Pro und Contra

Pro und Contra

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00:00:06: Immer mehr Frauen wünschen sich maximal ein oder zwei Kinder, oder entscheiden sich

00:00:10: bewusst?

00:00:11: überhaupt

00:00:12: kinderlos zu bleiben.

00:00:13: Das zeigt das neue Geburtenbarometer der Akademie der Wissenschaften, gleichzeitig werden auf sozialen Medien traditionelle Rollenbilder gefeiert wie noch nie!

00:00:22: Sogenannte Threadwives – also traditionelle Hausfrauen haben Millionen von Followern und gerade bei jüngeren Menschen haben konservative Werte wieder Regenzulauf?

00:00:33: Was ist denn da

00:00:33: los?!

00:00:34: Das frage ich heute.

00:00:35: Laura Sachs-Lena Die ehemalige ÖVP Generalsekretärin ist heute Chefredakteurin Plattform Express und außerdem ist

00:00:43: sie Autorin

00:00:44: unter anderem des Buches

00:00:45: Fake

00:00:46: Feminismus.

00:00:46: Und sie sagt, moderne Feministinnen setzen Mütter unter Druck und wollen ihnen ein Lebensmodell aufzwingen, das Sie womöglich gar

00:00:53: nicht befürworten.

00:00:54: Barbara Nessler ist Nationalratsabgeordnete und Sprecherin für Kinderjugend und Familie bei den Grünen.

00:01:01: Sie sagt wer möchte dass sich mehr Menschen für Kinder entscheiden muss Frauen aus der Ungleichberechtigung holen und Väter in die Pflicht nehmen?

00:01:09: Rosa Ecker ist Nationalratsabgeordnete und Sprecherin für Familie und Frauen bei der

00:01:14: FPÖ.

00:01:15: Ihr Credo ist nicht Emanzipation durch Rollenbuch, sondern Anerkennung klassischer Rollen!

00:01:21: Und Julia Brandner – sie ist Stand-up-Kommedienerin

00:01:24: und Autorin

00:01:25: und sagt, dass sich Frauen heute selbstbestimmt gegen Kinder entscheiden können, ist doch eine feministische Errungenschaft.

00:01:32: Vielen Dank, dass Sie heute

00:01:34: alle da

00:01:34: sind.

00:01:35: Bleiben wir mal bei den niedrigen Geburtenraten vor Sagslehne?

00:01:38: Das ist gerade das Debatten-Thema.

00:01:40: Wir sind noch nicht ganz sicher, was es für uns als Gesellschaft bedeutet.

00:01:43: Da gehen die Meinungen auseinander und werden wir auch beraten.

00:01:46: Aber die Geburtenrate ist in Österreich auf einem Rekord niedrigem Niveau.

00:01:52: Auch im EU-Vergleich eher niedrig.

00:01:54: Sie liegt im Jahr zwanzig bei nur ein Komma.

00:01:56: drei Kindern pro Frau Unter Kinderwunsch geht zurück, also die Akademie der Wissenschaften hat erhoben.

00:02:03: Die Frauen wünschen sich auch weniger Kinder im Vergleich zu früher und immer mehr bleiben ganz bewusst kinderlos.

00:02:10: Ist es für sie ein Zeichen dass sich Frauen nicht mehr so leicht bereit erklären sich aufzuopfern für Kinder und Familie?

00:02:16: Nein, ich glaube man muss den Blickwinkel ein bisschen verändern.

00:02:19: Also ich würde es einmal so sehen das ist natürlich ein riesiges Problem und eine echte Krise in der wir uns befinden weil es sagt einfach sehr viel aus über unsere Gesellschaft und offensichtlich auch Die tatsächliche Lebensqualität, die wir haben wenn Frauen bewusst sagen sie wollen immer weniger Kinder oder sie wollen gar keine Kinder.

00:02:37: Und ich glaube da gibt es eine Vielzahl von Gründen.

00:02:39: zum einen wahrscheinlich finanzielle Fragen und wirtschaftlicher Stabilität und der Faktor dass viele Frauen sagen okay ich kann es mir auch einfach nicht mehr leisten zwei drei oder mehr Kinder zu haben.

00:02:50: und zum anderen natürlich auch das wir jahrzehntelang uns von sogenannten modernen Feministinnen anhören mussten dass es nur dann besonders emanzibiert und nur dann besonders feministisch ist, wenn wir möglichst davorgreifend beruf sind.

00:03:03: Wenn die Kinder möglichst schnell in Fremd betrauen kommen bzw einfach kein Bild vermittelt und gelebt wurde wo Kinder und auch mehrere Kinder und große Familien zwangsläufig dazugehören und wo vermittelt wurde dass das auch etwas Schönes und etwas Erfüllendes sein kann und durchaus auch etwas Emanzipiertes und Feministisches Und das ist meiner Meinung nach ein riesengroßes Defizit.

00:03:24: Wir haben uns das Kinderkriegen vor Brandner schlecht geredet Vermangel der Lebensqualität, dass offenbar immer weniger Frauen sich trauen, Kinder zu bekommen.

00:03:34: Ich gehe natürlich mit dabei, dass es offen finanzielles Problem ist.

00:03:39: Man muss sich Kinder leisten können.

00:03:40: heutzutage und ich sehe das halt so viele können sich's auch einfach nicht mehr leisten oder sind noch einfach nicht bereit zur Lebensqualität dafür zu opfern.

00:03:47: beziehungsweise viele Frauen denken sich so warum will ich noch ein Kind?

00:03:50: Ich habe ja eh schon einen Mann weil sich viele Väter halt auch wenig bis gar nicht einbringen also in Österreich ja auch super wenig und ich verstehe total wenn eine Frau sagt sie will sich das jetzt nicht alleine antun zuständig sein.

00:04:05: Ich brauche keine Kinder.

00:04:06: Ich habe eh schon einen Mann, finde ich ein sehr witziges Zitat von der Frau Brandenhaarts.

00:04:09: auch damit zu tun dass man einfach als Vorhäuter sagt, ich möchte das in meiner Familie gleich verteilt.

00:04:16: ist diese harte Arbeit die Kinder einfach sind?

00:04:18: Ja aber es gibt ja auch in Familien.

00:04:19: also ich tue mir ein bisschen schwer so zu tun also ob die Frauen alles Opfer in ihren Beziehungen wären und sich gegen die bösen Männer nicht durchsetzen können.

00:04:26: und da sind dann alle sie armen Haschall die so gebeinigt sind in ihren beziehungen und in ihren Ehen.

00:04:35: das ist ja nicht der Fall.

00:04:36: Also Entschuldigung, da spricht er nicht für die Mehrheit der Paare und auch für die Frauen in Beziehungen in Österreich.

00:04:45: Das ist schon eine sehr negative Sichtweise auf das Ding.

00:04:47: Und natürlich, sozusagen schwarze Schafe gibt es überall.

00:04:51: aber ich glaube dass das auch etwas ist was durchaus im Familienleben privat geregelt werden kann wie man das Ganze dann handhabt Politik oder der Staat nicht einzumischen.

00:05:02: Drängt man da Frauen in der öffentlichen Debatte, in die Opferrolle?

00:05:07: Also zunächst einmal muss ich auf einen Punkt replizieren und zwar zum Thema böser Feminismus.

00:05:13: immer der Feminismus hat geschafft quasi dass zum Beispiel Frau Sachs-Lena zum Beispiel Politikerin werden konnte und im Feminisme geht es darum das sie als frau selber entscheiden kann.

00:05:28: möchte ich zu Hause bleiben Oder kann ich arbeiten gehen?

00:05:32: Und der Punkt ist, in Österreich hinken wir bei den Bereichen massiv hinterher.

00:05:37: Wir haben Kinderbetreuungseinrichtungen, die zum Mittag schließen.

00:05:40: Und ich frage mich ernsthaft was bringt es wenn ihr eine Kinderbetreuerung habt, die vor acht bis zwölf Uhr offen hat?

00:05:47: Das hat nichts mit der Arbeitsrealität zu tun, das hat so viel damit zu tun wie ein Faxgerät mit Digitalisierung und wir hören einfach noch viel zu oft ja die Mama bleibt daheim!

00:05:58: Die Mama wird schrichten und diese Zeiten müssen vorbei sein.

00:06:02: Wir wissen, dass

00:06:03: Frauen

00:06:04: immer noch und zwar viel zu selbstverständlich die unbezahlte Arbeit also die Kindererziehung, um sich um etwas kümmernde ganze Mental-Load an hundert Sachen so denken, selbstverständliche bei der Frau liegt.

00:06:18: Und

00:06:18: das

00:06:19: muss gesehen werden und es braucht politische Maßnahmen eben wie ein verpflichtender Ausbauplan und fünfzigtausende neue Kinderbetreuungsplätze weil sonst diskutieren wir in fünfzig Jahren da drüber.

00:06:28: Die ÖVP-Familienministerin sieht das so ähnlich wie die Frau Saxelina.

00:06:31: Dieser Dürr zertenken uns das, wir nehmen uns selber den Mut zum Kinderkriegen.

00:06:36: um das zu verdeutlichen veröffentlicht sie auch immer wieder Videos auf sozialen Medien, die wir dann alle heftig diskutieren.

00:06:44: ein Ausschnitt aus dem jüngsten Beispiel schauen wir uns kurz an.

00:06:47: Genau solche Videos Und die vielen negativen Kommentare drunter tragen dazu bei, dass sie das gesellschaftliche Klima in eine Richtung entwickelt.

00:06:59: In der wir sehr stark darüber sprechen was alles gegen Kinder spricht und leider viel zu wenig darüber was Familie eigentlich bedeutet.

00:07:06: Wir gehen als Familienministerin darum den Druck herauszunehmen und wieder mehr Mut zur Familie zu machen.

00:07:12: Wir müssen dafür die Erwartungen an Elternschaft wieder vor vernünftiges und realistisches Maß bringen.

00:07:17: Ein Kind muss nicht schon in der Kappelsstube zwei Fremdsprachen lernen, und es braucht ja nicht jeden Nachmittag ein Talenteförderprogramm.

00:07:23: Ich glaube wir müssen als Gesellschaft wieder ein realistises Bild von Familie zeichnen.

00:07:28: Wir tun uns da zu viel an!

00:07:29: Wir müssen ein realisteses Bild von Familien zeichne.

00:07:32: Frau Ecker, da müssten Sie doch mal ausnahmsweise mit einer ÖVP-Kollegin konform gehen, wenn's um diese Darstellung geht oder?

00:07:42: die vielen letzten Jahre jeden Tag und jede Stunde vorangehalten hat, welche Nachteile sie haben wenn sie Mutter werden.

00:07:50: Das stimmt de facto beim Einkommen, das stimmt bei der Pension.

00:07:54: Es hat sich keiner in der Politik die Mühe gemacht diese Nachteilung auszugleichen weil wenn man die Männer mehr in die Verantwortung nehmen, die wissen heute auch dass sie diesen Nachteilen die die Frauen haben Genauso haben.

00:08:04: Das ist ja nicht per se nur ein Nachteil für die Frau, das ist jetzt der Nachteils für die Frauen weil sie es macht.

00:08:09: Wenn's diese Nachteile nicht geben würde, wenn diese Kehrarbeit, diese Verantwortung für Kinder, die viele Frauen nämlich auch sehr gerne übernehmen, das kann für viele Frauen auch in Erfüllung sein können, da können etwas sehr Schönes sein, aber auch drei Kinder und natürlich auch anstrengend, dass ist die andere Seite dazu.

00:08:26: Aber wenn's diese nachteile ausgeglichen wurden wären, wenns nicht die Nachtele gäbe in der Pension Wenn man nicht diese finanziellen Einbußen hätte, dann wäre die Väterbeteiligung mit Sicherheit höher und vor allem würden sich auch leichter für Kinder entscheiden.

00:08:40: Und es ist in diesen Zeiten nicht verwunderlich.

00:08:43: Es zeigen uns die Studien gerade auch die Corona-Zeit.

00:08:47: Da ist noch einmal ein Abfall gekommen beim Kind.

00:08:50: Beim Kinderwunsch, durch die Maßnahmen und durch die ganzen Krisensituationen muss ich Frauen noch viel weniger dafür entscheiden jetzt den Kindern die Welt zu setzen.

00:08:58: Und es ist schlussendlich immer die Entscheidung der Frau ob sie einen Kind bekommt und wie viele sie kennen das sie bekommen möchte.

00:09:03: Okay

00:09:04: also wenn man diese Nachteile abfedern kann da wollen wir ja Lösungen durchdiskutieren.

00:09:08: aber ich möchte noch kurz bei dieser gesellschaftlichen Stimmung bleiben, die da beschrieben wird.

00:09:13: Die jetzt Sie auch genannt haben Frau Eckartys, Sie gesagt haben Frau Saxelina, die auch unsere Frauen- und Familienministerin Claudia Bauer former als Plakol mir immer wieder darstellt auf Social Media, Frau Brandner.

00:09:24: Sie sind ja eine von den Frauen, die sagen ich will keine Kinder, ich weiß das!

00:09:28: Genau.

00:09:29: Hat das auch damit zu tun, dass einem das Kinderkriegen regelrecht schlecht geredet wird?

00:09:33: den vergangenen Jahren wie wir jetzt mehrfach gehört haben?

00:09:36: Gar nicht!

00:09:36: Also bei mir war der nie voran in der Kinderwunsch, der stand schon fest bevor Social Media überhaupt gegeben hat.

00:09:42: also bei mir hat es wirklich gar nichts mit solchen Videos zu tun.

00:09:45: Also für mich ist es halt so ich sehe solche Videos und denke mir ja seh genauso hätte ich aber ohne diese Videos auch so gesehen.

00:09:51: Für mich macht Social Media da ehrlich gesagt gar keinen Unterschied.

00:09:54: Sie sind sich hier so sicher Stereolisieren haben lassen, weil sie gesagt haben für mich ist dieses Thema

00:10:02: nicht

00:10:02: relevant.

00:10:03: Genau wie hat der ja umfeld drauf reagiert?

00:10:06: Denen ist es wurscht.

00:10:07: also die sehen das alle so wie's halt isso dass es mein körper ich kann mit meinem körper machen was ich will solange damit jetzt niemandem anderen schade und das tue ich auch nicht mit einer stereolisierung.

00:10:17: also ja die waren alle so.

00:10:19: wenn du dir sicher bist dann bist du da sicher haben wir nichts mit zu reden.

00:10:21: Ja

00:10:22: ist es net Frau Ecker eine feministische Errungenschaft.

00:10:25: das man sagt kann man heute machen, wird vom Umfeld nicht groß abgewertet.

00:10:30: Das ist eine individuelle Entscheidung und die hat jeder so respektiert.

00:10:34: Da habe ich kein Problem damit, wie wohl ich diese Entscheidung für mich nicht getroffen hätte.

00:10:38: Und das haben wir eben in der Unterschiedlichkeit.

00:10:42: Aber trotzdem um bei Social Media zu bleiben merkt man schon in der letzten Zeit auch immer wieder diese Ambivalenz, dass man seine Kinder liebt und Freude daran hat und auch stolz darauf ist auf diesem Familienalltag.

00:10:55: Auf der anderen Seite dieser Stress und diese Belastung, die auch auftritt auf den Onlinefuhren oft sehr einseitig und verkürzt dargestellt werden.

00:11:06: Es ist alles so furchtbar und nie mehr wieder einkennt.

00:11:08: Und ich lese das ganz oft, und es tut mir wirklich im Herzen weh, weil's es einfach sehr verkürzt darstellt.

00:11:13: Und jede Mutter hat sicher in ihrer Mütterbiografie oft einmal Tage, wo sie sich denkt, oh mein Gott, niemehr wieder!

00:11:20: Der nächste Tag ist wieder ganz anders und rückblickend auf ein ganzes Kinderleben gesehen überwiegend mit Sicherheit die schönen Tage.

00:11:27: Aber

00:11:27: ist es nicht auch ein Fortschritt, dass man heute auch darüber reden darf?

00:11:31: Also, dass wir heute auch sagen darf... Es ist nicht so, dass mir jeden Tag die Sonne aus meinem Hinterteil scheint.

00:11:39: Weil ich Kinder habe, wie es eben früher war.

00:11:42: Man hüpft nicht jeden Tag über die Blumenwiese und pflicht Blumengrenze mit seinen Töchtern.

00:11:47: Sondern es ist einfach beinharte Arbeit!

00:11:50: War das auch wichtig, dass das mal gesagt werden darf?

00:11:54: Und auch, dass es sagbar ist, dass man an manchen Tagen sich wünschte, man hätte keine Kinder bekommen.

00:12:00: Natürlich sagen können soll man alles und es ist auch wichtig und gut, dass man über diese Dinge spricht und diskutiert.

00:12:05: Aber die Frage ist was bleibt am Ende über im gesellschaftlichen Klima?

00:12:08: Wenn man sich diese Videos anschaut ich bekomme die auch oft in meinen Algorithmus gespielt das ist schon sehr beklemmend.

00:12:13: auch dieser Trends wie Kampagnen unter dem Hashtag regretting motherhood Und all diese Dinge sind halt schon sehr darauf ausgelegt, dass Man das Bild vermittelt als ob mutterschaft eine einzige bürde wäre und auch ein bisschen so als ob man den Frauen damit eben vermittelt, wenn du mal Mutter bist, bist du am Rande der Gesellschaft und bist du de facto abgestellt.

00:12:33: Und das ist ja etwas was wir glaube ich auf keinen Fall wollen, es ist aber das, was den Frauen suggeriert wird?

00:12:40: Ich glaube dass das früher ganz oft so war, dass man vielleicht nicht zu viel überlegt hat um Kinder bekommen hat.

00:12:44: und jetzt ist schon so, daß man überlegt passt der Job, passt die Wohnung, passt der Partner und das ist hier nichts Schlechtes!

00:12:50: Das ist eine Freiheit.

00:12:52: und gut so, dass sich das einfach reflektiere.

00:12:56: Ich komme selber aus einem dreihundertfünfzig Einwohnerinnen-Dorf.

00:12:59: Und wenn es da alleinstehende Frau, die kein Kinder hatte, dann war das immer irgendwie so traurige Geschichte, als ob man sie fast bemitleiden müsste.

00:13:07: und da gab's nur der Allerweltsentwurf mit Heiraten, Hausbau und Kinderkriegen.

00:13:15: Er hat sich älter geworden.

00:13:17: Bienen haben nicht Frauen kennengelernt, die keine Kinder hatten und ein wunderschönes Leben haben.

00:13:23: Das nimmt Druck, weil Frauen viel zu oft noch mit der Mutterrolle verknüpft werden.

00:13:30: Die, also allein definiert.

00:13:32: Also gerade zum Beispiel wenn jemand heiratet und heißt ganz oft ja wird das schon gebastelt oder jetzt geht es eh nicht mehr lang so als ob mein Frau sein durch die Mama Rolle definiert wird.

00:13:43: Und ich glaube von dem müssen wir auch weg kommen.

00:13:45: und darum ist mir so wahnsinnig wichtig noch eine Sache jungen Frauen mitzugeben dass sie selbstbestimmt frei und ohne gesellschaftlichen Druck

00:13:55: ihr Leben

00:13:56: leben sollen.

00:13:57: Und Entscheidungen treffen sollen, dass ihre Wert

00:13:59: vielleicht eine

00:13:59: Entschuldigung noch ansetzt?

00:14:03: Darüber definiert wird, ob sie Mutter sind oder nicht.

00:14:06: Und dass jeder selber ihr Leben leben soll wie Sie es für richtig hat.

00:14:10: und auch nicht, dass die konservative Politikerinnen denn erklären in ihrem Tread-Wive-Modus, wie sie ihr Leben erleben sollen... Das ist ja auffällig!

00:14:19: ...und ich glaube das ist ein Einsatz weil ich finde wirklich...

00:14:21: Sie sagen

00:14:22: schon sehr

00:14:22: oft nur

00:14:22: einen Satz.

00:14:23: Ich gehe jetzt mal weiter weil wir diskutieren noch ein bisschen länger Frau Nessler aber danke für Ihre Leidenschaft, Frau Egger.

00:14:29: Ist es nicht so, dass gerade jemand das kennt?

00:14:31: Ich glaube fast jeder ältere Frau die keine Kinder hat.

00:14:34: Dass man sehr gepissakt wird.

00:14:36: und wann und Dings und wann.

00:14:37: ist es soweit und willst du nicht oder hast du nicht Angst?

00:14:39: Also ist es auch ein Fortschritt, dass dieser Druck auf Frauen endlich aufgehört hat und dass immer mehr Frauen erkennen, ich bin auch was wert, weil sie keine Kinder haben!

00:14:49: wie es die Frau in Estlaka beschrieben hat?

00:14:51: Ich glaube, dass sich der Druck verlagert hat.

00:14:52: Vielleicht aus dieser Position.

00:14:54: Ja, also ganz anführungszeichen getrittst wird man in vielen Bereichen öfter mal ... In dem Fall hat's was mit Kindern zu tun.

00:15:00: Aber der Druck auf die Frauen ist gestiegen.

00:15:02: Sommersomaro!

00:15:04: Wenn ich mir denke das Mütter jeden Tag sich anhören können, dass sie eigentlich Vollzeit arbeiten können ja... Dass er kennt und Beruf ganz easy-cheesy vereinbar ist.

00:15:12: Und wir haben früher auch draußen diskutiert.

00:15:15: Ich kenne keine Mutter mit zwei Kindern, die sich am Abend um sieben Uhr zum Fernsehsitz zur Tasse kafieren und sagen, heute war's aber chillig.

00:15:22: Nein das ist nicht so!

00:15:24: Das darf man den Frauen nicht zu einreden und es ist auch im Grund warum viele sagen diesen Stress tue ich mir nicht an.

00:15:30: Ich muss in Beruf erfolgreich sein und ich muss die beste Mutter sein.

00:15:33: dann muss alles ganz perfekt passen.

00:15:35: Diesen Spagat schaffen die Frauen nicht.

00:15:38: Das hätten Sie übrigens nie geschafft.

00:15:39: Das

00:15:39: eigentliche Problem ist die Nicht-Vereinbarkeit der Erwerbsamt und das macht den Druck höher.

00:15:45: aber eigentlich, warum bist du nicht auch noch in der Erwerbsarbeit tätig?

00:15:48: Gut, als Mama wirst du sowieso ständig bewertet und alle andere wissen sowieso immer besser.

00:15:54: Aber ja wir haben ein Riesen-Thema bei Vereinbarkeit für Familie und Beruf Und wir wissen auch beispielsweise wenn Mamas quasi von der Karenz wieder zurück in die Arbeitswelt kommen keine normale Geschichten wo männliche Kollegen bevorzugt werden dass Frauen zum Beispiel schwere Entführungspositionen kommen.

00:16:12: und ich denke mal wer, wenn nicht Mamas sind genau richtigen Führungspositionen.

00:16:18: Weil was machen sie den ganzen Tag?

00:16:20: Organisieren, alles managen und an alles denken, vorausschauen weiter zu planen, alles im Blick haben.

00:16:26: Das sind genau die Kompetenzen, die man in der Arbeitswelt braucht!

00:16:30: Und ich glaube das muss man viel mehr auch als stärker sehen.

00:16:33: Bringe mal ein paar Dinge auf dem Boden, die einfach sind und überlegen für uns, was man dagegen unternehmen kann.

00:16:39: Es ist doch eine Tatsache dass Frauen im Erwerbsleben benachteiligt werden.

00:16:44: Wenn Sie zum Beispiel sich als Dreißigjährige heute auf einen Job bewerben, noch keine Kinder haben, werden alle tunlichtvermeiden sie einzustellen aus Angst.

00:16:53: Die wird sicher noch Mutter und dann geht's in Inkarenz.

00:16:55: Dasselbe Problem gibt es mit Väter nachweislich nicht weil wie wir wissen hauptsächlich Mütter inkarenzt gehen nämlich vierhundertsechzehn zu neun Tagen in Österreich und überhaupt genug sechzehnt Prozent aller Väterinkarenzt.

00:17:11: wäre das nicht so wäre diese Ungleichbehandlung am Arbeitsmarkt aufgehoben.

00:17:16: Wie geht man denn sonst dagegen vor?

00:17:23: nach Benachteiligung im Erwerbsleben von Frauen vorgehen.

00:17:26: Also die Zahlen, die sie da zitieren sind natürlich richtig aber ganz so ein Fakt dass diese benachteiligungen nur die frauen trifft ist es nicht so denn es gibt genug Männer die in Karenz gehen wollen oder auch in Karenze gehen die dann genauso mit benachteilligungen im Job bekommen haben.

00:17:39: Sechzehn Prozent

00:17:40: sind's nur insgesamt in Österreich und Arbeitgeber gehen nicht davon aus das sie

00:17:44: in Karenzen gehen.

00:17:45: Aber trotzdem haben Männer also das Thema der Karenz einfach für Arbeitgebe unangenehm egal ob es Männer oder Frauen trifft und was man dazu sein muss.

00:17:52: Viele Frauen wollen einfach in Karenz gehen und wollen zu Hause bei ihren Kindern bleiben.

00:17:58: Viele wollen sogar, ich kenne selbst persönlich viele länger als ein oder zwei Jahre bleiben.

00:18:03: Und die große Freche, die wir erleben ist ja ein Staat und eine Politik die diesen Frauen dann sagt, nein.

00:18:10: Wir wollen nicht, dass du dich zwei Jahre und deine Kinder kümmerst sondern du bekommst weniger Geld wenn du das machst oder gar kein Geld am Ende des Tages sondern wir zwingen deinen Mann ebenfalls in Kerenz zu gehen zumindest bei einem kurzen Zeitraum Und das ist ja was sie vorher gesagt haben mit der Selbstbestimmung und mit der Wahlfreiheit und dass das der Inbegriff des Feminismus ist.

00:18:32: Das würde ich unterschreiben.

00:18:33: aber diese Wahlfreiheid gibt es ja nicht Wenn man Frauen ständig versucht auf diese Art und Weise zu beschneiden, um den Lebensmodell zu diktieren.

00:18:41: Also die Wahlfreiheit gibt es vor

00:18:44: allem in Österreich nicht, weil man

00:18:46: bei der Kinderbetreuung extrem

00:18:48: hinterherhinkt.

00:18:49: Und das ist ja der Punkt!

00:18:50: Es gibt wahnsinnig viele Frauen, die arbeiten gehen wollen

00:18:53: und können

00:18:54: nicht arbeiten gehen, weil es einfach zu wenig Kinderbetreuerung gibt.

00:18:59: Gerade vor zwei Wochen habe ich mit einer Ärztin gesprochen, Indirul.

00:19:02: Die hat ein zweijähriger Sohn.

00:19:04: die würde gerne wieder arbeiten gehen kann aber nicht weil es keine adäquate Kinderbetreuung

00:19:08: gibt und nach einem Moment bitte nicht gleichzeitig

00:19:13: sprechen sondern aussprechen.

00:19:14: Wir

00:19:16: wissen

00:19:17: aus ökonomischer

00:19:18: Sicht wir wissen das ein zu wenig Kinder betreuen Chancenraub an Frauen bedeutet.

00:19:23: es bedeutet dass Frauen später Altersarmut landen Gröschenpotenzial am Arbeitsmarkt bei den Frauen liegt.

00:19:31: Das heißt, ich kann mir auch ökonomischer Sicht nicht einmal zum Weg in Kinderbetreuung leisten erlauben und Es geht ja nicht darum, dass wir Väter zu irgendwas zwingen.

00:19:43: Aber wenn ich ein Kind möchte, dann will er wahrscheinlich auch als Vater mit erleben wie das Kind aufwächst und

00:19:49: es

00:19:49: heißt ihm in der Politik Anreize schaffen, dass Väter natürlich mehr Inkarrenz gehen können.

00:19:54: oder sind wir beim finanziellen Aspekt?

00:19:56: Was

00:19:56: tut man aber jetzt mal unabhängig davon, dass sie sagen Mütter wollen das!

00:20:00: Müttern wollen länger Inkarenz bleiben die wollen sich nichts zwingeln lassen, dass Sie die Karrenz mit dem Vater teilen wollen was ja ein Modell ist.

00:20:06: Aber meine Frage am Ursprung war ja Was tut man gegen diese Benachteiligungen von Frauen im Erwerbsleben?

00:20:12: Dann müssen wir das dann einfach hinnehmen.

00:20:13: Dass Arbeitgeber sagen, auf Frau ab dreißig tue ich mir nicht an, wenn sie da in Karrenz geht... Das ist ja auch nicht

00:20:20: so ein Fakt!

00:20:21: Natürlich

00:20:21: ist es doch ein Fakts, also das ist ja nachweisbar.

00:20:24: Ja und das ist

00:20:24: auch genau so, dass eine Mutter mit zwei Kindern keinen Arbeitsplatz findet, weil man sagt entweder das eine kennt krank oder das andere kein krankt, dann hat die Kinderbetreuungseinrichtung geschlossen, dann geht mal TV im Pflegeurlaub.

00:20:34: Da

00:20:38: gibt es bei

00:20:38: vielen Betrieben natürlich.

00:20:40: Man muss aber schon sagen, dass wir in Österreich auch viele Betriebe haben die Eltern auch dementsprechend unterstützen.

00:20:45: Aber ich wollte noch beim... Es gibt in Österreich keinen Zwang, man wird mit Zwang auch nicht die Vetterbedehligung steigern und es wurde ja glaube vor zwei Jahren beschlossen um die Wirklauf-Ballonsrichtlinie der EU umzusetzen wo man den Müttern, weil die meisten Mütter gehen in Grenze zweimal unter Dekorenz von der Zeit her gestrichen hat.

00:21:05: Mit der Begründung Diese zwei Monate müssen die Männer nehmen und dann wäre ich bei ihnen, so wie sie gesagt haben.

00:21:12: Die Firmen wissen ja, dass die Väter nicht gehen.

00:21:13: Ja eigentlich müssten ja die Vater jetzt gehen!

00:21:16: Weil die Karenze das führt

00:21:17: zu... Aber nur zwei Monate vorher... Das ist ja das Problem?

00:21:19: ... sich eh nicht und ich habe das vorhergesagt.

00:21:23: haben dann damit zu kämpfen, dass sie eben beim Einkommensabhängigen nur mehr zehn Monate haben oder sonst nur mehr zwanzig Monate.

00:21:28: Das heißt Sie haben noch einen Nachteil dazu aufs Auge gedrückt bekommen?

00:21:32: Also

00:21:32: wenn wir uns nie mit Maßnahmen beschäftigen wie man weiterkommt in den Firmen halt in fünfzig Jahren die gleiche Diskussion.

00:21:38: jetzt ist so das maximal zwei von zehn Vätern Inkarrenz geht und ich bin wirklich der Meinung, oder wenn sich zwei entscheiden Eltern zu werden, dann möchte ich auch als Vater dabei sein.

00:21:54: Wenn man nicht mehr zurückkommt und das sieht man natürlich auch beim finanziellen Punkt weil das was die Frau Sachsler in der angesprochen hat dass sie Frauen das nicht wollen.

00:22:05: Das stimmt

00:22:06: nicht!

00:22:06: Sie wollen es nicht, weil sie die Gleichberechtigung nicht wollen?

00:22:10: Sie wollen's nicht weil sie finanzielle Sorgen oft dadurch haben, weil wir immer noch kein gleicher Lohn für alle haben.

00:22:16: und das heißt wo wir ansetzen müssen ist bei der dass wir das kriegen, bessere Vereinbarkeit, Familie und Beruf.

00:22:26: Und ja an verpflichteten Ausbau vor Kinderbetreuung.

00:22:29: Wenn man das nicht erfüllen wird, werden wir in Österreich leider nicht weiterkommen.

00:22:34: Es ist kein Mann gegen Frau-Debatte, sondern es geht darum, die Familie nicht im Stich zu lassen.

00:22:44: Wir haben eine Ungleichbezahlung in Österreich von Männern und Frauen.

00:22:47: Selbst wenn wir rausrechnen, dass Frauen weniger in Führungspositionen sind, selbst wenn wir herausrechnern, dass die häufiger in Teilzeit sind und so weiter werden, Frauen und Männer unterschiedlich bezahlt.

00:22:57: Das ist das Eine und das Andere.

00:22:58: Sie landen sehr viel häufiger im Altersarmut und sie verrichten den aller-allerüberwiegenden Teil der unbezahlten Sorgearbeit.

00:23:09: Muss man als Politik was dagegen unternehmen?

00:23:11: oder sagen Sie?

00:23:14: Privatsache.

00:23:14: Da sollen sie sich einfach selber untereinander ausmachen?

00:23:17: oder sind das Probleme, die eine Politik angehen muss?

00:23:20: Es kommt darauf an, was davon man meint.

00:23:23: Es gibt schon Modelle, die beim Thema Altersarmut helfen würden wie zum Beispiel ein verpflichtendes Pensionssplitting.

00:23:28: hat noch mit den Grünen jahrelang probiert in der Koalition, er hat bei den Grünern auf nicht viel Anklein gestoßen...

00:23:34: Also dann dass wenn nur einer Vollzeit arbeitet?

00:23:37: Ich erkläre kurz das Pensions-Spliting.

00:23:39: Das ist, wenn einen Elternteil arbeitet und der andere macht die unbezahlte Sorgearbeit, dann hat der Erwerbssätige.

00:23:46: natürlich sammelt weiterhin Pensionsansprüche Und Sie sagen jetzt, wir führen das automatisch ein.

00:23:53: Man müsste sich

00:23:53: davon erinnern.

00:23:54: Das ist ja eine Debatte die es schon seit Jahren in Österreich gibt.

00:23:56: wo manche Parteien dagegen streuben muss man halt so Kenntnis nehmen.

00:24:00: aber die zweite Frage die sie gestellt haben und zwar Womischt sich die Politik ein?

00:24:05: Da bin ich schon der Meinung dass ist eine zutiefst private Entscheidung wie sich ein paar... Ich möchte jetzt auch ausreden.. ...das Aufteil und sie haben gesagt sozusagen sie wünschen sich mehr Väter Beteiligung und das muss ja selbstverständlich sein.

00:24:16: und so

00:24:16: Es

00:24:17: steht ihnen völlig frei das so zu sehen ist nicht ihre Aufgabe als Politikerin, ihr Lebensmodell und ihr Lebenskonzept den Frauen aufzuzwingen.

00:24:26: Als Zwang und zu sagen das ist das gesellschaftliche Modell was wir wollen und das passiert mit diesen EU-Richtlinien die umgesetzt werden.

00:24:32: Das passiert übrigens auch jetzt bei der Debatte rund um den Familienbonus wo man durch die Hinterdürre die Frauen wieder dafür sanktionieren möchte wenn sie zu Hause bleiben und ihnen ein Teil dieses Familienbonos wieder wegnehmen möchte.

00:24:44: zumindest ist es eine Überlegung über die gerade diskutiert wird Diese Initiativen, wo man Frauen eigentlich durch die Hintertür ein Modell aufzügt, was sie nicht haben wollen.

00:24:55: Und noch eins – es gibt übrigens, ich weiß nicht ob Sie das in den letzten Tagen mit der Alphanomen haben auch aktuelle Zahlen, die belegen dass die Mehrheit der Österreicher und auch die überwiegende Mehrheit von Frauen kein Interesse an einer Fünfzig-Fünftig-Aufteilung in der Karrenplatte.

00:25:08: Die Leute wollen das nicht!

00:25:09: Es ist nicht Aufgabe der Politik dafür zu sorgen, dass gesellschaftliche Rollenbilder aufgebrochen werden oder zum Beispiel die unbezahlte Arbeit besser verteilt wird zwischen Männern und Frauen.

00:25:19: Was sagen Sie dazu?

00:25:21: Ich finde es immer so spannend, dass man damit argumentiert, dass jetzt Frauen gerade etwas aufgezwungen wird oder das Männern was aufgezwungern wird, weil es ihnen ja auch quasi etwas aufgezwungen wird.

00:25:28: Das ist nur die Frage, was ... Und jetzt gerade, so wie es jetzt ist, wird halt Frauen aufgezwunken.

00:25:33: dadurch, dass es diese Lohnungleichkeit gibt, dadurch dass Väter nicht verpflichtende Inkurenz gehen müssen, wird Frauen oft aufgezwunden, dass sie zu Hause bleiben müssen oder eben durch diese fehlenden Kinderbetreuung.

00:25:44: Also für mich hier ist die Frage Das wird ungleich der Handlung aufgezwungen, finde ich.

00:25:50: Frau Sachsen hat mehrfach zitiert, dass die Bundesministerin Claudia Bauer, die immer vorhin auch in einer Zuspielung gesehen haben, eine Umfrage gemacht hat und gesagt, wollt ihr das?

00:26:01: Wollt ihr das, dass man nur dann die volle Karenz in Anspruch nehmen kann wenn Mütter und Väter sich das gleich aufteilen?

00:26:08: Sankt seventy vier Prozent?

00:26:09: Nein, Frau Nessler.

00:26:11: Ja sicher, aber ich muss sehen warum.

00:26:13: und der Punkt ist viele wollen das jetzt nicht weil die Männer mehr verdienen uns wegen finanziellen Sorgen dass nicht wollen.

00:26:20: Nicht weil sie gleichberechtigungen wollen Und das muss man sehen und genau das Muss man an den Wurzeln angehen.

00:26:26: Weil die

00:26:26: Angst haben dann vor Familien Einkommen meinen wie das dann geringer wird Genau

00:26:30: weil das Haushaltseinkommen natürlich dann gringer wird.

00:26:32: Und da muss ich schon eines sagen, weil ich finde es ganz spannend.

00:26:36: Als ex ÖVP-Politikerin zu sagen so quasi die Politik soll niemanden was aufdrücken an Lebensmodelle wo man denkt Die Familienministerin geht raus und erklärt dass das Frauen jetzt mehr Kinder bekommen sollen Was sie übrigens super absurd findet in der Aktion aktuellen Situation, weil auf der einen Seite sagt die Familienministerin, die Frauen sollen mehr Kinder kriegen und gleichzeitig

00:27:02: kürzt

00:27:02: sie genau dort jetzt bei den Familien.

00:27:05: Eigentlich müsste die Familienministerin Bauer wirklich bei allen Frauen in diesem Land entschuldigen.

00:27:11: Weil einfach hergehen und als Pro-Tipp sagen, Jomo muss sich halt mehr gespielen.

00:27:15: wenn ich mich zwischen Mitte Stromkosten und Kinder entscheiden muss dann ist es kein Bauchgefühlproblem sondern ist das ein Regierungsproblem.

00:27:22: und es ist so dass eine Familie mit Zweikürzungen bis zu tausend siebenhundert Euro weniger bekommen wird dieses Jahr.

00:27:29: Das wird ihnen weggenommen wegen der Kürzungen von der Regierung und das ist, finde ich wirklich ein absolutes.

00:27:35: Jetzt sitzt dann niemand, der aktuell in einer Regierung ist sondern nur eine ehemaliger ÖVP-Politikerin.

00:27:39: aber diese Kritik muss sich die Frau Bauer ja oft gefallen lassen.

00:27:44: Dieses Mehr aufs Gespür hören mehr aufs Herz hören weniger Mitspiel sich weniger abbringen lassen Nur Mut zum Kinder kriegen.

00:27:52: Ist es nicht wirklich etwas verkürzt gedacht?

00:27:54: Ist nicht nur vernünftig sich das genau zu überlegen ob sich dass auch finanziell ausgeht und ob es gut mit der Lebensplanung vereinbart?

00:28:01: Ja, was das tun die Frauen ja auch.

00:28:03: Es ist ja absurd zu glauben, dass Frauen jetzt wegen einem Video plötzlich nicht selber darüber nachdenken, ob sie wirklich Kinder wollen oder nicht... Entschuldigung!

00:28:11: Das sind ja wirklich Harnbüchen.

00:28:13: Und Frau Bauer

00:28:16: erklärt das im Video.

00:28:18: Was sie in dem Video sagt trifft einfach absolut den Nagel auf dem Kopf.

00:28:22: Wenn es darum geht sich den aktuellen Zeitgeist Und was sie einfach richtig adressiert, dass sie ein Problem haben mit dem demografischen Wandel und damit immer weniger Kinder gibt.

00:28:38: Und dass es da natürlich einen Trend gibt, nennen wir sie jetzt einmal so.

00:28:43: Die das Ganze einfach verstärkt und das steht ja völlig zu des Zusagen.

00:28:48: Aber ich glaube nicht, dass es ein Trend ist ob man jetzt Kinder bekommt oder nicht?

00:28:51: Ich meine ihr als Politikerin wäre sicher niemand ausrichtend Kinder zu bekommen oder

00:28:56: nicht.

00:28:56: sein Job als Politikerin.

00:28:58: Ist es, dass Sie Familienunterstütze wo es nur geht und dann schaut er sich als Familienministerin Tread Wife Kalendersprüche Klopfe muss hier schauen.

00:29:06: Das ist

00:29:16: natürlich viel besser.

00:29:17: Es geht darum, dass Frauen Vollzeitarbeiten gehen können und im Moment haben wir Kinderbetreuungseinrichtungen sondern weil es keine Kinderbetreuung gibt.

00:29:38: Ist das überhaupt ein Problem, dass wir immer weniger Kinder bekommen?

00:29:42: Dieser Frage gehen wir gleich nach.

00:29:43: und welche Ideen hätte Frau Elker um doch mehr Mütter und Männer zu animieren sich die in die Eltern schafft hineinzu wagen?

00:29:51: Das besprechen wir gleich.

00:29:52: noch eine kurze Pause bleiben Sie dran.

00:30:08: Denken der Geburtenraten in Österreich und ein Wiederaufleben konservativer geschlechter Rollbilder geht's heute bei Pro und Kommtra.

00:30:16: willkommen zurück Und das haben Sie bestimmt schon mitbekommen, wenn sie auf sozialen Medien unterwegs sind.

00:30:21: Ein Trend an dem das besonders deutlich wird, dass konservative Werte wieder aufhören der Leben sind die sogenannten Treadwives also traditionelle Hausfrauen, die mit Millionenfollowern auf Instagram und TikTok dafür sorgen oder dafür sagen wollen wie wir mehr jungen Menschen Lust auf traditionelle Rollenbilder zu machen.

00:30:39: Das schaut dann ungefähr so

00:30:53: aus.

00:30:54: Als Hausfrau bin ich natürlich immer perfekt gestylt.

00:30:56: Ich habe meinen Tag damit begonnen, die Socken meines Mannes zu sortieren und ihm Frühstück zu zubereiten.

00:31:03: Viele von euch fragen mich ob mein Mann es mir überhaupt erlaubt das Haus zu

00:31:06: verlassen.

00:31:08: Und klar also ich muss den Müll rauskriegen Einkäufe

00:31:11: erledigen.

00:31:12: Die Frau lebt aufopfernde Unterordnung nicht aus Zwang, sondern aus Freude und Hingabe.

00:31:19: Wie finden Sie das vor Ecker?

00:31:21: Ich bin der festen Überzeugung dass es ja sehr wenig mit der Realität zu tun hat und diese Damen damit wahrscheinlich auch gutes Geld verdienen im Social Media Bereich.

00:31:31: aber Die größte Sorge offensichtlich im Land ist, dass jemand sie bitte vorn beschließen sich vielleicht die ersten drei Jahre der Kindererziehung selbst zu widmen.

00:31:41: Weil Sie einfach sehen das es hier Erlebnisse gibt, die unbiederbringlich sind.

00:31:46: Das erste Wurde, erster Schritt viele dieser Dinge und Reigen ist in einem Tag kommen nie mehr wieder Ja?

00:31:52: Sie wissen, dass es stressfreier ist wenn ich diese Zeit Zuhause bin.

00:31:56: Und wer hat jemals festgestellt oder festgelegt, dass wirtschaftliche Produktivität so viel mehr gilt und mehr wert ist als Fürsorge?

00:32:05: Fürsorge im eigenen Umwelt.

00:32:07: Was die Kinder betrifft, was auch die ältere Generation betrifgt.

00:32:10: Wer hat jenemals gesagt es das weniger Wert ist?

00:32:13: Das wäre der Ansatz, wenn einer gesellschaft ... Politik, dass etwas wert ist, dann lässt sich hier ein großer Hebel machen.

00:32:21: Weil mit Zwang wird man nicht mehr kenderbekommen.

00:32:23: die Politik ist also da das zu ermöglichen.

00:32:26: Also gibt's eine Tread Wife Haushaltsgeldern?

00:32:30: Also diese Minderbewertung von Haushaltsarbeit, von Fürsorge und Verantwortung finde ich sowieso als

00:32:41: sehr unzutreffend.

00:32:43: Es gibt

00:32:43: Berechnungen

00:32:44: wenn man rechnet dass eine Frau in einem Haushalt leistet sei es Wäsche waschen kochen Hausübung machen Kinder betreuen dann sind das tatsächlich große Beträge die herauskommen d.h.

00:32:55: Die Arbeit wird dort geleistet Würde man sich auslagern, kostet sehr viel Geld.

00:33:00: Und diese Hausarbeitsstrahlung ist einfach nicht wahr.

00:33:07: und die Frauen ... Du kannst heute keiner Frau mehr vorschreiben sie muss zu Hause bleiben von abgesehen von manchen Einzelfällen wo Gewalt im Spiel ist.

00:33:15: Also Sie, der logische Brille haben wir vorhin auch schon gehört.

00:33:18: Alles hängt nur an der Kinderbetreuung.

00:33:20: Es hängt an beiden, es hängt unter den Kinderbetreuen und es hingt an der Möglichkeit berufstätig zu sein.

00:33:24: Und beides muss vereinbar sein!

00:33:26: Und beiders muss auch so sein dass ein Familienalltag leistbar ist Spaß macht und Freude macht.

00:33:32: Das,

00:33:32: was die Frau Ecker da sagt wird vielleicht so mancher jemand befürworten nicht?

00:33:36: Also es gibt ja diese Idee im Volksmund nehmen wir das jetzt hier mal Herdprämie in Oberösterreich wo man sagt wenn ich ab dem dritten Geburtstag bis zu dem Dagwus verpflichtende Kindergartenjahr beginnt Wenn ich da nicht mein Kind in den Kindergaten gebe in die Kinderbetreuungseinrichtungen sondern Zuhause betreuen dann kann ich mir pro Monat achzig Euro abholen.

00:33:54: Und in Wahrheit ist das eine eh schon sehr geringe Vergütung für viele Arbeitite daheim anfällt.

00:34:01: Wo

00:34:01: ist das Problem?

00:34:04: Also ich sage vor allem Frauen eines.

00:34:06: Es ist schön, wenn man Mann hat so lange man ihn nicht braucht.

00:34:11: und wichtig ist dass man als Frau immer finanziell auf eigenen Beinen steht und nicht abhängig wird vom Mann weil wir kennen alle die Geschichten gerade die Generation zum Beispiel meiner Eltern wo sich den Frauen im höheren Alter zum Beispiel scheiden lassen um kaum über die Runden kriegen

00:34:27: mindest.

00:34:27: pensionisten und pensionistinnen sind hauptsächlich Frauen und ich werde als Politikerin sicher niemals Maßnahmen begrüßen, die Frauen verstärkt in Abhängigkeit bringt.

00:34:38: Was ist in Oberösterreich passiert?

00:34:40: Das erste was Schwarz-Blaue gemacht hat ist dass sie den Kostenlosen nachmittags Betreuung gestrichen haben.

00:34:49: So!

00:34:49: Was war das in Salzburg passiert unter schwarz?

00:34:55: In der Steuermark, Schwarz-Blau, Kinderbetreuung soll um null vier Prozent ausgebaut werden.

00:35:03: Das ist eine politische Bankrotterklerion, kann ich gleich sagen, keine Lust zum Arbeiten und da kann man sich in die falsche Richtung... Also

00:35:09: wenn sie so für Wahlfreiheit wären Frau Ecker, warum dann nicht auch die Kinderbetreuerung gratis lassen?

00:35:14: Also so wirkt schon ein bisschen so als würde man die bevorzugen wollen, die daheim bleiben wollen weil man die Gebühren Aber nachmittags nicht mehr.

00:35:27: Das ist eben die neue Maßnahme, die gerade kritisiert wird.

00:35:30: Die Gebührnoten und dafür macht jede Gemälde,

00:35:33: dass

00:35:33: das absolut sozial leisbar ist, was nicht kostet und auch nichts wertes erleben wir auch oft.

00:35:39: Und es hängt nicht an der Nachmittagskinderbetreuung.

00:35:42: Wir haben bei uns Plätze – und das ist nicht der Grund, warum Frauen nicht arbeiten könnten!

00:35:47: Das ist diese ideologische Brille und die Höhere in dieser Ausrichtung

00:35:50: immer.

00:35:51: Aber Frau

00:35:55: Eger,

00:35:56: das wollen viele Frauen doch ihre Kinder selbst betreuen zumindest in den ersten Jahren, dass sie manchmal übernichten, was versteht, nicht Gefreiheit hat jede Frau!

00:36:04: Es lässt sich keine Frau mehr vorstellen, dass es zu Hause bleibt auch nicht von der Erdböse.

00:36:09: Das ist eine Freiheit.

00:36:11: Ja aber es ist ja also eine Sache, die ja doch da heraus scheint.

00:36:17: Früher war es doch tatsächlich so, auf Grund finanzielle Abhängigkeiten sind Frauen in ihnen geblieben die sie nicht wollten.

00:36:23: haben Frauen akzeptieren müssen welche Rolle ihnen zugewiesen wurde in der Gesellschaft und das soll heute nicht mehr so sein.

00:36:31: Kann man da wirklich Maßnahmen unterstützen die zum Mehrabhängigkeit führen?

00:36:36: Also ich möchte nur kurz einen Satz noch zu dieser Debatte rund um die Kinderbetreuung sagen.

00:36:39: was ist das immer wieder wiederholen Aufgrundmangel der Kinderbetreuung gibt es zu wenig Kinder, weil die Frauen sonst nicht arbeiten können.

00:36:48: Der Punkt ist weg und davon reden, dass Frauen sich frei entscheiden sollen.

00:36:54: Dann noch ein Ausbau von Kinder betreuen.

00:36:57: Sonst habe ich keine Wahlfreiheit!

00:36:59: Und wir können nicht von Wahlfreiheiten reden, wenn die Kinder-Betreuungssituation in Österreich so ist wie sie

00:37:04: haben aber

00:37:05: auch in Regionen wo es genug Kinderbetreuerungsplätze gibt in Österreich.

00:37:09: Die Situation ist nicht überall gleich.

00:37:12: Kinderbetreuung muss gegeben sein.

00:37:15: Keine Frage in der heutigen Zeit, aber es gibt Regionen und Bundesländer wo der Betreuungsschlüssel durchaus sehr gut ist.

00:37:21: Da ist die Situation aber die gleiche, da gibt es trotzdem Frauen, die zu Hause bleiben.

00:37:26: Trotzdem Frauen, denen Teilzeit arbeiten.

00:37:28: Trotz dem Frauen, der lieber in Querenz sind oder länger als die Zweire sogar und es gibt trotzdem eine niedrige Geburtenrate.

00:37:35: das heißt diese Erzählung zu behaupten dass mit der Kinderbetreuung und den Kinderbetragsplätzen all diese Fragen gelöst werden.

00:37:42: Das stimmt einfach nicht weil ein Punkt immer vergessen wird Es ist die freiwillige Entscheidung der Frau Und es ist die Freiwillige Entscheidungen der Frau auch Zuhause zu bleiben und dann zu sagen Okay, ich bleibe länger als diese zwei Jahre zu Hause.

00:37:54: Aber ist es auch freiwillig?

00:37:55: Wenn die Wirtschaft nicht gegeben hat in einem Land so sind, dass immer Männer mehr verdienen und es deshalb einfach wirtschaftlich sinnvoll ist...

00:38:02: Es ist aber nicht für das Männer immer mehr verdient.

00:38:05: Na ja, in der Regel schon.

00:38:06: Also zum Wahlfreiheit

00:38:08: ist tatsächlich nur möglich wenn Frauen sich dafür entscheiden zuhause zu bleiben, dass auch dementsprechend abgegulten bekommen.

00:38:14: Danke!

00:38:14: Wahlfreiheid hängt nicht nur an der Kinderbetreuung.

00:38:17: Wenn ich es mir finanziell nicht leisten kann – und das können leider auch sehr viele Frauen gerne zu Hause bleiben und können sich das nicht leisten, weil man Hausbord, wenn man sich Eigentum schafft.

00:38:26: Weil man vielleicht ein neues Auto gekauft hat.

00:38:30: All diese Dinge tragen dazu bei, dass das Haushaltseinkommen vielleicht nicht reicht.

00:38:33: Und dann muss ich zusätzlich verdienen!

00:38:35: Und dann hilft mir das nichts, wenn ich die Kinder bedrohen habe.

00:38:38: Ich aber eigentlich meine Wahl wäre, ich würde lieber zu Hausebleiben das erste Jahr oder das zweite Jahr.

00:38:42: Haben

00:38:43: Sie eigentlich ... Wenn

00:38:45: wir uns jetzt anschauen was... Was wir jetzt diskutieren, wenn man sich anschaut dass es diesen Trade-Wife trend gibt haben sie Frau Brandner Angst das Errungenschaften des Feminismus wieder rückabgewickelt werden.

00:38:59: Also dass so eine Art konservativer Backlash immer das Emanent daherkommt und es dazu kommt dass Frauen wieder eher in traditionelle Rollenbilder gedrängt werden.

00:39:08: Ja, also das haben wir ja gerade.

00:39:10: Also wir haben ja gerade diesen Backlash.

00:39:11: Wir sehen ja gerade so dieser Tried-Wife Content wird immer populärer wo ich natürlich überhaupt nicht verstehe dass gerade Frauen damit machen weil ich denke mir so... Also für mich ist es ein bisschen als würden Händel sagen wie geil Kentucky Fried schicken ist.

00:39:25: Also für mich macht das so überhaupt keinen Sinn.

00:39:28: Ich denke mir, Frauen sollen zu Hause bleiben wenn sie es wollen natürlich, wenn sie sich leisten können.

00:39:32: ja Wenn Frauen sich finanziell von einem Mann abhängig machen wollen soll ich das auch machen?

00:39:35: müssen dann halt mit den Konsequenzen leben.

00:39:38: Aber was ist für die Gesellschaft Bedeutung wenn solche Rollenbilder erstarken?

00:39:46: Es trinkt Frauen auch wieder in konservativen Rollenbilder, in denen sie vielleicht gar nicht sein wollen.

00:39:51: Aber leider müssen sie sein, weil die Politik aufwiegend eingreift und Väter gar nicht in die Pflicht nimmt.

00:40:00: Wir führen die Diskussion wahrscheinlich

00:40:03: in den Fünfzig Jahren.

00:40:09: Es gibt auch Umfragen, in denen Frauen gar ... Die

00:40:11: meisten kennen das ja nicht.

00:40:14: Aber alle meine Freundinnen haben die Kinder bekommen und wussten nicht, dass es freiwillige Pensionsplättingen gibt.

00:40:19: Ich bin der einzige Freundeskreis, die das gewusst hat.

00:40:21: Und ich finde auch gar nicht, warum man das nicht automatisch macht.

00:40:27: Warum muss sich ein Elternteil komplett darum kümmern?

00:40:30: Und warum wird das nicht automatisch abgegolden?

00:40:32: Ich verstehe es nicht.

00:40:34: Da waren ja auch die Grünen ergänkt, warum Frau Nistler?

00:40:36: Das wäre ein Punkt um Altersarmut.

00:40:39: Das muss man glaube ich auch noch mal in Zahlen gießen wie viele Frauen über fünfundsechzig tatsächlich von Alters-Armut betroffen sind und das liegt eben schon daran.

00:40:48: Jeder fünfte VSS ist ab fünfund sechzig Jahren, die gilt als Armut gefährdet laut Statistikaustreher und Gründe sind eben dass die Erwerbssätigkeit durch Kinderbetreuung unterbrochen wurde, dass danach Teilzeit gearbeitet wurde.

00:41:03: Warum

00:41:03: nicht dieses

00:41:04: automatische Pensionssplitting?

00:41:06: Also die Grünen waren nicht gegen das Pensionsplitting.

00:41:09: Im Gegenteil während der Verhandlungen gab es sogar ein grüner Vorschlag zum Pensions-Spliting.

00:41:15: freiwillig ist es jetzt schon möglich Das Automatische, was die ÖVP vorgeschlagen hat, da wären nur die eheliche Kindern dabei gewesen bei den unehelichen Kindern beispielsweise nicht.

00:41:26: Und das führt natürlich zu Problemen.

00:41:27: Man muss jetzt aber auch nicht hergehen und sagen dass Pensionsplating ist das aller Heilmittel weil genau das was Sie angesprochen haben mit der Erwerbspausen usw.

00:41:36: führt dazu, dass du als Frau später ganz oft in Altersarmut, leider landisch.

00:41:43: Und das heißt ich muss natürlich quasi davor anfangen bevor es überhaupt passiert und da gehört Lohntransparenz dazu.

00:41:51: Bessere Vereinbarkeit auch ja dass Wetter inkarrenzt gehen weil wir sehen wenn Wetter auch wenn sie nur kurz Inkarrenz gehen dass Frauen viel eher wie den Arbeitsmarkt einsteigen.

00:42:01: Das heißt davon gewinnen.

00:42:03: also das ist eigentlich eine Win-win Situation für alle oder?

00:42:07: Machen wir am Schluss noch mal einen Themenwechsel, der zuerst krass erscheint.

00:42:11: Aber doch ein bisschen den Zusammenhang steht mit dem was man heute besprechen.

00:42:14: Vergangene Woche sind gleich zwei Femizide in Österreich öffentlich geworden.

00:42:19: Ein siebenundzwanziger hat jähriger in Niederösterreich gestanden seine Freundin getötet zu haben genauso wie ein vierundsechzigjähriger in der Oststeiermark.

00:42:29: Frau Brandner sehen Sie einen Zusammenhang zwischen solchen Verbrechen und konservativen Geschlechterrollen?

00:42:35: Ich sehe vor allem einen Zusammenhang zwischen solchen Verbrechen und Männern.

00:42:39: Also oft wird das ein Problem ja auf die Ausländer abgewählt, weil für Gewalt gegen Frauen interessieren wir uns Österreich leider nur wenn es von Ausländern ausgeht.

00:42:47: Und ja ignorierend dabei weg dass die meisten Taten von Österreichern begangen werden aber hat natürlich sehr viel mit konservativen Rollenbildern zu tun.

00:42:54: Es hat damit zu tun dass Männer Frauen als ihren Besitz ansehen und als jemand der ihnen gehört und über den sie verfügen können.

00:43:01: Das ist natürlich ein Riesenproblem.

00:43:02: Aber wir sehen das ja auch historisch gesehen so je stärker die Position der Frau wird umso stärker als der Backlash.

00:43:10: Je mehr Frauen in Führungspositionen sind und je mehr Frauen politisch zu sagen haben, umso höher steigt ja auch die Rate von häuslicher Gewalt wieder

00:43:18: an.".

00:43:25: Die untersuchen, worum geht es bei diesen Femiziden aus Täter Sicht?

00:43:30: Warum machen die das?

00:43:31: und da ist eben oft so ein Anspruchs- und Besitzdenken Frauen gegenüber.

00:43:35: Und eine Gemaßnahme, die sie vorschlagen ist Männerarbeit.

00:43:39: man muss Männern modernere Männerbilder mitgeben Man muss sie rausholen aus diesem Stereotypen denken und auch Buben besser beibringern Emotionen auszudrücken.

00:43:50: Die Wichtigkeit von Sanftheit.

00:43:52: würden Sie das unterstützen?

00:43:54: Ich denke mal, dass manche diese Dinge in einer intakten Familie gut lernt.

00:43:59: Und Gott sei Dank gibt es bei uns eine Viel-Vielzahl von Familien, wo das sehr gut funktioniert und wo Gott sei dank der Mann die Frau nicht ermordet hat.

00:44:07: Das muss ich mir schon noch einmal feststellen.

00:44:08: Nur weil es

00:44:09: bei mir nur

00:44:09: eine traditionelle Familie ist, dem gibt's noch lange keinen Vormut und es hat tatsächlich etwas mit den einzelnen Männern zu tun.

00:44:17: Es hat tatsächlich auch etwas Ausländerkriminalität bei uns zu tun, weil es ist trotzdem ein erkläglicher Anteil

00:44:25: an den Prämitiven wird von

00:44:27: Menschen für die nicht bei uns geboren sind.

00:44:29: Sondern zugewandert sind.

00:44:31: Vierundsiebzig Prozent in Österreich.

00:44:32: also wenn sie alle abschieben würden... Aber

00:44:35: an der Anzahl der Menschen, die hier leben in diesen Gruppen schaut die Prozentzahl da schon ganz anders aus und man

00:44:42: muss

00:44:43: auch

00:44:43: die Kenntnis nehmen dass zwar immer eine Frau ermordet wird aber wir haben viele Frauenmorde im Bereich der älteren Generation, wo nicht immer dieses Machtdenken der Grunde sondern vielfach über Forderung ist und sich nicht hinaussehen über Pflege.

00:44:59: Und keinen Ausmerk mehr wissen.

00:45:01: Ich glaube es gibt verschiedene Ansatzpunkte und wir haben auch Täter dabei, die psychisch krank sind.

00:45:05: Es ist ein großes Portfolio, wo es die Gründe gibt Aber natürlich gibt es auch den einen oder anderen Mann, der nicht weiß was sich gehört und was man tut.

00:45:14: Das

00:45:14: hat's aber auch schon immer gegeben.

00:45:16: Werden in Österreich im Schnitt drei Frauen ermordet?

00:45:19: Weil sie Frauen sind!

00:45:20: Frau Nessler, was tun wir

00:45:21: da?!

00:45:22: Also ich finde es interessant, dass die FPÖ jetzt davon redet mit nicht alle Männer bringen Frauen um.

00:45:28: Wir müssen jetzt Männer

00:45:29: nicht feiern, dass sie Frauen nicht umbringen hoffentlich

00:45:30: oder?

00:45:30: Aber das traditionelle Familienbild

00:45:32: ist nicht für

00:45:33: Fahnenwurde verantwortlich.

00:45:34: so

00:45:35: kann man's nicht festwerfen.

00:45:40: und

00:45:40: die Herkunft Allein muss man sich schon anschauen, von wem geht die Gewalt aus?

00:45:46: Die Gewalt geht vom Männern aus.

00:45:47: Und der Punkt ist ja das fängt oft nicht mit ner Watschen an sondern es fängt viel früher an Spruch, ich liebe dich du gehörst mir und das ist der Besitzanspruch denken.

00:45:59: Und wir haben mittlerweile eine riesige toxische Männlichkeitsbewegung gerade auf Social Media die ganz klar erklären wenn du ein starker Mann bist dann musst du die Frau dominieren Dann muss sie dir gehochen also völlig ihre die einfach Millionen an Followern haben Da braucht es uns schon alle.

00:46:20: Das heißt bei jedem sexistischen Witz, will ich das Männer einschreiben?

00:46:26: Ich will auch nicht immer dass das Frauen machen!

00:46:28: Ich möchte das Männer ein schreiben und sagen hey das ist nicht lustig Und wir müssen als Gesellschaft dahin kommen, dass man alle gemeinsam drauf schauen.

00:46:38: Jetzt hat die Frau Ecker gesagt, das sind nicht konservative Rollenbilder.

00:46:43: Wenn so was passiert und es stimmt auch, dass zum Beispiel einer dieser Morde, dass da jetzt vermutet wird ohne dass es eine Rechtfertigung wäre, dass jemand überfordert war mit der Pflege seiner Frau?

00:46:53: Das ist manches Mal ein Teil der Erklärung.

00:46:57: Obwohl das natürlich ein kompletter Irrsinn ist, dass man dann nichts sagt ich hol mir von jemand anderes Hilfe sondern... Da müssen

00:47:02: Frauen halt ihre Männer umbringen, Schwierigungen aber.

00:47:05: Ja wir springen auf ganz viele Männer.

00:47:07: und da diskutieren wir über solche Sachen nicht.

00:47:09: Na ja,

00:47:09: aber wenn das mehr Gewalt von Männern ausgeht, wesentlich mehr Gewald von Männer ausgeht als von Frauen – das ist glaube ich schon ein Männerproblem!

00:47:18: Und

00:47:19: der Punkt ist, dass Männer Frauen umbringen weil sie Frauen sind.

00:47:23: Aber jetzt gibt es... Jetzt haben wir gerade gesehen bei dieser Trade-Wife Bewegung wo ja Frauen ganz bewusst auch auf sozialen Medien junge Frauen, dreißigjährige die sagen also ich brauche das Ich brauche, dass da sein Mann mir sagt wus lang geht?

00:47:37: Ich brauch' dass wenn er auch mal härter wird zu mir Die sich ganz bewusst in diese Rolle hineinbegeben.

00:47:43: Sehen Sie das als Problem?

00:47:44: Nein man muss schon differenzieren.

00:47:45: Also nicht jede Frau auf Social Media die als Trade-Wife bezeichnet wird und ihr Leben mit Kindern, Kochen und Haushaltern gerne zeigt.

00:47:55: Sagt damit ich werde von meinem Mann gern unterdrückt oder er soll härter zu mir sein?

00:47:58: Das ist eine Interpretation!

00:48:01: Nein, das kann man nicht generell über einen Kampf hören und sagen dass alle Trade-wifes total von ihren Männern unterdrickt werden und das auch gerne werden weil es ist vielerorts für viele einfach eine freiwillige Entscheidung für manche wahrscheinlich auch tatsächlich ein Geschäftsmodell so wie vorher gesagt wurde.

00:48:17: also steht nicht überall dahinter eine totale Unterdrückung.

00:48:21: Und ich halte es für völlig absurd zu sagen, diese traditionellen Rollenbilder und traditionelle Werte die einfach tatsächlich unter jungen Frauen auch immer beliebter wieder sind, das ist sozusagen gleichgesetzt mit Gewalt gegen Frauen.

00:48:35: also das eine kann man auf keinen Fall mit dem anderen in einen Top werfen und es stimmt normal Jungen Menschen, Frauen und Männern gleichermaßen sind traditionelle Werte wieder wichtiger wie Familie, wie ein Eigenheim, wie Sicherheit etc.

00:48:47: Und es gibt auch genug aktuelle Zahlen die zeigen dass gerade die Genzi weiter Nach rechts rückt, das kann man jetzt finden wie man will.

00:48:55: Aber es ist heute eine gesellschaftliche Entwicklung und die sollte man einfach anerkennen.

00:48:58: Kann man das wertfrei anerkernen?

00:49:00: Ich würde das nicht wertfrei erinnern, weil wenn wir da, wenn wir so in der Nineteinachter Straße so gedacht hätten, dann hätten wir... Ja, so haben wir gedacht.

00:49:06: Stimmt dabei was!

00:49:06: Das ist ein unfassbarer Schmack und

00:49:08: ein Übergleich.

00:49:10: Also

00:49:12: ich finde er hat schon irgendwo einen Punkt.

00:49:15: Das war damals auch ein starken von rechten Parteien.

00:49:17: Also Sie finden die Tradwifes mit dem Nationalsozialismus

00:49:21: gleich?

00:49:21: Das habe ich auch gar nicht gesagt.

00:49:22: Aber es ist schon ein bisschen so einen Zusammenhang zwischen einem rechtdruckenden Gesellschaft und traditionellen Rollenbildern, und halt auch mit Gewalt gegen Frauen offensichtlich – weil wir haben ja offensichtlich das Problem!

00:49:36: Ja, ich würde es jetzt nicht weit frei anerkennen.

00:49:37: Also wenn eine Frau sagt, ihr möcht ja gerne zu Hause bleiben und mich um die Kinder kümmern dann könnt ihr das machen.

00:49:42: natürlich soll sie machen aber ich finde wir machen es uns auch schon sehr bequem wenn wir sagen ja wir sehen das jetzt nicht als Problem weil das ist immer noch eine private Entscheidung.

00:49:52: Also jedenfalls haben wir jetzt sehr viele Themen untereinander vermischt in diesem letzten Block.

00:49:56: Am allerwichtigsten ist, dass es jedenfalls Hilfe gibt.

00:49:59: sollten sie von Gewalt betroffen sein zum Beispiel der Frauenhelplein gegen Gewalt unter nr.

00:50:09: Wer davon, wer von Gewalt betroffen ist, bitte wenn Ihnen was komisch vorkommt halten Sie auch in Ihrer Nachbarschaft die Augen und die Ohren offen.

00:50:22: Bei dieser Runde kann ich mich nur recht herzlich bedanken für die Diskussion.

00:50:27: Wir entwickeln uns als Gesellschaft das heißt wir müssen eine Diskussion einfach weiter dran bleiben.

00:50:31: vielen Dank Und so wie jede Woche übergebe ich an dieser Stelle am Breaking Media unser Medienmagazin mit Gundola Geiginger.

00:50:41: Hallo Manu, wir schauen uns heute an wer ins Rennen um die ORF-Spitze geht und wer dabei die besten Chancen hat.

Über diesen Podcast

Jeden Dienstagabend bringt Manuela Raidl die entscheidenden Köpfe des Landes an einen Tisch. Von hitzigen politischen Debatten bis hin zu den komplexen Fragen aus Wirtschaft und Gesellschaft: In Pro und Contra treffen hochkarätige ExpertInnen auf einflussreiche PolitikerInnen und Persönlichkeiten, die unsere Zukunft gestalten.

Kritisch, fundiert und immer am Puls der Zeit – damit Sie bei den Themen, die Österreich und die Welt bewegen, mitreden können.

von und mit Puls 24

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