

00:09:16: Was ist denn konkret?

00:09:18: Das

00:09:19: habe ich mir auch angesehen.

00:09:20: zum Beispiel von der Industriestrategie steht man ungefähr bei der Hälfte der Umsetzung.

00:09:27: Was ist denn konkret, was Sie anders machen würden als das, was Babler in diesem Regierungsprogramm verhandelt hat?

00:09:33: Also ich glaube dass es nicht reicht nur zu sagen wir dürfen nicht entindustrialisieren.

00:09:42: Wir sehen das aus Großbritannien.

00:09:45: aber wenn sie heute mit der Wirtschaft reden und das tun sich ja, was sagen Ihnen die Wirtschaftsbetriebe?

00:09:55: Ja, es ist ein kleiner Schritt bei den Lohnnebenkosten gemacht worden.

00:10:00: Der wird nicht viel helfen und das Ding nicht umdrehen.

00:10:03: Sie würden mehr Lohnleben kosten sein?

00:10:07: Es ist ein Gesamtkonzept.

00:10:09: Und dieses Gesamt-Konzept ist mit der Wirtschaft zu verhandeln.

00:10:13: Wir müssen in Bildung investieren.

00:10:16: Ein Projekt für das ich immer gebrannt habe ist die Ganztagsschule.

00:10:22: Die Ganztagsschule ... Wirklich wichtig auch für das Bildungsniveau unserer Kinder.

00:10:28: Und sie kennen die BISA-Studien in ganz Europa, aber auch in Österreich.

00:10:32: Da geht es eher runter.

00:10:33: Zweitens ist es wichtig für die Migration und Integration.

00:10:38: Weil man den ganzen Tagen der Schule Deutsch redet, dann kann man das nach einer gewissen Zeit nicht so nach drei, vier Stunden nach Hause geht und wieder die eigene Muttersprache redet.

00:10:49: Es hilft ganz wesentlich ... Denn Frauen, diese Vereinbarkeit vom Beruf und einer Familie.

00:11:00: Da brennt auch mein sozialdemokratisches Herz.

00:11:02: Aber Herr Zeiler, da brenn

00:11:03: das

00:11:03: Herz der gesamten Sozialdemokratie?

00:11:05: Und sie hat es nicht durchgesetzt weil sie nicht alleine regiert sondern bei Koalitionspartner ÖVP, dass Barton nicht will.

00:11:11: Glauben Sie, dass die das anders machen könnten als alle bisherigen Vorsitzenden?

00:11:15: Ich glaube,

00:11:15: ich glaube, dass diese Regierung – und auch die Regierungspartner Insbesondere die ÖVP.

00:11:23: Heute genauso vor den Wahlergebnissen in Deutschland, in Sachsen-Anhalt, in Mecklenburg-Vorpommern, in Berlin stehen und sagen, was wissen wir anders machen?

00:11:34: Ich glaube nicht daran, dass man sich an einem bedingungsloser Niederlage hingibt!

00:11:41: Wir brauchen den Mut auch etwas dagegen zu tun und den Mut, Dinge zu machen über die man sich heute nicht ... oder bis heute nicht drüber getraut hat.

00:11:52: Dieser Mut fehlt mir in der Politik und den will ich zurückgeben, das wusst

00:11:58: du als ... Es

00:12:02: ist atmosphärisch und auch inhaltlich.

00:12:06: Und atmosphäre heißt warum haben die Rechtspopulisten und die Rechtsextremen so einen Zulauf?

00:12:15: Weil sie eine ganz andere Zukunftsvision darstellen.

00:12:18: Sie sagen, gehen wir zurück in die Vergangenheit.

00:12:21: Wir geben euch alles wieder zurück, was ihr immer gehabt habt.

00:12:25: Die Sicherheit, die Heimat macht sich keine Gedanken über die wirtschaftliche Lage.

00:12:30: Wenn wir das Europa der Vaterländer machen, dann wird alles viel besser.

00:12:34: Wir wissen, dass es falsch ist und die Regierungsparteien, die ich nenne jetzt Parteien der demokratischen Mitte ... Wir müssen auch eine Zukunftsvision geben, aber nicht mit den Methoden der Vergangenheit Zukunftsprobleme lösen will.

00:12:50: Das funktioniert noch nie.

00:12:53: Was sind die großen emotionalen Themen für die breite Masse der Menschheit?

00:13:01: Wie schaffen wir den Vermögensaufbau und den Wohlstand für alle und zwar mehr?

00:13:11: Wirklich gewährleisten, dass junge Leute auch wieder glauben an die Zukunft.

00:13:16: Das sind die Themen und das sind alle drei Parteien, die heute eine Regierung bilden gefragt.

00:13:23: Wenn Sie das nicht tun werden sie scheitern.

00:13:25: aber ich will mit Sicherheit nicht scheittern.

00:13:28: Und Sie

00:13:28: glauben, es ist besser können in der Zusammenarbeit mit den anderen beiden bestehenden Regierungen als Andreas Babler diese Themen durchzusetzen?

00:13:38: Ich glaube ... Also er hat gewisse Themen nicht auf der Tagesordnung.

00:13:42: Ich glaube, dass die Sozialdemokratie bei uns zu wenig auch das Thema Wirtschaft besetzt, zu wenig das Thema Leistung.

00:13:54: Bitte Leistung!

00:13:54: War ein Thema ... Ein Hauptthema der Sozialdemokratie?

00:13:58: Aufstieg war ein Hauptthemer der Sozialdemokratie?

00:14:01: Sicherheit war ein Haupthema des Sozialdemogratiees?

00:14:04: Das hat man sich alles wegnehmen lassen und das

00:14:06: zurückzubringen?!

00:14:08: mit den anderen Parteien versuchen, das umzusetzen.

00:14:11: Wenn es nicht geht muss man ohnehin neu wählen!

00:14:13: Das ist überhaupt keine Frage aber das ist mein Ziel.

00:14:18: Die Mimikration bieg ich ein Ding heraus dass sie gesagt haben in den letzten Tagen nämlich das Thema Sozialhilfe.

00:14:24: Sie haben gemeint sozialhilfe kann sich für immer geben.

00:14:26: wenn jemand hierher kommt muss er sich selbst erhalten können.

00:14:29: da ging's um anerkannte Asylwerber, die Staatsbürger ja gleichgestellt sind.

00:14:35: Wie wollen Sie das machen?

00:14:36: Dass jemand, der ein anerkannter Asylwörber ist, der Asyl bekommen hat und hier ist, dann anders als eine Staatsbürgersozialhilfe gestrichen

00:14:43: bekommt?

00:14:44: Moment!

00:14:45: Was ich gesagt habe und was ich meine, ist wir unterstützen jeden, der arbeitet.

00:14:50: Wir unterstützen alle, die nicht arbeiten können.

00:14:54: Aber wir können es uns nicht leisten und sollen es uns auch nicht leisten, diejenigen zu unterstützen, die Das gilt für alle?

00:15:07: Das ist ein wachsendes Problem, dass das Budget mittlerweile extrem belastet.

00:15:12: Jeder weiß das!

00:15:14: Niemand traut sich reinzugreifen.

00:15:15: Trauen Sie sich zu sagen wir müssen das Pensionsalter heben?

00:15:20: Das sind die falsche Antworten.

00:15:23: Was ich sagen muss und da müssen wir jetzt eine Minute zuhören weil es nicht mit einer Maßnahme getan ist Es ist überhaupt keine Frage, ich bin der Erste, der das ganz offen sagt.

00:15:37: Das was Sie sagen, was sich viele denken aber offensichtlich nicht trauen anzusprechen.

00:15:43: Dass mit steigender Lebenserwartung, die ja enorm ist diese Steigerung in den letzten zwanzig dreißig Jahren auch die Lebensarbeitszeit sich vermehren muss.

00:15:55: Das ist ja völlig klar!

00:15:57: Das kann mein elfjähriger Sohnausrechner mathematisch.

00:16:00: Das ist wirklich nicht schwer, die Frage ist wie?

00:16:04: Erstens muss das faktische Pensionsantrittsalter natürlich auch am Höht werden.

00:16:10: Das Zweite ist es muss diesen Aspekt

00:16:13: auch

00:16:14: in eine ganz bewusste Flexibilisierung der Flexibilität und der Gerechtigkeit hinein geben.

00:16:20: ein zwei Beispiele Der, der mit fünfzehn zu hakeln begonnen hat, sagen wir siebzehn.

00:16:26: Da zwanzig Jahre im Schichtbetrieb gearbeitet hat, da am Hochhofenabkehr, der zumeist aufgrund dieser Arbeitstätigkeit nicht in neunzig oder die achtundachtzig Jahre wird, die durchschnittliche Lebenserwartung bald sein wird.

00:16:41: Warum soll er jetzt plötzlich fünfzig Jahre arbeiten müssen?

00:16:44: Während der, der halt ein Student und ich weiß dass ich dafür auch sehr kritisiert werde halt sein Studium etwas locker angeht.

00:16:54: Und dann statt der Mindeststudien dauer das Doppelte verbringt, erst mit achtundzwanzig nach und zwanzig zu abmiegeln, mit fünfunddreißig Jahren in Pension gehen soll.

00:17:04: Das ist weder gerecht, aber noch meiner Meinung nach möglich.

00:17:09: Da muss es auch eine gewisse Flexibilisierung und Flexibilität geben, das ist ein Aspekt.

00:17:14: Aber der zweite Aspekt, der geht an den Bereich der Wirtschaft, dann kommt doch ein Dritter...

00:17:20: Ein Teil

00:17:20: der Bevölkerung soll später in Pension gehen dürfen, wenn ich das zusammenfassen darf.

00:17:25: Ein

00:17:25: Inpension gehen dürfe, soll jeder wie er möchte?

00:17:31: Aber mit den vollen Bezüger wird es eine gewisse ... Ich bin ein Anhänger einer gewissen Mindestanzahl von Jahren damit man mit dem vollen Pensionsbezüge in Pention gehen soll.

00:17:44: Und wie

00:17:44: hoch ist die Mindestsanzahl?

00:17:45: Die wird heute sicherlich bei forty-fünf Jahren liegen und haben wir noch nicht erreicht Ob das dann, wenn die Lebenserwartung hundert Jahre ist, forty-fünf Jahre sein wird können oder ob man das nicht erhöhen muss.

00:17:58: Das wird man sehen.

00:17:59: Da geht es auch um das Faktische und nicht das Theoretische und im Gesetz festgehaltene.

00:18:05: Erster Punkt, zweiter Punkt!

00:18:06: Ja so einfach kann sich die Wirtschaft aber auch nicht machen.

00:18:09: Die Wirtschaft und die Industriellenvereine sagen heute, siebenundsechzig, achtundsechszig, siebzig soll das Pensionsantritt allzu sein?

00:18:18: Aber selbst ... Viele Firmen, nicht alle werfen die Menschen und die Arbeitnehmer mit fifty-fünfzig, siebenundfünftig, sechzig raus.

00:18:27: Die gehen dann ein betrechtlicher Anzahl der Menschen ... Ich glaube, der Prozentsatz, wenn ich richtig liege liegt bei sieben und zwanzig Prozent, gehen von der Arbeitslosigkeit in die Pension.

00:18:38: Das hat keinen Sinn!

00:18:39: Also da muss es auch ein Geben und Nehmen von Wirtschafts- und Arbeitnehmern geben, das ist der zweite Aspekt.

00:18:47: Genauso wie ich davon erwachte, dass wenn wir eine Entlastung der Wirtschaft vornehmen, dass sie auch wieder Lehrlinge ausbilden.

00:18:56: Man braucht sich die Zahlen nur anschauen in den letzten Jahren.

00:18:59: Ist es ziemlich signifikant runtergegangen?

00:19:01: Auch das erwarte ich mir!

00:19:03: Und da einen Incentiv oder ein males Bonussystem sind auch Dinge, die dazugehören.

00:19:10: Herzlichen Dank für das Gespräch.

00:19:12: Ich danke auch.

00:19:14: Insgesamt haben Corinna Milborn und Gerhard Zeiler forty-fünf Minuten miteinander gesprochen.

00:19:18: Sie finden die langen Version dieses Interviews jederzeit und kostenfrei auf Join, unserem SuperStreamer!

00:19:25: Und jetzt diskutieren wir über das Gehörte und diskutieren über die Frage Zeiler statt

00:19:30: Babler?

00:19:31: Neuanfang oder Selbstzerstörung.

00:19:33: Und zwar mit diesen Gästen!

00:19:35: Ich begrüße herzlich den Medienberater, Journalisten und Autor Peter P. Linker.

00:19:40: Sie sind ein langjähriger Freund- und Wegbegleiter Gerhard Seilers und sie unterstützen jetzt auch diese Bewerbung als neuen SPÖ-Vorsitzenden.

00:19:50: Das Gegenüber im wörtlichen und inhaltlichen Sinne.

00:19:54: heute, Julia Herr.

00:19:56: Sie sind stellvertretender Bundesparteiversitzender der SPÖ und sie ist noch kurz zusammengefasst.

00:20:01: Wir haben bereits einen Vorsitzenden!

00:20:04: Wir

00:20:05: haben außerdem heute bei uns Anna Thalhammer, Chefredakteurin der Wochenzeitung Profil.

00:20:10: Sie werden uns da behelfen diesen rotem Machtkampf für uns einzuordnen Und auch ein bisschen die Zukunft zu blicken wie das

00:20:16: Drama

00:20:17: sich weiter ausrollt wird.

00:20:19: in den kommenden Wochen Vorher bis dahin, bis gestern hieß es aus der SPÖ-Bundespartei diese Bewerbung vom Gerhard Seiler.

00:20:30: Ich paraphrasiere es jetzt muss man nicht weiter ernst nehmen er steht ja keiner für ihn auf.

00:20:35: Jetzt hören wir aus der Kärnten-SPÖ Landespartei, dass sich der Kärtner Landeschäft mit den anderen Länderchefs beraten will.

00:20:43: Wie man mit dieser Zeilerbewerbung umgeht?

00:20:45: Jetzt hören die Forderungen aus Tirol.

00:20:48: Hallo!

00:20:48: Wir brauchen einen Sonderparteitag.

00:20:50: Jetzt sagt Gerhard Zeiler, Corinna Milborn im Interview, es hätten ihm so viele und Spitzenfunktionäre gesagt, bitte mach was.

00:20:59: Wird's jetzt wirklich eng für Andreas Babler?

00:21:05: Ich würde vielleicht gern ... um diese Frage zu beantworten auf das eingehen, was da jetzt auch gerade mitgesagt worden ist.

00:21:11: Weil wir haben jetzt gerade neunzehn Minuten uns gemeinsam angeschaut und mir ist es schon wichtig wenn dort beispielsweise ausgeführt wird zu sagen man muss mehr für die Wirtschaft tun, zu hinterfragen was denn tatsächlich passiert?

00:21:22: Da kommen wir noch dazu.

00:21:23: ich verspreche

00:21:24: vorher ja wir reden auch über die Maßnahmen die die Regierung schon für die wirtschaft getroffen hat.

00:21:28: Auch Corinna Milburn hat's kurz angesprochen.

00:21:30: aber Ich würde jetzt nochmal gerne dabei bleiben wie ernst muss man es nehmen dass doch ernst genug nehmen zu sagen, wir müssen uns mit dem Zeiler auseinandersetzen.

00:21:41: Und er sagt selber so viele Funktionärinnen und Funktionäre sind unzufrieden.

00:21:45: Muss man das dann nicht ernst nehmen dieser Bewerbung?

00:21:48: Ich stehe hinter dem gewählten Bundespartei-Vorsitzenden.

00:21:51: Ich steh hinter der Regierungsmannschaft, ich glaube wir müssen unsere Minister und Ministerinnen auch unterstützen.

00:21:56: Ich glaube wir haben genug Konflikte, wir haben Kriegekrisen auf dieser Welt.

00:22:00: Wir haben hohe Energiepreise, wir müssen schauen die Inflation niedrig zu halten.

00:22:04: Ich bin der Meinung es braucht eine SPÖ die gemeinsam an einem Strang zieht und das ist das Argument dass sich auch vorher sagen wollte.

00:22:10: ich glaube dass es besser wäre auf das zu verweisen was für die Bevölkerung auf den Boden bringen.

00:22:15: ich glaube es wäre besser alle gemeinsam daran zu arbeiten den Alltag.

00:22:19: zu verbessern und nicht Personaldebatten zu führen.

00:22:22: Und das ist auch das Argument, das lassen Sie mich jetzt bitte noch machen.

00:22:25: Wir geben in den kommenden drei Jahren siebenhundfünfzig Millionen Euro aus für Industriebetriebe.

00:22:30: wir knüpfen diese Forderung aber beispielsweise an den Erhalt von Arbeitsplätzen.

00:22:33: Wir tun ganz viel was Gerhard Seiler auch schon mit angesprochen hat.

00:22:38: Wir reden nur nicht darüber weil wir mit uns selbst beschäftigt sind und Personaldebaten führen und ich kann nur an alle in der SPÖ appellieren dass wir diese Selbstzerstörung hintanhalten Und dass wir das tun, wofür wir gewählt sind.

00:22:49: Dass wir das machen, was unsere Wähler und Wählerinnen erwarten.

00:22:52: Und dieses Tag täglich in der Regierung zu liefern bei der Wirtschaft, beim Gesundheitsbereich.

00:22:58: Da ist ein Wirklichkeit um jetzt nach Julia herzusprechen.

00:23:01: AGR hat Seile einfach nur der nächste, der die SPÖ in einer weiteren Krise stürzt mit Personaldebatten und auf sich hintritt und den Menschen erklärt, was sie alles falsch macht statt auf ihre Erfolge zu verweisen.

00:23:12: Das ist doch eigentlich eine Schwächung der Sozialdemokratie.

00:23:15: Das sehe ich überhaupt nicht so.

00:23:17: Es ist auch gar nicht das Zerstörung der SPÖ, sondern es ist eine große Chance für die SPÖ aber damit auch für die Regierung und das Land.

00:23:26: Weil aus meiner Sicht ist der Weg der SPO in den letzten Monaten kein guter, indem nicht inhaltlich.

00:23:36: Ich will jetzt gar nicht ... Ich will kein böses Wort sagen über den Genossen Babler oder die Regierungsmannschaft.

00:23:44: Da gibt's sehr gute.

00:23:45: Wir entwickeln auch sehr gute Personen.

00:23:47: Das Team ist gut, aber es wird nicht kommuniziert entsprechend und damit ist klar das Ergebnis

00:23:57: getrunken.".

00:23:57: Da würde die Julia Herr jetzt sagen – ich unterbreche sie gleich weil wir haben jetzt eh sehr lange den Gerhard Seiler gehört!

00:24:02: Aber da haben wir jetzt gerade das Argument gehört dass sind ja Sie jetzt ein Mitgrund?

00:24:05: Sie sind jetzt ein mit Grund darüber, dass Marida über die Führungsdebatte reden und nicht über was Gutes gemacht wird in der Regierungsarbeit.

00:24:11: Sie sagen jetzt gerade selber, das wird nicht genug kommuniziert

00:24:14: Das wird nicht genug und nicht gut kommuniziert.

00:24:16: Aber das sind ja Sie jetzt einen Mitgrund, wenn Sie wieder eine Führungsdebatte anstoßen?

00:24:21: Ich stoße mir gar nichts an.

00:24:23: Sondern ich habe das gute Recht des Geharzeiler gewürdigt, dass er sagt, ich könnte es besser machen.

00:24:29: Und ich glaube halt, dass es in einem wesentlichen Punkt besser machen kann.

00:24:34: Dass er besser kommunizieren kann.

00:24:36: Daß er seine große internationale Medienerfahrung einbringen wird Und dass es auch in keiner Weise eine Gefährdung der Regierung ist.

00:24:44: Es gibt kein einziges negatives Wort aus der Regierungsmannschaft der anderen Parteien und ich bin ganz sicherlich, das der Kurs den Erzgezieher hat – auch im Bereich der Unternehmenschaft, auch im Bereich der Wirtschaft auf Zustimmung und damit eine Stärkung der Regierung gibt.

00:25:01: Das ist keine Gefährderung für die Regierung oder die SPÖ-Vertal haben

00:25:05: wir!

00:25:05: Ich finde eine Sache sehr komisch.

00:25:08: Wenn das so gut ist, was man macht und wenn man der Meinung ist muss man sich trotzdem hinterfragen warum die Umfragewerte so aussehen wie sie aussehen.

00:25:15: Zweitens sind seit Beginn der Rezession ungefähr fünfzigtausend Arbeitsplätze in Österreich verschwunden, die wahrscheinlich nicht mehr wiederkommen.

00:25:22: also die Wirtschaft hat schon ein Problem auch wenn man da etwas tun möchte.

00:25:25: ich sehe schon dass man in einer schwierigen Situation ist und ich verstehe auch dass es innerhalb meiner Partei bei diesen Umfragewerten liegt natürlich Debatten darüber gibt, ob der Kurs so sein soll oder ob er vielleicht anders sein soll.

00:25:39: Also was ich hier beobachte ist gar nicht unbedingt Gerhard Zeiler oder nicht Gerhard Seiler sondern vielleicht schon die Frage ist der Weg den wir gehen richtig?

00:25:47: und da beobachte ich schon dass das innerhalb der SPÖ nicht eine besonders geschlossene Meinung darüber gibt ob das so gerade stimmt und richtig ist.

00:25:57: Die Debatte

00:25:58: gibt sowieso sie war bisher nur intern Frau Herr stimmt das?

00:26:01: Sie war nicht intern.

00:26:02: Ich sage auch, dass ich zufrieden bin, wenn die SPÖ bei fünfzehn Prozent in den Umfragen liegt.

00:26:07: Also da will ich ja überhaupt keinen Held rausmachen und das muss besser

00:26:12: werden.".

00:26:12: Der Punkt ist nur, wie löse ich das?

00:26:14: Löse ich dass in einer Diskussionssendung bei Puls IV oder löse sich das intern wo die SPÖ sich zusammensetzt und überlegt was kann man tun.

00:26:21: Und natürlich sind ständige Querschüsse auch mit ein Problem warum die SPö wie jetzt gerade mit sich selbst beschäftigt ist und nicht über diese Themen spricht.

00:26:30: wir haben es beispielsweise angehört.

00:26:31: Natürlich müssen wir adressieren wenn Arbeitsplätze verloren gehen.

00:26:36: Ich meine Sozialministerin Schumann hat gerade ein Paket vorgestellt Aktion fünfundfünfzig plus.

00:26:41: da werden mehr Millionen Euro in die Hand genommen und gerade für jene Frauen beispielsweise, die aus der Arbeitslosigkeit in Dimension wechseln wieder Arbeitsplätze zu schaffen.

00:26:50: Um hier Angebot zu schaffen.

00:26:51: also man kann dieser Regierung nicht vorwerfen dass sie nicht versucht an allen Stellschrauben auch zu drehen.

00:26:56: ich will auch mit anführen das es auch nicht stimmt.

00:27:00: wir haben diese Regierung übernommen.

00:27:03: zu einem Zeitpunkt wo Österreich schlusslicht war da war wird ist die Wirtschaft geschrumpft.

00:27:07: da hatten wir eine der höchsten Inflationen in der ganzen EU und zusätzlich unglaubliche Milliardenausgaben.

00:27:14: Jetzt ist die Trendwende eingekehrt, wir sparen pro Jahr mehrere Milliarden ein.

00:27:18: Markus Matterbäu ist ein hervorragender Finanzminister und obwohl wir weniger Budget zur Verfügung haben gab es erstmals wieder Wirtschaftswachstum und die Inflation ist niedriger.

00:27:27: also ich glaube ganz im Gegenteil die SPÖ beweist ja dass sozusagen die Situation auch besser werden kann.

00:27:32: das noch nicht alles dass die inflation immer noch hoch ist.

00:27:35: Ich bin da die erste die das mit sagt aber allein mit der Spritpreisprämie die wir beispielsweise beschlossen haben wären wir jetzt an den Zapf-Säulen wieder dämpfen und damit auch die Inflation um Null, zwei Prozentpunkte senken.

00:27:46: Deshalb sind wir ja jetzt nicht mehr im Schlusslicht EU-weit mit der Inflationsanlage mittlerweile aufgerückt und bei den besten Ländern.

00:27:53: Und ich denke nicht dass alles perfekt ist aber ich denke es würde Sinn machen wenn die SPÖ wieder eine SPÖ ist gemeinsam in einem Strang zieht und sich auf diese Themen konzentriert.

00:28:04: Das Problem finde ich mit den internen Diskussionen.

00:28:06: Es ist immer ein Büssel, dass ein Wähler sich auch ein Bild machen möchte und diese Diskussion deswegen nie ganz intern sein können, weil es ja zum Schluss jemandem braucht der dem zustimmt.

00:28:16: Also ich verstehe den Wunsch ... Den Wuns hat auch jedes Unternehmen das wenn man Interenkonflikte hat, dass nicht nach außen getragen wird, weil's immer schädlich ist.

00:28:24: Ich bin mir nur noch nicht ganz sicher ob bei Parteien jemals Wurstops die SBO ist oder nicht.

00:28:28: Ich habe

00:28:29: kein Wähler, keine Wählerin.

00:28:31: Ich versuche wirklich einmal in der Woche mit meiner Bezugspartei unterwegs zu sein ... Was die Menschen mir sagen, die sagen, hört's auf zum Streiten!

00:28:38: Keiner will eine Partei wählen, die nur streitet.

00:28:40: Die wollen eigentlich wissen, wofür steht die SPÖ?

00:28:42: Also die Wähler und Wählerinnen fragen mich diese Fragen, die verständlicherweise Journalisten und Journalistinnen brennend interessieren nicht.

00:28:51: Die sagen, hörts auf zu streiten!

00:28:54: Zwei Dinge will ich generell dazu sagen.

00:28:56: Das eine ist, das hat die Kollegin Thalhammer angesprochen Wir erleben hier gerade einen fundamentalen Systemkonflikt zwischen dem alten traditionellen Parteiverständnis oder es nur intern und in Wirklichkeit einer Öffentlichkeit die längst Ich will gar nicht sagen besser, aber weiter ist.

00:29:16: Sie glauben wirklich, dass die SPÖ einen schlanken Fuß macht vor möglichen Wählerinnen und Wählern, wenn sie immer wieder ihre eigenen Leute in der Führungsposition infrage stellen?

00:29:25: Ja, aber es geht ja nicht darum.

00:29:28: Das Zweite was ich dazu sagen wollte, das passt dazu.

00:29:31: Es geht kein Duell!

00:29:32: Es geht nicht einmal Duell.

00:29:34: Babler gegen Zeiler Das ist doch lächerlich.

00:29:37: Schauen wir ins International der Situationen...

00:29:39: Was sonst?

00:29:39: Was ist das Duell, wenn es nicht Zeile gegen Barbara

00:29:42: gibt?

00:29:42: Nämens schon Personalisieren wie Zeiler gegen Kickel.

00:29:45: Das ist das Kopptuell, was sich abspielt.

00:29:48: Weil überall auf der ganzen Welt die Rechtspopulisten entscheidend zunägen und auch in Österreich stärker geworden sind, stärkste Partei in den Umfragen ist.

00:30:00: Da muss man doch ganz klar sagen, jeder ... Da hilft nur eine stärkere europäische Integration.

00:30:08: Da helfen Karre Prinzipien gegen diesen rechtspopulisten Ansturm und da braucht es jemand, der das klar kommuniziert, diese

00:30:16: Zukunftsausgabe.".

00:30:17: Aber was ist denn dann die Zukunftsvision von GHCyla?

00:30:21: Die soll klar kommuniziert werden.

00:30:22: Diese Frage stellen wir uns nach einer kurzen Pause.

00:30:25: Was will er überhaupt?

00:30:26: Das müssen wir auch beantworten!

00:30:39: Sie rechen über die SPÖ und fragen, Zeiler statt Babler neu anfangen oder Selbstzerstörung.

00:30:45: Und sie haben eine große Ansage gemacht, Herr Pelinka vor der Pause.

00:30:48: Sie haben gesagt, das große Problem ist gar nicht dieser Führungszwiss, sondern ist der Aufstieg der Rechtspopulisten und Rechtsextremen.

00:30:58: Die Herausforderung ist wer kann sich kickelten erfolgreich in den Weg stellen?

00:31:02: Warum soll das da Gerhard Zeiler?

00:31:05: Besser können als der Andreas Babler den Aufstieg, dass Herbert Kickel, der ja längst vollzogen ist, wieder rückgängig

00:31:10: zu machen.

00:31:12: Ruckgängige machen sicher nicht von heute auf morgen aber er ist einfach ein besserer Kommunikator und politischer aus meiner Sicht.

00:31:19: Ich kenne lang genug.

00:31:20: ich habe auch dieses Interview mit der Karin da jetzt gesehen.

00:31:23: das war aus meiner sich großartig Und er wird das noch im allfälligen Wahlkampf, an immer der sein wird, noch beweisen können.

00:31:31: Dass er zusätzliche Sympathien gewinnt.

00:31:34: und beim Andreas Babler sage ich war am Anfang sehr erfreut über den Babler.

00:31:41: Mir ist die Gänsehaut kronnend wie er diese große Rede da ein Parteitag halten hat weil mir das so begeistert hat.

00:31:48: Das hat mich, ich bin ja alter Kreiske Fan an die alte kraftretorische Kraft der Sozialdemokratie erinnert.

00:31:56: Und das ist aber immer schwächer geworden, das ist immer gleicher geworden und ich glaube halt dass eine Sozialdemokratie die erfolgreich stärker werden will und nicht wie es in den letzten Jahren passiert ist, sich nicht verengern kann auf eine bestimmte Linke wobei wir fragen ja schon ob so wie der Zeiler da geht also auch der Andreas Babler wissen was Maxismus genau ist.

00:32:23: Das stehe ich ein bisschen in Frage.

00:32:26: Sie sagen jetzt der

00:32:27: linke Kurs und das Saft ist raus?

00:32:29: Es ist

00:32:29: einfach zu eng geworden!

00:32:32: Wenn man sich anschaut, was hat die SPÖ immer herausgemacht?

00:32:36: Das war das Bündnis mit liberalen bürgerlichen Kräften, mit Wissenschaftsaffinern, mit Kulturaffintern Menschen... Und das ist momentan nicht die Schuld vom Antibabler.

00:32:48: Aber das ist es momentan ... Das

00:32:52: ist gut.

00:32:53: Herr, was sagen Sie dazu?

00:32:54: Ich kann es nicht ganz einordnen.

00:32:55: Also ich kenne den Herrn Zeiler auch nicht, muss ich vielleicht auch dazu sagen... Das ist sein Fehler!

00:33:01: Die Frage ist es meiner.

00:33:02: Ich bin seit achtzehn Jahren in der SBO aktiv.

00:33:05: Bin stellvertretende Bundespartei-Vorsitzender

00:33:07: und war

00:33:07: seitdem auf jeden Parteitag, weil in jedem Wahlkampf aktiv, bin sehr viel im Ortsbezirks- und Landesparteien unterwegs.

00:33:14: Aber es klingt nach einer sehr spannenden Persönlichkeit mit beeindruckendem Lebenslauf.

00:33:18: Vielleicht lernen wir uns ja mal skennen.

00:33:21: Man kann nicht auf der einen Seite sagen man steht zur Regierung Man steht zum Regierungsprogramm.

00:33:25: Der Herr Zeiler hat auch viele Maßnahmen in der Regierung positiv gelobt und dann auf die anderen Seite sagen, man will aber da jetzt sozusagen mit einer neuen Kampagne, die ich noch nicht kenne einen Neustart oder ähnliches hinlegen.

00:33:39: Wenn wir das kritisiert aus zu links, dann frage ich mich schon was ist jetzt genau zu links?

00:33:45: Wir haben eine Mitpreisbremse beschlossen, hilft mehreren hunderttausend Haushalten, dass die Mieten nicht steigen.

00:33:55: Das ist ja gerade für die Kinder, die nicht gut Deutsch können wichtig.

00:34:00: Es heißt immer in der SPÖ gibt es immer viel Kritik man muss auch in den Sicherheitsthemen eine klare Position beziehen.

00:34:06: natürlich das stimmt.

00:34:07: wir haben letzte Woche hat Justizministerin Anna Spora vorgestellt Haft in der Heimat.

00:34:12: da geht's darum die Gefängnisse sind voll dass die Häftlinge wo das menschenrechtlich und juristisch möglich ist Die Haft bitte in der heimat versitzen sollen.

00:34:19: ich glaube ninety fünf Prozent der Bevölkerung stimmen das zu.

00:34:22: aber wenn ich mich frage, wer hat das aktuell mitbekommen?

00:34:26: Dann wahrscheinlich die wenigsten Menschen.

00:34:28: Weil wir eben nicht in der Kommunikation durchkommen.

00:34:31: und jetzt zu sagen, da hat die ständige Obmann-Debatte nichts damit zu tun muss ich schon sagen Ich bin auch in Kontakt mit Zeitungen, ich sage beispielsweise einer von der SPÖ bringen mir diese Woche keine Geschichte mehr ist ja schon auf der Titelseite Und jetzt möchte ich

00:34:44: was dazu sagen.

00:34:45: Es ist aber schon auch der Fall, dass gerade die Leute bei Andreas Babler nicht so gern mit Journalisten reden.

00:34:50: Es ist nicht so also wir nicht hundertmal angefragt hätten.

00:34:54: können wir reden können wir ein Interview machen?

00:34:56: warum geht's da?

00:34:57: Da herrscht prinzipiell die Einstellung des Journalisten eh allen nur was Böses wollen und man kommuniziert aktiv nicht.

00:35:04: auf mich ist noch nie jemand zugekommen gesagt hier treffen wir uns einmal.

00:35:07: ich würde das gerne erklären in einem Hintergrundgespräch was in vorigen Regierungen oder auch in der SPÖ gang und gäbe war.

00:35:14: Ich möchte nur sagen, es ist nicht so als ob die Zeitungen sich weigern was zu kommunizieren.

00:35:19: Wenn man böse oder gemeine das vielleicht einfach nicht machen möchte sondern vielleicht muss man auch ein bisschen aktiver das Gespräch suchen vor allem wenn eh schon von der anderen Seite signalisiert wird wir würden eigentlich gerne mehr wissen und auch gerne mal mit euch reden und dass auch ein bissel hinterfragen damit wir als Kommunikatoren die wir als Medien ja sind auch weiter vermitteln können Was macht die Regierung eigentlich?

00:35:40: Was denkt ihr sich dabei?

00:35:41: Das ist ja unsere Aufgabe.

00:35:43: Das kann ich nicht kommentieren oder bestätigen.

00:35:46: Ich versuche immer abzuheben, wenn man mich abruft.

00:35:48: Ich glaube das kann man so pauschal auch nicht behaupten.

00:35:51: Ich will auch nur sagen, ich habe vor Kurzem jetzt ein Hintergrundgespräch Beispiel gemacht für ein erfolgreiches Klimagesetz, dass wir endlich in Begutachtung schicken konnten.

00:36:00: Was man schon sieht ... Und ich will überhaupt nicht, dass jetzt die falsche Botschaft überbleibt.

00:36:05: Weil die SPÖ ist natürlich an ihren Problemen selbst verantwortlich.

00:36:08: Das sind natürlich hausgemachte Probleme.

00:36:10: also das wäre jetzt viel zu einfach zu sagen, die Medien sind schuld.

00:36:13: aber natürlich ist klar, dass es an so Fragen wie Personal-Debatten, das beschert natürlich auch Klicks und Reichweite, das ist etwas das groß aufgegriffen wird.

00:36:22: Also wenn wir Parteipräsidium haben und im Vorhinein heißt's wieder Nadoro Morts, da steht jede Kamera in ganz Österreich vor dem Parteipräsidium.

00:36:33: Das geht jetzt mit in Begutachtung.

00:36:35: Man muss schauen, dass man die Termine einhängen kann.

00:36:38: Schiebe die Schuld auf gar niemanden.

00:36:40: Ich bin selbst unzufrieden mit fünfzehn Prozent Umfragen, fünfzehnt in den Umfragen.

00:36:45: aber natürlich ist es so dass oft der Streit schneller mal in der Zeitung landet als Die Regierung hat sich auf einen guten Kompromiss geeinigt.

00:36:51: das is einfach auch Fakt.

00:36:53: einer der jetzt in allen Zeitungen ist und sehr viele Interviews gibt Ist der Babler herausforderge.

00:36:57: er hat Seiler.

00:36:58: Aber was mir noch nicht ganz klar ist trotz all dieser Kommunikationes Was möchte der überhaupt anders machen?

00:37:05: Ich habe heute auch wieder aufmerksam zugehört bei Corinna Milborn im Gespräch.

00:37:10: Er sagt, wir brauchen ein Bürokratieabbau für Unternehmen und Kinderbetreuung auszubauen.

00:37:15: Wir brauchen die Ganztagsschule mehr Kassenstellen für Ärzte und das Geld dafür.

00:37:21: Das holen wir uns aus diesen vielen Doppelgleisigkeiten bei Förderungen.

00:37:26: Eins zu eins von Andreas Barblaß sein.

00:37:28: Das ist doch genau der Plan, den die Regierung verfolgt?

00:37:31: Was genau will er denn dann anders

00:37:33: machen?

00:37:34: Wir brauchen ja jetzt nicht um die Sache herumreden.

00:37:37: Der G.H.

00:37:37: Zeiler hat eine Fähigkeit ein viel größeres Standing zu bekommen in der Sympathie der Öffentlichkeit

00:37:44: und Mediare.

00:37:45: Es geht nur um Sympathy, wenn Sie richtig verstehen, Herr Bellinkar, und nicht darum, dass er

00:37:49: inhaltlich was anderes macht.

00:37:50: Natürlich geht es auch darum.

00:37:52: Aber er kann einfach die Anliegen, glaube ich ... wesentlich besser verkaufen unter Anführungszeichen.

00:38:00: Er wird auf eine viel größere Sympathie stoßen, weil er aktiver kommuniziert und anders kommuniziert.

00:38:08: Und wenn Sie sich das Interview angeschaut haben ... Also eine bessere Kommunikationsform?

00:38:12: Eine sympathischere gibt es gar nicht!

00:38:16: Ein Beispiel nur, dass es nicht gegen Antibabler geht.

00:38:20: Ich war der erste, der sehr heftig kritisiert hat diese Wirklich sauerrei, die Geschichte mit seinem Vater.

00:38:28: Dass er in einer Kronenzeitung beschuldigt wurde?

00:38:30: Nein, das war nicht die Kronenszeitung.

00:38:33: In der

00:38:34: kleinen Zeitungen... Entschuldigung,

00:38:35: mein Fehler.

00:38:36: Ich muss es für die Zuseherinnen einordnen, dass sein Vater bei einer Operation vorgeheilt

00:38:42: worden wäre durch

00:38:43: seine Intervention, wofür's bis heute

00:38:46: keine Belege gibt.

00:38:48: Und er hat sehr gut kommuniziert ...in einem Podcast dass das, wie ihn das trifft und es war sehr gut.

00:38:57: Diese Emotionalität!

00:38:59: Und jetzt würde ich mir wünschen, dass das weitergeht so.

00:39:03: Warum?

00:39:04: Das glaube ich nicht, dass er dazu wählt ist schon so viele ... der als Berechtigte vor allem Unberechtigten Vorurteile gegen ihn gibt.

00:39:13: Der stoßt auf eine, inzwischen kommt

00:39:18: er

00:39:20: nicht mehr

00:39:22: raus.".

00:39:24: schon so einer ist jetzt sehr aufs Senden, der andere sendet noch nicht.

00:39:28: Schauen wir mal ob sich das ändert.

00:39:30: aber wenn man dem Gerhard Zeiler zuhört und die Augen zumacht und nicht weiß dass er aus der Sozialdemokratik kommt bei dem was er fordert was er möchte vor allem wie er für die Wirtschaft steht könnte der genauso bei den Neos oder in einem linksliberalen Vögel der ÖVP sein, finde ich.

00:39:46: Deswegen, weil sich ja die Regierungsparteien noch nicht aufregen, dann natürlich regen sie sich nicht auf denen wäre ein GH-Zeiler unter Umständen viel lieber, weil er andere Dinge einen anderen Fokus hat und deswegen würde

00:39:58: ... Nein,

00:40:00: möchte ich jetzt nicht beurteilen das ist nicht meine Aufgabe aber die denken sich natürlich schon wir würden dann wahrscheinlich auch mehr weitergeregen weil der steht nimmt da einfach eine andere Position ein.

00:40:10: Also besser kommunizieren oder nicht, finde ich nicht.

00:40:13: Mein Eindruck ist das vor allem wenn man in den Ländern telefoniert.

00:40:17: viele von denen haben bald Wahlen die haben natürlich alle die Krise bei diesen... Umfragewerten, die machen schon Hausbesuche.

00:40:25: Die gehen von Tür zu Tür und müssen halt bevor sie einmal über ihr Bundesland und das wollen wir da machen ist es offensichtlich so dass man sehr oft dann auch über Andreas Babler diskutiert.

00:40:35: Das kann man jetzt positiv sehen oder negativ sehen offenbar einer der wahrgenommen wird ja auch polarisiert.

00:40:41: Es war aber eh von Anfang an klar, dass das auch so sein wird und das geht denen halt schon bis zu einem gewissen Grad auch ein wenig auf die Nerven.

00:40:50: oder sie sagen, das ist einfach nicht gut.

00:40:53: Und hier warten sich schon dass es mit einem GH-Zeiler vielleicht einfacher wird.

00:40:56: und noch einen Satz dann höre ich wirklich auf Ich glaube es wäre egal wer jetzt kommt Der würde die Umfragen wahrscheinlich mal zwei, drei Prozent hochreißen.

00:41:06: Einfach nur weil er neu ist?

00:41:07: Das ist immer so.

00:41:09: Wer

00:41:09: es grundsätzlich eine gute Idee, unabhängig von der Frage Zeile oder Babler mehr in die Mitte zu rücken ... In Wirklichkeit hören wir da jetzt das Argument.

00:41:16: Der Kurs ist zu links und wird als wirtschaftsfeindlich wahrgenommen.

00:41:20: Was Gerhard Zeiler anbietet, klingt einfach schon mal wirtschaftspfreundlich allein von einer Kommunikation

00:41:26: her.

00:41:26: Wäre

00:41:27: das nicht ein Vorteil oder wäre das die richtige Strategie, mehr in den Mitteln zurückzurücken?

00:41:32: Also ich glaube, dass was diese Bundesregierung jetzt gerade auch vorlegt und der Kurs den noch an die Babler vorgibt.

00:41:38: Ich glaube das ist nicht links oder rechts einfach sinnvoll also dass wir beispielsweise gerade bei den Energiepreisen ansetzen und diese deckeln.

00:41:45: Ich glaub nicht, dass das jetzt irgendjemand aus maxistisch bezeichnen würde.

00:41:48: Das ist einfach was gerade notwendig ist und ich glaube nur um auch ein bisschen... Man darf ja auch klüger werden.

00:41:54: in den letzten zehn Jahren.

00:41:56: Wir haben in der SPÖ sehr oft eine Obmann-Debatte geführt, wir haben auch oft eine Person an der Spitze ausgetauscht und es hat nicht sofort sich alles zum Besseren gewendet ganz im Gegenteil dieser Debatte die wir jetzt Zeit bald nicht immer aber immer wieder kommt sie zurück seit bald zehn Jahren führen wo wie immer nur darüber reden über diese eine Personen an der spitze Die hat eigentlich auch dazu geführt dass wir da mitunter konsequent in den Umfragen nach unten gehen.

00:42:20: also ich glaube das ist falsch zu glauben man Tauscht eine Person aus und alle Probleme der Sozialdemokratie sind gelöst.

00:42:26: Ich glaube, da muss sich jeder selbst mit in die Verantwortung nehmen.

00:42:29: Und das ist falsch, die Dinge nur an einer Person

00:42:32: aufzuheben.".

00:42:34: Das hat einfach auch die Erfahrung der letzten Jahre ja schon mitgezeigt!

00:42:48: Er ist kein großer Fan von Erbschaftssteuern.

00:42:52: Er ist gegen den SPÖ-Plan für Topverdiener die Steuern zu erhöhen, er ist für die Sonntagsöffnung um jetzt auch mal ein besonders populäres Beispiel zu bringen.

00:43:02: Sind das nicht alles Ideen, die man dann bei den Großteilen der Funktionärinnen und Funktionären erst recht wieder nicht durchbringt?

00:43:08: Also nur eine Charaktur anzubringen als.

00:43:11: er hat nix gesagt, dass es gegen Erbsschaftssteuer gibt.

00:43:14: Er isst kein großer fan davon!

00:43:15: Er sagt nur dann wenn man dann das ganze Steuersystem umbaut

00:43:19: Arbeit entlastet wird im gleichen Ausmaß erst gegen diese generelle Vermögensteuerdebatte, weil es auch in dieser Form nicht durchsetzbar ist und nicht aktuell ist.

00:43:31: Aber eine vernünftige Erbschafts-Steueregelung die berücksichtigt genau den Umbau.

00:43:39: Dann gebe ich Ihnen ein weiteres Beispiel, das er jetzt bei Corinna Mielbaum gesagt hat.

00:43:43: Er sagt mit den Pensionen eine heilige Kuh.

00:43:46: für die Sozialdemokratie muss sich sehr wohl etwas ändern.

00:43:49: Die vollen Bezüge gibt es nur dann wenn man einen Mindestanzahl an Jahren gearbeitet hat.

00:43:54: Seine mindestens Anzahl auf Nachfrage wäre für klassische Akademikerinnen berufe forty-fünf Jahre.

00:44:00: Wann ist einer studiert bis a fünfer zwanzig ist und man reichnet die forty fünf dazu kriegt da die vollen bezüge erst mit siebzig.

00:44:06: Geht das mit der Sozialdemokratie?

00:44:08: Das

00:44:08: kann ich nicht im Detail sagen.

00:44:09: Im Prinzip ist es doch unbestritten, und das ist ja die Hauptaussage in dieser Pensionsfrage.

00:44:15: Unbestriten ist, dass sich was generell ändern muss.

00:44:19: Es kann nicht sein, dass bei diesen Gott sei Dank wachsenden Altersmöglichkeiten der längeren Arbeit, dass wir immer glauben, wir können das Pensionssystem nicht grundlegend ändern.

00:44:32: Das müssen wir tun!

00:44:34: Das ist unbestritten, das ist durch alle Parteien und

00:44:40: auch in der Sozialdemokratie bei vernünftigen umgestritten.

00:44:47: Ja, ich glaube rechnen können dort viele.

00:44:49: Dass sich das demografisch einfach immer schwieriger ausgeht ist klar.

00:44:52: die boomer-genen Pension wir haben niedrigere gesinkente Geburtenraten die KI wird Jobs fressen.

00:44:58: also was man sich von dem Faktor Arbeit prinzipiell am Ende des Tages ein Sozialsystem noch leisten kann und was nicht wird man sehen.

00:45:05: und man sieht auch in Deutschland wie schnell es krachen geht und was da abgebaut wird weil man sich eben nicht mehr leisten kann.

00:45:11: Wenn man sich allerdings anschaut, wer geht denn noch wählen und wer will denn die SPÖ?

00:45:15: Und übrigens auch die ÖVP ist es nicht nur eine Partei sind vor allem die Pensionisten überhaupt noch zur Urne gehen.

00:45:21: Und deswegen schalte man sich natürlich das Thema anzugreifen, also meine Erfahrung ist sowohl wenn man mit SPÖ-Politikern und ÖVP-Politikern im Hintergrund spricht sind die nicht realitätsfremd und sehen da tut sich ein sehr großes Problem auf.

00:45:33: und ja man muss was machen.

00:45:35: jeder sagt mir wir greifen es in dieser Legislaturperiode sicherlich nicht an.

00:45:39: Vielleicht

00:45:39: auch der Gerhard Seiler.

00:45:40: zu viel wie ein Manager der sagt ihr habt mal das angeschaut.

00:45:43: jeder der rechnen kann sieht dass ist doch sinnlos.

00:45:45: Aber bedenkt dabei so wenig, dass Politik eine andere Dynamik hat und das ist dann nicht immer nur um die sogenannte Bottomline geht?

00:45:52: Ich hoffe, dass es nicht so ist.

00:45:53: Ich hoffe auch, dass er an der längere Sicht der Politik und anderen Gesetzlichkeiten denkt.

00:45:59: Und ich bin sicher, er wird das machen!

00:46:01: Das heißt ja nicht, dass jede Aussage von ihm jetzt schon ein Stein gemeißelt ist.

00:46:06: Was mich bei Ihnen interessieren würde ... Wann würden Sie dann die Reislander ziehen?

00:46:10: Das, was wir auch immer wieder hören aus dem Inneren der SPÖ ist.

00:46:14: Diese große Besorgung seit der letzten Wahl.

00:46:17: ein Drittel der Wählerinnen laut Umfragen ist wieder verloren gegangen.

00:46:21: Wann ist denn da der Zeitpunkt wo man sagen muss Wir stellen den Kurs in Frage.

00:46:25: uns ist das zu harig dass wir jetzt bei fünfzehn Prozent landen und der Pfeil nach unten steigt.

00:46:31: Ich glaube, die SPÖ hat eine Verantwortung übernommen in diesem Land so wie wir das immer tun.

00:46:35: Wir haben gesagt, wir wollen Kanzler-Kickel verhindern Und wir gehen nicht in diese Regierung.

00:46:38: Wir haben alle gewusst es ist nicht lustig Es gibt kein Geld.

00:46:41: Es ist ein Scherbenhafen der uns hinterlassen worden ist von der Vorgängerregierung.

00:46:44: Es gibt große Herausforderungen und wir sind erstmals zu dritt und nicht zu zweit in der Regierung.

00:46:49: Wir haben gewusst, dass das extrem schwierig wird Aber wir haben das gemacht weil wir davon überzeugt sind, dass es Besse ist.

00:46:54: Die Sozialdemokratie sitzt mit am Tisch.

00:46:56: Es ist eine blau-schwarze Regierung angeführt von Herbert Kickel, der den Sozialstaat zerschlagen würde.

00:47:02: Das haben wir zugesagt für die kommenden fünf Jahre.

00:47:05: Ich glaube jetzt müssen wir das auch einhalten und schauen dass möglichst viel an Fortschritt passiert in diesen kommenden Jahren.

00:47:10: ich halte überhaupt nichts davon Jetzt hier die österreichische Innenpolitik zu destabilisieren Die SPÖ zu destablisieren.

00:47:17: das führt natürlich auch dazu dass in der Regierung Fragen gestellt werden etc.. Ich glaube wir haben Verantwortung übernommen und jetzt müssen Wir die zu Ende führen!

00:47:25: dass alles perfekt läuft.

00:47:27: Aber wenn ich Kritik habe und ich fordere das von allen ein, und deshalb tue ich es auch selber, dann greife ich zum Handy Also vom Erzähler, von fast allen in der SPÖ die Hände nummer und kann das auch persönlich tun.

00:47:39: Und ich glaube dass da auch viele sozusagen sehen wo könnte man den ansetzen?

00:47:44: Was ich nicht für einen richtigen Weg halte ist jetzt zu sagen bei den Pensionen muss jetzt jeder sozusagen automatisch länger arbeiten.

00:47:51: dort wo Menschen das noch können, wo die Arbeitskraft noch verfügbar ist wollen das auch viele.

00:47:55: wir haben jetzt mit der Aktivpension Für alle, die länger arbeiten wollen eine steuerliche Entlastung geschaffen.

00:48:04: Da sie das auch tun können!

00:48:05: Aber es gibt ganz viele einen Fliesenleger, der jeden Tag hunderte Kilos fließen hebt.

00:48:10: Der wird's nicht können, der ist körperlich kaputt.

00:48:12: Auch das muss man differenziert betrachten und erhalte ich nichts davon zu sagen.

00:48:16: Mit dem GHZ wirds einfacher weil da haben ÖVP und NEOS eine Freude.

00:48:19: Und dann kann man ein leichter neoliberales Wirtschaftsprogramm umsetzen.

00:48:23: wir sind schon die SPÖ Ich bin junge Mutter, bekämpfe übrigens schon auch für den freien Sonntag.

00:48:31: Weil das ist eine wichtige Zeit wo Familie passieren kann und Freizeit passiert.

00:48:34: Und ich glaube gerade die Work-Life Balance wird auch für junge Menschen immer wichtiger weil der Stress unter Druck steigt Ausnahme auf Atempause.

00:48:43: Schau mal,

00:48:44: in die Zukunft.

00:48:45: noch zum Schlussverteiler.

00:48:46: Lässt sich das jetzt noch aufhalten?

00:48:47: Dieser Ball, der da ins Rollen gebracht wurde ... Es ist ein Duell am Ende des Tages, ob man möchte oder nicht.

00:48:52: Womöglich bei einem Parteitag stehen noch andere auf.

00:48:54: Das können wir heute noch nicht sagen.

00:48:56: Was glauben Sie denn, was da jetzt passiert?

00:48:59: Also Klaaskugel habe ich ja keine.

00:49:00: Ich hab schon den Eindruck, dass die Debatte jetzt schon so laut ist.

00:49:05: Dass es eine Frage Andreas Babler ja oder nein an irgendeiner Stelle zu klären sein wird, stelle ich in Frage, vielleicht gibt es auch noch einmal andere.

00:49:15: Ich glaube da Andreas Barbler ist auch deswegen in einer schwierigen Situation der hat ja ... Du hast jetzt zwei Probleme als Führungskraft.

00:49:22: Das eine ist du musst die Macht ja irgendwie ausüben mehr.

00:49:24: Du musst ein Land führen, du musst in der Koalition Stärke zeigen, du muss das gegenüber deiner eigenen Parteitun und auf der anderen Seite gibts hier Unruhe, die musst du irgendwie einfangen.

00:49:35: also ich glaube die Frage die er sich stellen muss Ist das, was Sie tun?

00:49:39: Frau Herr, soll die Solidarität jetzt wirklich?

00:49:41: Krieg ich es damit in den Griff, dass es das ist oder brauche ich innerhalb der Partei vielleicht einmal einen Prozess um diesen Kurs, den man einschlägt auch regelmäßig zu diskutieren?

00:49:50: und vielleicht kommt man dann irgendwann eher zur Ruhe als mit diesem ewigen ... Hin und her, Debatten.

00:49:55: ist der eine die Richtige oder der andere.

00:49:57: Weil ich sehe es auch so am Ende des Tages ... Ist es nicht ausschlaggebend ob's der Mann oder der Mann ist?

00:50:02: Das Team muss funktionieren!

00:50:03: Und das ist das was man momentan sieht.

00:50:05: Das Team funktioniert nicht wie geschmiert.

00:50:08: Frau Thaler haben wir empfiehlt einer Team-Building im Hausname.

00:50:11: Wir glauben

00:50:12: Sie... Glauben

00:50:14: sie, die Kampfabstimmung lässt sich noch aufhalten?

00:50:18: Ja.

00:50:19: Sehr gut, danke für die knappe Schlussantwort.

00:50:22: Danke schön an Sie fürs Zuschauen!

00:50:25: Und ich übergebe direkt an meine Kollegin Gundula Geiginger.

00:50:28: Hallo, und in Breaking Media besuchen wir die österreichischen

00:50:33: Medientage und sprechen über künstliche Intelligenz, soziale Medien.

Über diesen Podcast

Jeden Dienstagabend bringt Manuela Raidl die entscheidenden Köpfe des Landes an einen Tisch. Von hitzigen politischen Debatten bis hin zu den komplexen Fragen aus Wirtschaft und Gesellschaft: In Pro und Contra treffen hochkarätige ExpertInnen auf einflussreiche PolitikerInnen und Persönlichkeiten, die unsere Zukunft gestalten.

Kritisch, fundiert und immer am Puls der Zeit – damit Sie bei den Themen, die Österreich und die Welt bewegen, mitreden können.

von und mit Puls 24

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